Beiträge von Erik Meijer

    @senderliste:


    naja...ein Bankberater ist ja noch ein bisschen mehr als ein Anlageberater. Der Abschnitt mit den Malediven ist mal nicht wirklich ernst gemeint von Dir? "Gute" Tips sind die, die zum Kunden und seiner Risikomentalität passen und nicht irgendwelche Geheim- oder Insidertips. Weitergabe von Insiderwissen ist im Übrigen strafbar. Reichlich unsachlich und albern der Abschnitt.


    Dass die Banken / Berater Produkte verkaufen, bei denendie Provision stimmt: logisch. Schliesslich ist eine Bank keine Sozialanstalt oder Wohlfahrtsverein, sondern ein Wirtschaftsunternehmen, was Gewinne machen will und muss. Wenn ich jetzt ein Produkt verkaufe, bei dem nur ich als Bank was davon habe, dann mache ich letztenendes ein schlechtes Geschäft. Irgendwann kommt der Punkt, wo der Kunde das feststellt. Dann verliere ich den Kunden und der Kunde wird Anti-Werbung machen. Dann versuche ich doch von vorneherein beiden Interessen gerecht zu werden. Sprich: der Kunde hat was von meiner Empfehlung und die Bank auch. Dann bleibt der Kunde und wenn ich Glück hab, empfiehlt er mich weiter. Bin ich dann ein schlechter Berater?


    Dass die bei der Deuba Dir scheinbar Zeit stehlen, hängt mit dem Wertpapierhandelsgesetz zusammen. Die MÜSSEN Dir deren Einschätzung sagen zum Papier und Risiko und MÜSSEN dann aus Haftungsgründen auch festhalten, wenn Du gegen deren Empfehlung agierst. Unter anderem eine Folge aus dem Crash 2000.


    Was das kostenlose Girokonto angeht: ich sag ja,das geht durch Verhandeln u.U. auch bei einer Filialbank ;)



    Bastian:


    Grundmisstrauen ist auch gesund. Keine Frage. Der Markt ist in allen Bereichen von Anlage, Vorsorge, Kredit etc. auch sehr unübersichtlich. Wenn man überlegt, was es alleine an unterschiedlichen Kontomodellen gibt... Man muss vorsichtig sein, blindes Vertrauen ist auch absolut verkehrt. Kann diese Grundstimmung auch verstehen bei den Kunden.


    Was ich aber nicht begreife ist, dass es sehr viele Kunden gibt, die Menschen, die nicht vom Fach sind, mehr vertrauen als Fachleuten. "Mein Bekannter hat gesagt, das soll ich nicht machen, das wäre nichts" "Was macht denn Ihr Bekannter beruflich?" "Der ist (wahlweise) Klempner, Organist, Lehrer, Fließbandarbeiter"... DAS verstehe ich nicht.


    Ich sollte vergleichen, mehrere Angebote einholen etc pp. Definitiv. Auch Fachpresse lesen. Aber wenn ein Kunde mit nem Auszug aus der "Fernsehzeit" oder dem "Goldenen Blatt" vor mir sitzt und dann sagt, dass ich dieses Papier da kaufen soll, weil die das empfehlen, dann frage ich wirklich, wie naiv manch einer ist. Wenn ich ner Fernsehzeitung mehr vertraue als ner Bank, dann läuft imho in deren Oberstübchen entweder was schief oder ich habe Paranoia, dass mich jeder nur über den Tisch ziehen will.


    Was Deine Bank Dir empfiehlt, ist i.d.R. deren eigenes Produkt, logisch. Bei VW werden sie Dir auch einen Golf empfehlen oder Passat oder Fox, aber keinen Opel Astra... Das kennen Sie am besten und wir immer das beste Angebot sein, was sie Dir machen können. Ob es das beste Angebot am Markt ist, bleibt fraglich, wird es nicht immer sein, weil wohl keine Bank von sich behaupten kann, in allen Bereichen die beste zu sein. Aber sie werden Dich nach bestem Wissen und Gewissen beraten. Und dann kannst Du entscheiden, ob Du sagst "okay, ich vertraue Ihnen" und bist zufrieden, wenn es auch vielleicht noch was besseres woanders gibt oder ob Du sagst "klingt gut, aber ich hab noch was besseres gefunden" und dann halt das, was Du gerade machen willst, woanders abschliesst.


    Da liegen halt bei jedem die Prioritäten anders.

    Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm
    Die machen meinen Zahlungsverkehr. Wenn ausnahmsweise mal was nicht geht, schicke ich ein FAX und das wird erledigt. Was soll der da für Lösungen finden?


    Naja, es mag ja ab und an auch mal Dinge geben, die nicht alltäglich sind. Gerade bei Geschäftskunden erlebe ich das immer wieder. Und MÖGLICHERWEISE macht ja auch der Kunde mal einen Fehler oder es passiert etwas unvorhergesehenes. Dann ist es nicht verkehrt, einen Ansprechpartner zu haben. Wenn man natürlich selbst alles kann und weiß und sowieso alles richtig macht: warum dann überhaupt bei ner Filialbank sein?



