Zitat
Original geschrieben von HP-owner
Mitte dieser Woche kam eine Email, sie solle dort anrufen, wegen "Unstimmigkeiten".
Stellt sich raus, der Postmensch übertrug alles Buchstabe für Buchstabe aus dem Perso in seinen Computer, und schrieb daher "Gabrielle", wo sie doch nur Gabi eingetragen hatte.
Naja, das sind (m.E.) die wichtigen Probleme, die zur aktuellen Bankenkrise geführt haben!
Da wurde ihr gesagt, es würde ein kleiner Betrag auf ihr Verrechnungskonto überwiesen, um die Richtigkeit jener Bankdaten zu testen. Direkt danach ginge es dann los.
Nun kam sie eben und weiss nicht weiter. Hat heute einen Betrag von 92cent (??? machen die das mit 1GBP ?) gefunden, aber erst nach 12:00 Uhr entdeckt und jetzt wäre da keiner mehr zu erreichen.
Nun, hier muss ich die BoS und auch die Post in Schutz nehmen.
Die Banken müssen eine Identifikation durchführen. Das ist nicht auf deren Mist gewachsen (ganz bestimmt nicht, denn so ein PostIdent kostet die Bank ca. 10 Euro). Das kommt vom Gesetzgeber und ist auch nicht wirklich so falsch. Immerhin sorgt das dafür, dass man sich auf die Identität eines Kontoinhabers auch verlassen kann. Und es sorgt auch dafür, niemand auf Deinen Namen ein Konto eröffnet.
Die Banken müssen diese Identitätsfeststellung dokumentieren. Bei Filialbanken kannst Du das persönlich in einer Filiale erledigen. Die Direktbanken nutzen dafür eben den Service der Post.
Und genau deshalb MUSS die Post die Daten beim PostIdent genau so übernehmen, wie sie im Perso stehen. Denn nur dann ist die Identitätsfeststellung auch für die Banken brauchbar und auch nur dann macht das PostIdent Sinn.
Bei Banken und Versicherungen ist es deshalb enorm wichtig, dass man seinen Namen und die Adresse genau so angibt, wie sie im Perso stehen. Also aus Gabriele kein Gabi machen und aus Alfred auch kein Fred usw.
Die einzige Möglichkeit, die Deine Nachbarin nun hat, ist tatsächlich am Montag anzurufen. Das Konto wurde nämlich vermutlich schon eröffnet.
Bei der BoS startet sofort ein Prozess, sobald ein Antrag eingeht und ein Konto auch eröffnet wurde, der auf das Referenzkonto einen "Kontrollbetrag" überweist.
Deine Nachbarin erhält dann auch eine Email mit dem Betreff "Aktivierung Ihres Tagesgeldkontos".
Bei der Aktivierung muss Deine Nachbarin neben Kontrollfragen, die man neben Benutzernamen und Passwort u.a. beim Login braucht, auch noch den genauen Betrag eingeben, der überwiesen wurde.
So stellt die Bank sicher, dass Du auch der Eigentümer / Kontobevollmächtiger des Referenzkontos bist. Denn nur diese haben Zugriff auf Onlinebanking/Auszüge.
Das Thema lautet hier Vermeidung von Geldwäsche.
Wie gesagt ruft sie am besten am Montag an, schildert was passiert ist, und klärt das weitere Vorgehen.
Entweder wird das Konto gelöscht und sie beantragt einfach ein neues (diesmal natürlich mit den richtigen Daten), oder aber die BoS ändert das bei sich im System.
Einfach so ein zweites Konto beantragen bitte sein lassen, da die BoS nur ein TG-Konto pro Person akzeptiert. Das steht soweit ich weiß sogar in deren AGB.
Noch ein Hinweis zu dem Referenzkonto. Ich gebe als Referenzkonto auch gerne mal ein anderes TG-Konto bei einer anderen Bank an. Gerade wenn man Konten nur wegen Prämien eröffnet muss man oft z.B. eine Mindesteinlage leisten, damit die Prämie freigegeben wird. Dann überweist man eben den Betrag auf das Konto und veranlasst dann, sobald die Bedingungen erfüllt sind, wieder eine Überweisung auf das Referenzkonto. Wenn man hier ein TG-Konto angibt, dann landet das Geld automatisch auch wieder auf einem Konto mit Verzinsung und nicht auf einem Giro und man spart sich so eine weitere Umbuchung.
Im Normalfall spielt das auch keine Rolle. Bei der BoS aber muss man wissen, dass die nach der Aktivierung des Kontos den Kontrollbetrag auch wieder per Lastschrift vom Referenzkonto abbuchen. Das geht natürlich nur bei einem Girokonto.
Lange rede kurzer Sinn: Bei der BoS muss das Referenzkonto auch ein richtiges Giro sein.