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Original geschrieben von jerx
Bei welchen Überweisungen sollte denn der Tag des Geldeingangs eine so wichtige Rolle spielen? Vieles wird abgebucht und bei den meisten Überweisungen ist es nur wichtig, dass es zeitnah dem Empfänger gutgeschrieben wird. Wenn es einen Tag später eintrifft, geht die Welt nicht unter.
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Dass wir TT User eine andere Spezies sind, sollte doch jedem klar sein. Die Normalos brauchen weder 10 Banken noch jede Woche ein neues Handy.
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Original geschrieben von Eldschi
Und da meinst du, eine Buchung am nächsten Tag sei normalerweise für Privatkunden ausreichend? Das glaubst du doch wohl selbst nicht.
Ich kann Eldschi nur beipflichten. Diese Banklaufzeiten sind sehr ärgerlich. Früher mögen die 3 Tage bzw. heute der eine Tag noch technisch gerechtfertigt gewesen sein.
Aber heutzutage in Zeiten von Computern und Vernetzung ist das meiner Meinung nach kein Problem mehr, dass auch eine Überweisung zu einer Fremdbank im gleichen Land taggleich ausgeführt wird. Auch das mit dem Wochenende ist ein aus der Historie mitgeschlepptes Phänomen und heutzutage nicht mehr technisch zu begründen.
Das gleiche gilt für eine Überweisung die nicht sofort bei Eingang bei der Bank im Onlinebanking angezeigt wird.
Eine Buchung erst am nächsten Bankarbeitstag für Privatkunden ausreichend ist meiner Meinung nach nur dann, wenn es darum geht, dass man Rechnungen mit Geld bezahlt, das man auf einem unverzinsten Girokonto hat.
Wenn es aber darum geht, Geld von einem Anlagekonto (z.B. Tagesgeldkonto) auf ein anderes zu verschieben kann das mit den Banklaufzeiten schon sehr ärgerlich sein, da das fast immer wegen der Referenzkonto-Sache über ein externes Girokonto laufen muss.
So ein Transfer dauert heute mindestens 2 Tage.
D.h. bei der abgebenden Bank wird der Tag der Überweisung schon nicht mehr verzinst. Und wenn es blöde läuft bei der Zielbank der Eingangstag auch wieder nicht, was dann schon mal mind. 3 Tage Zinsausfall macht.
Das kann auch noch sehr ungeschickter sein. Man muss sich nur mal anschauen, wie Weihnachten dieses Jahr liegt.
Mal angenommen, Du gibst eine Überweisung im TG-Konto 1 Online am 21.12.2012 um 17 Uhr auf. Wenn der Buchungsschnitt z.b. um 15 Uhr war heißt das, dass das Geld bei einem Transfer von einem TG auf ein anderes über ein Zwischenkonto erst am 02.01.2013 auf dem Ziel-Anlagekonto ist.
(erste ÜW wird erst am 27.12. ausgeführt, und wenn man die zweite dann am 28.12. tätigt ist der Geldeingang auf dem Zielt-Tagesgeldkonto folglich erst am 02.01.)
Das wären dann in so einem ungünstigen Fall 13 (!) Tage ohne Verzinsung.
Genau diese Banklaufzeiten sind der Grund warum es sich oft nicht lohnt, wegen 0,1 Prozent Zinsunterschied ein Tagesgeldhopping zu betreiben.
Das Thema TT-User <-> Normalos:
Genau das ist meiner Meinung nach der Grund, warum es überhaupt z.B. noch Tagesgeld mit 1 Prozent gibt, wenn man eigentlich 2,75 bekommen kann. Das funktioniert nur deshalb weil sich die meisten nicht informieren und einfach zum Bankberater rennen und meinen, dass der sie gut berät und das beste für sie rausholt.
Das gilt aber für fast jeden Bereich, nicht nur im finanziellen Bereich.