Angestellte gelten ab einem jährl.Bruttoeinkommen von 46.800Euro als freiwillige Mitglieder der GKV.
Sie haben dann die Möglichkeit in der GKV freiwillig zu bleiben oder in eine Private Krankenversicherung zu wechseln.
Generell sind die Beiträge der PKV so kalkuliert das sie konstant bleiben. Da unser Geld jedoch nicht konstant im Wert bleibt, Stichwort Kaufkraft, medizinische Neuentwicklungen aufkommen, Gesundheitsleistungen teuerer werden und einmal PKVersicherte Kunden keinen Gutschein darauf haben ewig gesund zu bleiben, bleiben die Beiträg nicht ewig konstant.
Hier solltest Du Dich an die Unternehmen halten die für die Zukunft gut aufgestellt sind. Ratings ja, aber bitte die die Zukunft beurteilen! Zu haben z.B. über map report oder capital.
Der generelle Vorteil der PKV ist, dass zwar genauso wie in der GKV die Beiträge steigen können, dafür jedoch die Leistungen immer gleich hoch und gut bleiben. Gesundheitsreformen kennt die PKV nicht. 100% Absicherung sind es in 10Jahren immer noch und sämtliche Gesundheitsinnovationen sind ebenfalls mit abgesichert.
Dennoch gibt es Personen für die sich ein Wechsel in die PKV nicht lohnt:
- Menschen die eine Familie mit mehr als 1Kind gründen wollen, wenn die oder der Partner(in) nach der Elternzeit nicht mehr arbeiten geht.
Schlimmstenfalls sind dann z.B. vier Verträge nötig und der Beitragsvorteil zur GKV geht flöten.
- alle Personen mit zu gravierenden Gesundheitseinschränkungen
das Ergebnis der Gesundheitsprüfung kann einen Systemwechsel unattraktiv machen
- Personen über 45, bzw. 48 Jahren
anders als die GKV sorgt die PKV für das Alter vor und baut Sicherheitspolster auf. Ein Teil der Beiträge wird also dazu verwendet dieses Polster aufzufüllen. Warum? Weil gerade im Alter die Kosten am höchsten sind. Nun ist das wie bei einer privaten Altersvorsorge: Fange ich mit 50Jahren an die aufzubauen muss ich imens viel Geld in die Hand nehmen um eine vernünftige Absicherung zu bekommen - die PKV kann ebensowenig zaubern, sprich die Zeit reicht nicht mehr aus. Denn die Höhe des Sparanteils ist nicht variabel.
In diesen Fällen, bis auf Gesundheitsprobleme, empfiehlt sich immer der Abschluß einer sinnvollen Zusatzversicherung. Sinnvoll ist ausschließlich die Vorsorge für das Krankenhaus - alles andere ist nice to have aber letztendlich ziemlich unwichtig.
Das gesamte Thema ist irre komplex und kann kaum nur anhand eines oder mehrer Forenantworten geklärt werden. Das beste ist es wenn Du Dich hinsetzt und überlegst warum Du wechseln willst: Geld sparen oder einfach bessere Leistungen? Und wenn Du schon in etwa sagen kannst wie Deine weitere Lebensplanung aussieht.
Dann erst kommt die Frage, welche Gesellschaft und welche Absicherung. Hier sind die Möglichkeiten schier unendliche.