Re: VR-Banken
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Original geschrieben von herbert1960
Hier bietet eine etwas größere VR-Bank auch kostenlose Giros an. Einzige Bedingung ist, dass man keine Überweiungen am Schalter abgibt, sondern online oder an den Terminals in der Filiale bucht. Bei dieser VR-Bank führe ich ein Vereinskonto und ein Sparkonto mit 0,1% Zinsen. Trotz der niedrigen Zinsen hat die Bank vermutlich nicht viel daran verdient.
so ein Kontomodell hat meiner Meinung nach nur 2 Aufgaben. zum einen einen Kunden vor dem kompletten Abwandern abhalten, und zum anderen dass man sich daran gewöhnt kein Personal in Anspruch zu nehmen um so Personalkosten zu reduzieren.
Aus der Antwort lese ich heraus dass du der Meinung bist dass die Bank noch was mit deinen Konten verdient. Ich vermute ganz stark dass diese Konten trotzdem nur Geld kosten und ein Minusgeschäft sind. Jedes Konto kostet Geld, auch wenn es nicht genutzt wird.
Nur weil Du ein 0,1%-Konto hast unterstützt Du die Bank nicht. Auf diesem Konto müssten auch mehrere Tausend Euro sein damit sich das für die Bank auch nur mal lohnen könnte (wobei ich selbst das in der heutigen Zeit mit Minuszins bezweifle)
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Original geschrieben von herbert1960
Allerdings wird von dieser Bank und von der Sparkasse gerne eine Veranstaltung oder ein Verein gesponsert. Man muß sich schon fragen, ob das die Aufgabe einer Bank ist.
Warum sollte eine Bank dies nicht machen, genauso wie der kleine Handwerker?
Wenn Du in ein Zelt gehst, dann hängt da neben der Werbetafel vom Malermeister und Zimmermann auch das Plakat der Sparkasse oder der Volksbank. Von der Commerzbank oder einer ING-Diba habe ich noch nie eines gesehen.
Natürlich sind das Ausgaben. Aber zum einen ist das Werbung die der Kunde unterbewusst wahrnimmt und die dann im Hintergrund vielleicht auch auf Fotos in der Zeitung landet. Das zeigt den Kunden dass die Bank genau wie der Handwerker in der Region für sie da sind.
Diese Sponsoren ermöglichen überhaupt erst dass solche Veranstaltungen von Vereinen stattfinden können. Ohne solches Sponsoring wären die Preise für Eintritt, Essen und Getränke so hoch dass die niemand bezahlen würde
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Original geschrieben von herbert1960
Die Dividende wird nur bezahlt, wenn die Genossenschaft einen Gewinn gemacht hat. Außerden ist es haftendes Eigenkapital und im Insolvenzfall ist das Geld weg, da es eine nachrangige Forderung ist. Für dieses erhöhte Risiko ist die bessere Verzinsung durchaus angemessen.
Risikoausgleich hin oder her, Du denkst hier nicht mehr wie ein Verbraucher sondern wie ein Eigentümer bzw. Anleger. Und genau das bist Du auch wenn Du Genosse bist und trägst die Entscheidungen der Bank.
Und wie oben erwähnt, der Gewinn der als Basis für die Dividende dient, kommt nicht davon dass Du auf dem 0,2%-Konto 2,50 Euro hast, sondern der kommt daher dass andere nicht so informierte Kunden Kredite, BauFis, usw. dort abschließen obwohl sie woanders wesentlich bessere Konditionen bekommen könnten. Und auch davon dass diese anderen Kunden z.B. 7,50 Euro Grundgebühr für Giro bezahlen und so sich an den Kosten beteiligen die dann nicht durch das Provisionsgeschäft quersubventioniert werden müssen.
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Original geschrieben von herbert1960
...z. B. die VB Mittweida, ..."Volksbanking-direkt"
genau das sind die besten Beispiele wenn eine VR-Bank versucht bei den großen Playern mitzuspielen.
Das sind Marektingblitze die einen bekannt machen, die aber kein Geld einbringen. Das lockt genau Leute wie uns an die Geld dorthin bringen, es aber auch genausoschnell wieder abziehen. Die Namen der Banken kennen wir jetzt, aber verdient ist nichts an uns.
Und irgendwann merkt die Bank dass es da noch "versteckte Ausnutzer" gibt die nur die schöne Dividende einstreichen wollen aber selbst nichts zum Gewinn beitragen. Und dann kündigt man Dir die GS-Anteile :p
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Original geschrieben von jw3141
... und es wohl doch einige (oft ältere) Kunden gibt, die eine Filiale so sehr schätzen, dass sie dafür die Bank wechseln.
Genau das meine ich mit "der Kunde will eine Filiale vor Ort" und dass die Bank das nicht aus Geilheit an Kosten macht.
Wenn schon Oma Lieschen bereit ist ihr Girokonto zu wechseln die sonst nie bei irgendwas wechselt, das will schon was heißen.
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Original geschrieben von jw3141
(Meine VR-Bank schickt da auch gerne Werbebriefe. Lustigerweise ist der Dispo-Zins der Bank niedriger als der Zins in der Modellrechnung des easyCredit...
)
Genau deshalb gibt es den Berater in der Geschäftsstelle. Es gibt ganz viele Leute die einfach solange Geld ausgeben bis die Karte nichts mehr hergibt. Denen sind Zinsen völlig egal solange Geld irgendwo rauskommt.
Diese Personen brauchen es einfach dass Dinge für sie geregelt werden. Im Falle von EasyCredit wird der Tilgung und Zins gleich nach Lohneingang regelmäßig zurückgeführt. Das ist dann Geld das sie nicht mehr ausgeben können und so kommen sie wieder aus den Schulden raus, auch wenn der Zins niedriger ist.
Solche "Fürsorge" gibt es bei großen Kreditanbietern nicht.
So, ich denke damit belassen wir es mit der Diskussion um dieses Thema. Allen ist denke ich klar dass VR-Banken meist nicht TopKonditionen bieten wie WIR sie gewohnt sind. Sie haben aber trotzdem ihre Daseinsberechtigung. Sie haben Vorteile von denen wir ebenfalls profitieren.
Amen.