Beiträge von TopSpoT

    Vorhin habe ich (ca. 100 Seiten früher) die Vorteile des neuen Modells für O2 aufgezählt. Nachdem hier ständig die Nachteile für den Kunden zur Sprache kommen, möchte ich gerne die vereinzelt erwähnten Vorteile an dieser Stelle nochmal sortieren:


    - Kostensicherheit, es reicht, wenn ein einziges Mal der Partner länger im Krankenhaus liegt und der Tarif kann sich schon gelohnt haben - auch im Vergleich mit 9 Cent-Discountern und sonst wenig Telefonie
    - Flexibilität - wenn man öfters im Ausland ist oder nur ein paar Mal pro Jahr irgendwo hin auf Montage etc. muß, kann sich der Tarif lohnen
    - Bequemlichkeit, Postpaid mit allen Vorteilen eines Vertrags wie Roaming überall auf der Welt, Abbuchung, Rechnung (in Papierform?), Kundenservice
    - Datenoptionen
    - Multicards
    - Koppelung an DSL-Verträge


    Ich kann mich noch erinnern, wie die Leute sich gerechtfertigt haben, daß beim Genion S die 19 Cent in Ordnung sind, obwohl es bereits 10 Cent Discounter und Verträge gab. Dann sind die 15 Cent doch erst recht akzeptabel.
    Um auch mal einen Vergleich aus anderen Bereichen des Lebens zu bringen:
    Warum tanken die Leute bei Aral auf dem Heimweg und fahren nicht zur freien Tankstelle drei Straßen weiter? Der Mensch setzt Prioritäten...

    Zitat

    Original geschrieben von mexchen
    Hat eigentlich O2 davor einen Akzeptanztest gemacht? Wurde von Euch jemand befragt etc....


    Ich könnte mir vorstellen, daß der XL Spezial für 50 Euro ein Testballon für o2o war. Man wollte schauen, wieviel echte Vieltelefonierer den Tarif strapazieren. Immerhin mußten einige diesen Tarif aufwendig (per Fax im Shop oder sogar durch Anreise nach München etc.) buchen, d.h. Otto Normaltelefonierer wird sich den eher selten geholt haben.


    Übrigens erinnert mich das oh tu oh unweigerlich an Homer Simpson. D'oh!

    Zitat

    Original geschrieben von zumwinkler
    Ok, wenn man ein Ein-Mann-Büro betreibt und auf Anklopfen und Makeln angewiesen ist, aber dann braucht man eigentlich auch wieder eine Festnetznummer, wenn man nicht völlig unseriös wirken möchte. Nur die Festnetznummer fällt ja weg bzw. für 20€ kann man sich auch reguläres Festnetz plus Inetflat schalten lassen.


    Das Ein-Mann-Büro will aber eine Festnetznummer und Dreierkonferenzen ;-)

    Glaube ich nichtmal. O2 versucht mit dem Tarif, Neukunden zu bekommen. Ich denke, daß die Altkunden aus zweierlei Gründen jetzt besonders wertvoll sind:


    1. sie generieren wie bisher auch einen kalkulierbaren Umsatz allein durch Grundgebühren
    2. sie binden sich länger an den Anbieter


    Das sind beides Punkte, die der neue Tarif O2 nicht bietet.

    Das Problem bei fehlender Homezone ist für mich, daß ich keine gratis Anrufumleitungen von meinem Festnetzanschluß mehr machen kann, kein Callback auf die Festnetznummer legen kann und außerdem aus dem Ausland nur noch auf dem Handy (und damit in vielen Fällen teurer) erreichbar bin.
    Allerdings gehört das wohl zur Kalkulation des O2o. Immerhin kann man mit den höheren Interconnect-Preisen auch Einnahmen jenseits der 60 Euro haben.


    Es gibt einige Baustellen, an denen O2 jetzt mehr verdient:
    - Wenigtelefonierer, für die der Tarif immer noch günstig ist, die aber nun mehr als 3 Cent in der Homezone zahlen
    - Mitteltelefonierer, die früher die Flatrate für 10 Euro hatten, jetzt aber bei Gesprächen jenseits der 100 Minuten draufzahlen
    - höhere Einnahmen bei netzinternen Gesprächen (bei Leuten, die unter der Deckelung bleiben)
    - höhere Einnahmen aus dem Interconnect wegen fehlender Homezone
    - Auslandsgespräche (die meisten wurden wahrscheinlich aus der Homezone geführt und sind damit jetzt teurer)
    - Psychologie: Für einige Menschen ist es wahrscheinlich keine echte "Flat", ich z. B. würde wahrscheinlich immer versuchen, unter den 60 Euro zu bleiben und damit die Gewinnspanne für O2 erhöhen, weil mir klar ist, daß ich damit nochmal sparen kann


    Sind alles nur Einzelposten, aber das summiert sich. Damit kann man wohl Poweruser besser verkraften.
    Was natürlich wegfällt, ist der Community-Effekt. Kein Mensch wird seinen Freundeskreis jetzt noch überreden, zu O2 zu wechseln. Schließlich ist es ja egal, in welches Netz man telefoniert.

    Nochmal zur Namensdiskussion:
    Ich denke nicht, daß der Name Telefonica große Akzeptanz auf unserem Markt finden würde. Englische Namen, Anglizismen etc. werden (inzwischen) akzeptiert, ein spanischer Name wird es aber schwer haben. Auch ein "Telecom Italia" würde meiner Einschätzung nach nur mit Mühe im deutschen Markt etabliert werden können.

    Mann sind die unfreundlich. Hab da gerade angerufen und gesagt, daß mich die VVL-Abteilung seit drei Monaten mehrfach zurückrufen wollte. Daraufhin kam die Antwort, daß die an den Ostertagen nicht arbeiten...
    Nächste Woche würden sie sich bei mir melden, versprach mir der Hotliner. Auf meinen Hinweis, wo sie denn anrufen wollen, wenn der Vertrag deaktiviert ist, meinte er nur "Da haben Sie natürlich Recht."
    Jedenfalls versicherte er mir, daß der Vertrag binnen 2 Wochen reaktivierbar ist. Na, ich hoffe mal.

    Das Püttlachtal ist laut O2 Netzkarte auch noch unversorgt. Vielleicht schaue ich heute mal, ob das der Realität entspricht (auch, wenn ich mir das Ergebnis schon denken kann).
    Was mich wundert, daß T-Mobile auf seiner Netzkarte auch noch weiße Flecken entlang der B470 hat. Aber ich vermute, die existieren in der Realität nicht, oder doch?