Zitat
Original geschrieben von VFBler
Ich bin strikt gegen das Abschaffen des Kündigungsschutzes. Ich denke hier muß man ganz klar egoistisch denken, nämlich an sich selbst sowie an das Wohl der Firma.
Wenn jeder nur an sich selbst denkt, dann werden wir niemals Änderungen erreichen. Wir müssen in Deutschland genau WEG von diesem überall herrschenden Egoismus und Lobbyismus. Änderungen ja, aber bitte nicht bei mir... bei Nullrunden oder Rentenkürzungen schreit der vdK "Kriegserklärung", der Beamtenbund meldet sich nie zu Wort, wenn Gelder gestrichen werden, aber in den eigenen Reihen ist das auf einmal ganz dramatisch, Krankenkassen und Ärztevereinigung schreien bei jedweder Änderung im Gesundheitswesen Zeter und Mordio etc. pp. Das ist typisch deutsch und ein großes Problem.
Wenn niemand bereit ist, etwas abzugeben, sei es finanziell oder sei es an gefühlter Sicherheit zum Beispiel, dann wird sich in diesem Land nicht viel ändern können.
Insofern denke ich nach wie vor, dass ein gelockerter Kündigungsschutz sicher nicht das alleinige Allheilmittel ist, aber dazu beitragen kann, dass mehr Arbeitslose wieder in Lohn und Brot finden und vor allen Dingen die Verweildauer in der Arbeitslosigkeit gekürzt wird. Ein gänzliches Abschaffen hielte ich dabei aber für falsch, da habe ich schon auch die Befürchtung, dass das eben doch im großen Stile ausgenutzt würde. Hire und Fire kann es nicht sein, ein bisschen Sicherheit muss es geben. Aber im derzeitigen Stadium sind die bürokratischen Hürden an dieser Stelle zu hoch.
@Admin: sich daran gewöhnen? Das klingt nach Resignation, Aufgabe. Im Ruhrpott ist halt nix zu machen... nein, das darf man nicht denken und schon gar nicht dürfen Politiker so denken. Gerade das Ruhrgebiet ist auch ein Zeichen für technologischen Wandel. Das Bild vom Kohlenpott, sicher, das ist tot. Das wird auch so nicht wieder kommen. Aber dafür gibt es im Ruhrgebiet nun andere, neue Wirtschaftszweige, die wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen. Sicher, noch nicht in ausreichendem Maße. Aber tot? Nein!