@senderliste:
naja...ein Bankberater ist ja noch ein bisschen mehr als ein Anlageberater. Der Abschnitt mit den Malediven ist mal nicht wirklich ernst gemeint von Dir? "Gute" Tips sind die, die zum Kunden und seiner Risikomentalität passen und nicht irgendwelche Geheim- oder Insidertips. Weitergabe von Insiderwissen ist im Übrigen strafbar. Reichlich unsachlich und albern der Abschnitt.
Dass die Banken / Berater Produkte verkaufen, bei denendie Provision stimmt: logisch. Schliesslich ist eine Bank keine Sozialanstalt oder Wohlfahrtsverein, sondern ein Wirtschaftsunternehmen, was Gewinne machen will und muss. Wenn ich jetzt ein Produkt verkaufe, bei dem nur ich als Bank was davon habe, dann mache ich letztenendes ein schlechtes Geschäft. Irgendwann kommt der Punkt, wo der Kunde das feststellt. Dann verliere ich den Kunden und der Kunde wird Anti-Werbung machen. Dann versuche ich doch von vorneherein beiden Interessen gerecht zu werden. Sprich: der Kunde hat was von meiner Empfehlung und die Bank auch. Dann bleibt der Kunde und wenn ich Glück hab, empfiehlt er mich weiter. Bin ich dann ein schlechter Berater?
Dass die bei der Deuba Dir scheinbar Zeit stehlen, hängt mit dem Wertpapierhandelsgesetz zusammen. Die MÜSSEN Dir deren Einschätzung sagen zum Papier und Risiko und MÜSSEN dann aus Haftungsgründen auch festhalten, wenn Du gegen deren Empfehlung agierst. Unter anderem eine Folge aus dem Crash 2000.
Was das kostenlose Girokonto angeht: ich sag ja,das geht durch Verhandeln u.U. auch bei einer Filialbank ![]()
Grundmisstrauen ist auch gesund. Keine Frage. Der Markt ist in allen Bereichen von Anlage, Vorsorge, Kredit etc. auch sehr unübersichtlich. Wenn man überlegt, was es alleine an unterschiedlichen Kontomodellen gibt... Man muss vorsichtig sein, blindes Vertrauen ist auch absolut verkehrt. Kann diese Grundstimmung auch verstehen bei den Kunden.
Was ich aber nicht begreife ist, dass es sehr viele Kunden gibt, die Menschen, die nicht vom Fach sind, mehr vertrauen als Fachleuten. "Mein Bekannter hat gesagt, das soll ich nicht machen, das wäre nichts" "Was macht denn Ihr Bekannter beruflich?" "Der ist (wahlweise) Klempner, Organist, Lehrer, Fließbandarbeiter"... DAS verstehe ich nicht.
Ich sollte vergleichen, mehrere Angebote einholen etc pp. Definitiv. Auch Fachpresse lesen. Aber wenn ein Kunde mit nem Auszug aus der "Fernsehzeit" oder dem "Goldenen Blatt" vor mir sitzt und dann sagt, dass ich dieses Papier da kaufen soll, weil die das empfehlen, dann frage ich wirklich, wie naiv manch einer ist. Wenn ich ner Fernsehzeitung mehr vertraue als ner Bank, dann läuft imho in deren Oberstübchen entweder was schief oder ich habe Paranoia, dass mich jeder nur über den Tisch ziehen will.
Was Deine Bank Dir empfiehlt, ist i.d.R. deren eigenes Produkt, logisch. Bei VW werden sie Dir auch einen Golf empfehlen oder Passat oder Fox, aber keinen Opel Astra... Das kennen Sie am besten und wir immer das beste Angebot sein, was sie Dir machen können. Ob es das beste Angebot am Markt ist, bleibt fraglich, wird es nicht immer sein, weil wohl keine Bank von sich behaupten kann, in allen Bereichen die beste zu sein. Aber sie werden Dich nach bestem Wissen und Gewissen beraten. Und dann kannst Du entscheiden, ob Du sagst "okay, ich vertraue Ihnen" und bist zufrieden, wenn es auch vielleicht noch was besseres woanders gibt oder ob Du sagst "klingt gut, aber ich hab noch was besseres gefunden" und dann halt das, was Du gerade machen willst, woanders abschliesst.
Da liegen halt bei jedem die Prioritäten anders.