ich bin JAV - und fahre damit ganz gut. Auch wenn es vielleicht nicht so der Vergleich ist (was Kündigung usw. angeht). Ich habe Anfang dieser Woche ausgelernt und habe trotz JAV-Tätigkeit einen befristeten Arbeitsplatz bekommen, wie Nicht-JAV-Leute auch. Als JAV hat man zwar auch einige Pflichten mehr, aber das was man so innerbetrieblich mitbekommt, ist einfach genial.
Wie schon angesprochen wurde ist es aber nicht immer so ganz einfach, denn man ist zwar zum Arbeitnehmervertreter gewählt worden, muss aber manchmal auch gegen überzogene Forderungen der Kollegen gegenangehen. Viele sind so drauf, dass sie sagen "ich hab den gewählt, darum muss der jetzt alles durchboxen, was ich haben will. und sei es, dass ich 40 Tage Urlaub und eine 300%ige Lohnerhöhung bekomme". Klar, dass man sowas nicht versucht durchzuboxen...
Generell gilt aber: BR ist nicht gleich BR - du musst unterscheiden. In was für einem Unternehmen arbeitest du? Ich bin in einem Unternehmen tätig, das ca. 66.000 Mitarbeiter deutschlandweit hat. Der BR ist nicht nur auf einen Standort beschränkt (klar...), es gibt Spartenbetriebsräte und Konzernbetriebsräte. Die können einem helfen, sofern man sich nicht zu Schulden kommen lässt. Stell dir mal folgende Situation vor:
Du wirst zum BR gewählt, von mir aus zum BR-Vorsitzendem. Dein Standortleiter will dir an den Kragen, warum auch immer. Jetzt gehst du aber zu deinem nächsten höheren BR, sagen wir dem Sparten-BR. Der übt wieder Druck aus auf den Standortleiter - und da wird jeder Standortleiter zurückstecken müssen. Nur dumm, wenn du in einem kleinen Unternehmen BR wirst, und keinen nächsthöheren "BR-Papi" hast...
MfG M.