Beiträge von Erik Meijer

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    Original geschrieben von kingpin166
    Muss ich nur weil ich Student bin nur das Nötigste bekommen ?


    Vom Staat: ja! Das gilt aber nicht nur für Studenten, sondern auch für jeden anderen Bedürftigen, ob der arbeitslos ist, pflegebedürftig oder was weiß ich nicht. Von Dir selbst verdientem Geld: nein!


    Ich verbiete niemandem das Auto / Urlaub / teures Hobby / Frauen :D , wenn er es sich selbst leisten kann. Aber eben nicht auf Staatskosten. Und as ist es letzlich, wenn Du es Dir ohne Bafög nicht leisten könntest. Ich halte das für überzogenes Anspruchsdenken.

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    Original geschrieben von kingpin166
    Zu sagen, dass ich mir ohne das BaföG kein Auto leisten könnte, ist so als würdet ihr mir das Wort im Mund umdrehen. Soll ich etwa nicht mehr arbeiten gehen dürfen nur weil ich BaföG beziehe ?


    Es sagt keiner, noch steht das als Frage im Raum. Aber dem scheint ja so, sonst würdest Du Dich darüber nicht so sehr aufregen.


    Arbeiten verbietet Dir keiner, aber wenn Du mit Arbeit und Bafög soviel Geld hast, dass Du Dir den Unterhalt eines Autos leisten kannst, dann ist Bafög m.E. nunmal schlichtweg nicht mehr erforderlich. Es ist eine staatliche Leistung, die imho nur dann eingesetzt werden sollte, wenn jemand bedürftig ist. Das scheinst Du aber durch Deine Arbeit nicht mehr zu sein. Wozu also Bafög zahlen?


    Im übrigen geht es mir dabei nicht um Dich persönlich, sondern um das System an sich. Staatliche Leistungen an jemanden, der sie nicht wirklich braucht, sind überflüssig.

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    Original geschrieben von kingpin166
    Dann scheinen die aber recht gut zu verdienen. Haben die noch zusätzliche Einnahmen durch Eltern oder evtl. sogar Anrecht auf BaföG?


    Unterschiedlich. Manche bekommen etwas Unterstützung von den Eltern, andere schlagen sich aber komplett alleine durch mit diversen Nebenjobs. Und es funktioniert dennoch.



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    Wenn der Staat will, dass die Studenten auf ihre Autos verzichten, entgehen dem Staat auch Geld für Sprit und Steuern. So ist das nunmal.


    Das ist Stammtischniveau. Sorry, aber in dem Punkt diskutiere ich nicht weiter. Vollkommen albern.

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    Original geschrieben von kingpin166
    Wie bitte stellst du dir ein Studium vor, dass durch einen Nebenjob finanziert wird ??


    Und nochmal zum mitschreiben: Ich liege dem Staat mit meinem Auto nicht auf der Tasche. Eher andersum.. Ich zahle sogar noch KFZ Steuern.


    Nun, zu erster Frage könnte ich Dir ohne großes Nachdenken 5-6 Leute aus meinem Freundeskreis nennen, die machen das so und es funktioniert.


    Zum zweiten: lustige Argumentation: Du bist sogar noch ein Wohltäter, weil Du Dir ein Auto leistest und damit quasi vom Bafög Kfz-Steuern zahlst? Respekt, das könnte glatt einen Comedy-Preis gewinnen. :D


    Nun, ich wohne auch eher ländlich... mit dem Auto bin ich in etwa 35-40 Minuten auf der Arbeit, mit Bus und Bahn würde ich in etwa das Doppelte brauchen. Insofern kann ich das ganze schon auch ein wenig beurteilen.


    Nach wie vor bin ich aber der Meinung, dass ein Auto "brauchen" in so einem Fall nicht vorliegt. Es ist bequemer, aber brauchen...naja, da haben wir unterschiedliche Ansichten offensichtlich. Bin halt nicht der Meinung, dass der Staat das unterstützen muss.

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    Original geschrieben von raix
    Mit Auto hat man dann noch die Chance Jobs anzunehmen und sich wieder Geld zu verdienen(ohne Auto ist man hier definitiv aufgeschmissen, was Anfahrt usw angeht).


    Wie machen das denn eigentlich tausende von Arbeitnehmern, die kein Auto besitzen? Ein Auto ist bequemer, ohne Zweifel. Spart viel Zeit. Aber es ist imho eine Mär, dass man ohne Auto nicht zu seiner Arbeitsstelle kommt. Wenn ich mir also ein Auto leisten kann und will: bitte. Aber dann auch noch staatliche Unterstützung? Nö. Dann kann ich ja auf mein Auto verzichten...

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    Original geschrieben von raix
    Ein Auto als Vermögen anzurechnen ist aus dem Standpunkt unfair, daß man sich nicht von seinem Auto ernähren kann.
    Vielmehr braucht man das Auto um sich etwas dazu zu verdienen.


    Wenn man das Auto verkauft, hat man Geld, von dem man sich ernähren kann...und geringere Belastungen, weil Steuer, Versicherung und Sprit wegfallen. ÖPNV dürfte günstiger sein. Dass die Fahrzeiten auf dem Land deutlich schlechter sind als in Großstädten: ja. Dass es aber keinen ÖPNV geben soll, kann ich nicht ganz glauben. ;)

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    Original geschrieben von Martyn
    Ich kann mir nicht vorstellen das ein Guthabenkonto einen höheren Bearbeitungsaufwand darstellt, den schliesslich läuft ja heute alles computergestützt, egal ob es sich um Aufträge via Homebanking oder Filialbanking handelt. Und Lastschriften werden im Zweifelsfall einfach zurückggeben. Ob man als Kreditlimit 0€, 200€, 2.000€ oder 20.000€ einträgt macht wohl keinen unterschiedlichen Aufwand.


    Dass Du es Dir nicht vorstellen kannst: möglich, es ändert aber nichts daran, dass es einen höheren Bearbeitungsaufwand darstellt. Natürlich werden Lastschriften "einfach" zurückgegeben. Aber zunächst einmal muss die Bank ein Überwachungssystem vorhalten, dann muss ein Mitarbeiter jeden Tag dieses System nutzen, die Lastschriftrückgabe aktivieren etc. pp. Der Aufwand ggü. eingetragenen Limiten ist ungleich höher. Denn da toleriert man auch mal öfter kleinere Überziehungen, beim Guthabenkonto noch nicht einmal einen Cent.


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    Girokonto ohne Dispo (das ist doch ein Guthabenkonto, oder?)


    Nein. Das ist halt ein normales Girokonto ohne besondere Merkmale. Das kann u.U. auch überzogen werden. Beim Guthabenkonto geht das nicht.


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    Ganz genau - ob nun jemand mit positiver Bonität seinen Dispo überzieht, oder jemand mit negativer Bonität sein Guthabenkonto überzieht, kommt doch auf's Gleiche hinaus.


    Bei Guthabenkonten kommen die Versuche aber deutlich häufiger vor. Insofern macht man sich als Bank da schon gedanken, ob man das überhaupt zulässt oder von vorneherein verhindert, indem man bei Guthabenkonten nur Kundenkarten ausgibt.