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Zitat
Original geschrieben von Pitter
[...] warum soll die GDL keine Tarifverhandlungen für die Zugbegleiter führen können? [...]
Gib dem Kollegen Weselsky Mitsprachrecht bei EVG-Verhandlungen, und alle Verhandlungen werden platzen wenn es nicht nach dem Willen der GdL geht. Die EVG geht nunmal ihren eigenen Weg.
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Zitat
Original geschrieben von Pitter
[...] Irgendwo habe ich gelesen, dass Dreiviertel der Lokführer in der GDL sind [...]
Das mag auf ganz Deutschland bezogen so sein, aber Gebietsweise sind doch Unterschiede. Und etwas aussagen ohne genaue Zahlen zu nennen....
Zitat
Original geschrieben von Pitter
[...] Wenn viel mehr Zugbegleiter Mitglied der GDL sind als Mitglied der EVG [...]
Wer behauptet das, ohne Zahlen zu nennen? Wenn man etwas aussagt muss man m.E. dafür auch den Nachweis liefern.
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Zitat
Original geschrieben von Pitter
[...] wieviele Zugbegleiter sind in der GDL und wieviele in der EVG organisiert [...]
Darum geht es nicht. Es geht darum dass einige Zugbegleiter in der GdL sind, aber unter den TV der EVG fallen. Und bei den Verhandlungen zu diesen EVG-Verträgen möchte die GdL Mitspracherecht, also mitverhandeln, und sicher auch über Streiks mitbestimmen. Aber gerade letzteres ist m.E. nicht möglich. Es können ja nicht einfach nur die Zugbegleiter streiken und die anderen EVG-Mitglieder nicht. Oder besser gleich eigene TV abschließen (wäre der GdL lieber).
Wieviele der Zugbegleiter in der GdL sind kann ich nicht sagen. Hier in "meinem Zuständigkeitsbereich" ist gerade mal ein Lokführer in der GdL (soweit ich darüber informiert bin). Alle anderen Bahner hier sind entweder in der EVG, fallen unter das Beamtenrecht oder sind in keiner Gewerkschaft organisiert (entweder selber gekündigt, weil ihnen keine der beiden Gewerkschaften etwas sagt, oder nie in der Gewerkschaft gewesen).
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Original geschrieben von Jimmythebob
Du meinst also Arbeitnehmer, die nicht Mitglied der GDL sind? Das kam im Postin von Mumpel so nicht rüber.
Das meinte ich auch nicht. Jetzt noch gelten für die Zugbeleiter die TV der EVG. Würde aber die GdL eigene TV für "ihre Zugbeleiter" aushandeln dürfen, könnten diese nur mit einer Änderung dessen Arbeitverträgen eingeführt werden.
Mal davon abgesehen. Man stelle sich mal vor die GdL hätte Erfolg. Dann würden als nächstes die ehemaligen EVG-Mitglieder in die GdL gehen und für sich die selben Rechte fordern. Diese Forderung müsste man aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes sogar erfüllen. Und wer kommt dann als nächstes und fordert diese Rechte ein? Nur um mehr Lohn zu bekommen als mit der EVG als Arbeitnehmervertretung? Wer wird am Ende dafür zahlen? Wo soll das am Ende noch hinführen? Ist es wirklich sinnvoll, einer einzigen Gewerkschaft ein solches Machtinstrument in die Hand zu drücken?
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Noch etwas sei angemerkt:
Selbst wenn die GdL erfolg hätte würden die Zugbegleiter den GdL-Lohn nicht bekommen. Denn dafür müsste die Bahn die Arbeitsverträge ändern, und ob man sie dazu zwingen kann möchte ich bezweifeln (das müsste ja sonst mit in den TV aufgenommen werden). Das würde der Bahn sogar die Möglichkeit geben, die Zugbleiter in einer geringeren Lohngruppe einzugruppieren, wodurch die GdL-Zugbegleiter eventuell weniger verdienen würden, es sei denn der TV sieht vor dass niemand weniger vedienen darf.
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Der GdL Verhandlungsvollmacht zu geben wäre so als würde die IGM zur IGB gehen und sagen, "So, liebe IG Bau. Ab sofort möchte ich für alle Metallarbeiter mitverhandeln, die in der IG Bau Mitglied sind. Metallarbeiter bleibt Metallarbeiter, egal ob er im Walzwerk arbeitet oder auf dem Bau". Solche Vorschläge sind gefährlich. Damit würde man m.E. das Grundrecht auf "freie Wahl der Gewerkschaft" einschränken oder aushebeln. Denn weshalb sollte jemand, der von der IGM "vertreten" wird weiterhin Mitglied in der IGB sein? Das wäre ein "indirekter Zwang" zum Gewerkschaftswechsel?!
Man sollte auch mal darüber nachdenken weshalb Zugbegleiter in der GdL sind, obwohl die GdL nichts für die Zugbegleiter tun kann. Es heisst ja schließlich GdL, und nicht GdZ. Die Zugbegleiter sind freiwillig in die GdL gegangen. Das ganze auf den Rücken der Fahrgäste auszutragen ist m.E. eine fragwürdige Taktik.
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Der wird solange weitermachen bis sich die Regierung einmischt und der Bahn/EVG seinen Willen aufzwingt. Bahn und EVG also der GdL die Verhandlungsvollmacht erteilt obwohl die GdL darauf keinen (gesetzlichen) Anspruch hat. Tarifautonomie ade. Ich hoffe dass diesmal nicht soviele Lokführer mitmachen. Es geht doch schon lange nicht mehr nur ums Geld, sondern um Macht.
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Hallo!
Bei solch dreisten Mails würde ich ihn fragen was er mir sonst noch zu bieten hat. Einen kostenpflichtigen Werbeplatz könnte er jederzeit bekommen. 
Gruß, René
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Das wäre ein Fall für die Löwen. 
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Hallo!
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Original geschrieben von Nokia6233
[...] Würdest du dann auch gleich ein eigenes Bahn- oder Versandunternehmen gründen [...]
Bei der Bahn müsste Deine Idee eventuell erstmal am Eisenbahnbundesamt vorbei. Dann würde das erforderliche Zertifikat schon einige tausend Euro kosten. Nur mal so nebenbei bemerkt 
Aber weshalb nicht eine Konkurrenz zu Amazon? Wenn auch die Arbeitsbedingungen stimmen....
Aber:
Schützen lassen kann man fast alles.
Gruß, René