Beiträge von mumpel

    BTW:
    Weshalb bitte sträuben sich die Deutschen eigentlich immer gegen eine Null-Promille-Grenze? Die gibt es in vielen Ländern. Seien wir doch froh dass wir nicht in den USA leben, da gibt es ganz andere Strafen bei "Alkohol am Steuer".


    Wenn man hier so einige Kommentare liest, so kann man aus dem Kontext eine erschreckend schlechte Einstellung herauslesen.


    Der eine schiebt es auf den fehlenden ÖPNV. Wer die Erweiterung des selben finanzieren soll interessiert anscheinend nicht.


    Ein anderer schiebt es auf die "fehlende Jugend" in den Wirtshäusern auf dem Lande. Aber selber mal die Hände aus dem Schoß nehmen und etwas für die Jugend zu tun möchte man nicht.



    Natürlich ist Alkohol das geringere Problem für Unfälle, aber deshalb nicht ungefährlicher.

    Erstens dürfen Radfahrer mehr als 0,5 haben. Und zum Zweiten sind die Fahrradunfälle sogar gestiegen, die meisten davon nicht alkoholbedingt. Also kann das mit den alkoholisierten Radfahrern so schlimm gar nicht sein. Aber dennoch wären Null Promille wünscheswert. Nützt aber nur etwas wenn dadurch die alkoholbedingten Unfälle spürbar sinken. Sonst bringt das ganze gar nichts.

    Wenn ich das hier so lese stelle ich mir die Frage, ob überhaupt noch jemand ohne Alkohol lustig sein kann.


    Aber von den "Gelegenheitstrinkern" geht ja auch keine Gefahr aus. Die größte Gefahr sind die die regelmäßig volltrunken mit dem Fahrrad unterwegs sind.


    Und der ÖPNV kann nicht rund um die Uhr fahren. Das will nämlich keiner finanzieren, der ÖPNV müsste ja durch die Kommunen (bzw. das Land) bestellt und finanziert werden. Und wenn ich immer sehe wie schlecht die Nachtzüge genutzt werden würde ich auch keine weiteren Nachtzüge bestellen.


    Und selbst wenn ein Bus oder eine Bahn fahren würde, würde es sicher viele geben die nicht bereit sind den Fahrpreis dafür zu zahlen.

    Das ist aber auch ein Problem der Zeit. Früher gab es in jedem noch so kleinen Dorf mindestens ein Wirtshaus. Da stellte sich die Frage gar nicht wann ein Bus oder die Bahn fährt. Notfalls wurde auch mal im Wirtshaus gepennt, mit dem Kopf auf dem Tisch. Aber heute muss alles billig sein, sogar das Bier. Da sau.. äh, trinken die meisten lieber weit auswärts das billige Bier und müssen dann ja irgendwie nach hause kommen. Im Wirtshaus vor Ort ist es ja "zu teuer" und man kann weniger trinken. Wenn ich schon an Bier aus der Büchse oder der Plastikflasche denke, könnte ich mein schönes Bier, welches ich gerade trinke, wieder auf dem falschen Wege nach draussen bringen.

    Ermahnen ist gut. Aber bei uns ist es gang und gäbe, den§19 StVO zu ignorieren.


    Zurück zum Thema:
    Aber wie bereits erwähnt wurde, bringt eine Null-Promille-Grenze nichts ohne ständige Kontrollen. Und bei uns sieht man die LP selten. Nur die Zivilfahnder sind häufig unterwegs, aber die erkennt man inzwischen und kann sie umgehen.

    Die Leute hier haben weder vor der LP noch vor der BP Respekt. Die LP ist in der Tat nicht zuständig. Die kommen nur wenn wir sie rufen. Dazu müssen wir aber den Meldeweg einhalten. Es geht mal wieder ums Geld. Das Problem dabei ist, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, nicht um eine Straftat. Zur Straftat wird es erst wenn ein Zug ein Zwangsbremsung einleiten muss. Daher darf die LP nicht eingreifen, und die BP handelt nach Ermessen. Auch der Bürger darf niemanden vom "drüberklettern" abhalten, das könnte als Freiheitsberaubung ausgelegt werden.



    Aber wie dem auch sei. Die Strafen zu gering, die Leute Null Respekt. Da wird es immer Fahrrad-Rüpel geben denen die zivile Ordnung am Allerwertesten vorbeigeht. Da helfen auch hohe Strafen nicht, solange man dagegen erfolgreich Widerspruch einlegen kann.