Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Wenn Du den Artikel meinst, auf den Harlekyn noch einmal besonders hingewiesen hatte:
Ja, ich habe ihn gelesen.
Frankie
Genau den meine ich. Wenn du den gelesen hast, verstehe ich nicht wie zu der Aussage kommst:
Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Mein Fazit:
Linux und die Kommentare seiner Jünger (das ist fast schlimmer als bei Apple) versuchen dem interessierten Laien zu vermitteln, dass Linux eine gleichwertige Alternative zu Windows ist. Entsprechende "Klickibunti"-Desktops inclusive. Das sind sie aber nicht!
Frankie
Zum Kernel:
Hier die Ubuntu-Anleitung zum kompilieren eines individuellen Kernels
https://help.ubuntu.com/community/Kernel/Compile
Diese Schritte musst du allerdings nur durchführen,wenn du am Kernel etwas ändern möchtest. Also zum Beispiel bestimmte Module aktivieren/deaktivieren oder etwa am Sourcecode selber etwas verändern willst.
Möchtest du lediglich einen aktuellen Kernel einspielen, sagen wir mal du hast eine Ubuntu-Version mit Kernel 2.6.34 und brauchst wegen eines neuen Treibers den 2.6.35, dann ist lediglich folgendes zu tun:
Per apt-get den Kernel suchen
sudo apt-cache search linux-image
Aus der Liste den gewünschten Kernel auswählen und installieren lassen
sudo apt-get install linux-image-2.6.35-25-generic
Damit lädt apt den Kernel herunter, legt in im Dateisystem ab, erstellt das neue Bootimage und den passenden Grub-Eintrag. D.h. beim nächsten Booten ist der neue Kernel voreingestellt oder du kannst im Grub-Menü explizit wählen welchen Kernel du booten möchtest.
Und weil Linux so flexibel ist, kannst du das ganze auch mit GUI per Synaptic oder einem anderen Paketmanager wie aptitude erledigen.
Diese schritte sind selbst dem "regulären Verbraucher" zumutbar. Obwohl der weiterhin nicht die Zielgruppe ist.
Dass es zu Schwierigkeiten kommen kann ist klar. Vor allem wenn du dir selber einen Kernel kompilierst. Das Modul für eine wichtige Hardware aktiviert und schon funktioniert diese nicht mehr, oder einen Kernel für 64Bit auf einem 32Bit System kompiliert und manuell installiert, dann bootet der Kernel nicht (mit entsprechendem Hinweis).
Aber genau darum geht es doch: Du als Nutzer hast die Freiheitsgrade zu entscheiden was du brauchst.