    Das Verhalten von Ackermann trägt bei mir dazu bei, dass ich die Deutsche Bank höchst unsympathisch finde. Aber Fachleute arbeiten da auch und misstrauen würde ich denen auch nicht pauschal, das wäre eine unfaire Generalverurteilung.


    Was den Internetboom angeht, da muss ich Dir teilweise widersprechen. Es ist sicher richtig, dass die Banken auch ihren Teil zu der Misere beigetragen haben, indem Risiken bei vielen in einer Beratung oft nicht erwähnt wurden oder man darauf vertraut hat, dass nach den ersten Einbrüchen die Kurse sich schon wieder erholen würden. Es ist aber genausorichtig, dass viele Kunden einfach eine unersättliche Gier in den Augen hatten und mit Dollarzeichen in den Augen jedwede Warnung (auch von Bankseite) ignoriert haben und dann irgendwann einen Schuldigen gesucht haben. Die Leute haben nicht nur verloren, weil sie ihrer Bank vertraut haben. Ja, auch die Banken haben da Fehler gemacht, ohne Zweifel, aber die Bank als Alleinschuldigen hinstellen, da wehre ich mich gegen. Es gibt nämlich auch Leute, die immer über Risiken aufgeklärt haben. Aber wenn man sein Geld in kurzer Zeit verdoppelt, wer will da schon was über Risiken hören... diese einfache Grundregel will in viele Köpfe nicht rein: wo mehr zu verdienen ist, sind auch mehr Risiken vorhanden.


    Ich merke es ja jetzt schon wieder bei den anziehenden Märkten, dass Kunden teilweise wieder ohne Sinn und Verstand Werte kaufen wollen, "weil die doch so stark gestiegen sind" "ach, da passiert schon nix". Gut, meine Einschätzung des Aktienmarktes ist auch die, dass wir da in einem gesunden Aufwärtstrend stecken, aber risikolos ist es eben nicht.


    Was ich mich frage: warum haben die Bankberater einen Ruf wie Versicherungsvertreter? Würden mich mal Eure Meinungen zu interessieren.



    Was das kostenlose Konto bei einer Filialbank angeht: wie alt bist Du? Die Dreba z.B. bietet allen bis 25 ein kostenloses Konto an, egal ob Student, Schüler, Berufstätiger, Arbeitloser... und wenn man geschickt verhandelt, kann man durchaus auch mal kostenlose Kontoführung rausholen. Und wenn nicht, sind 2,75 für eine Filialbank immer noch günstig.

    Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm
    Ich habe eine SCH... Wut auf den Verein, weil die nämlich am Geldeingangstag buchen, aber erst am darauffolgenden Tag wertstellen.


    Schecks werden bei der PB immer am dem Eingangstag folgenden Tag wertgestellt. Die Sparkasse braucht zwei Banktage, die Deutsche - wollen wir nicht drüber reden - :flop:


    Vielleicht habe ich andere Vorstellungen, was eine gute Bank ist. Jedenfalls brauche ich niemanden, der mich fragt, wie´s mir geht, ob´s im Urlaub schön war oder ob ich das neueste Produkt nicht haben will.


    Bist Du Angestellter oder selbständig? Ist für die Wertstellung von Gutschriften nicht unerheblich...bei Angstellten muss die Gutschrift gleichtägig erfolgen, bei Selbständigen trifft man bei Kontoeröffnung normalerweise eine Vereinbarung über die Valuten von Gutschriften.


    Ansonsten kann ich nutellatoast nur zustimmen. Die Richtung, in die sich das entwickelt ist schon interessant. Man vertraut immer mehr Freunden oder irgendwelchen Ratschlägen aus Fernsehzeitungen als den Leuten, die auf dem Gebiet nunmal Fachleute sind. Hauptsache billig, man selbst weiß ja sowieso alles und das meiste auch noch besser.


    Vielleicht ist das neueste Produkt ja auch mal ganz interessant. Nicht jeder, der Dir etwas anbietet, will Dich über den Tisch ziehen. ;) Anhören kostet nix, nein sagen kannst Du dann immer noch. Aber das beschissenste, was ich von meinen Kunden hören kann ist "warum haben Sie mir denn nicht gesagt, dass Sie dieses Angebot X oder Y haben?". Damit verärger ich mehr Kunden, als wenn ich die auf das Thema A,B oder C anspreche und der Kunde dann sagt "nee, will ich nicht".

    Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm
    Zumindest bei allen Banken die ich kenne, werden Konten auch ohne Dispo problemlos ins Minus gebracht, wenn entsprechende Abbuchungsaufträge oder Überweisungen oder Kartenbezahlungen vorliegen. Freut die doch sogar, wenn die Kunden zu faul sind oder aus anderen Gründen keinen Dispo beantragt haben.


    Jein. Es gibt Kunden, bei denen ist das relativ wurscht, weil man weiss, dass da wieder Geld reinkommt. Und dann freut man sich auch über die höheren Zinsen. Allerdings ist das nur der Bruchteil. Zum guten Service gehört es nämlich imho zu fragen, ob der Kunde einen Dispo braucht. Und wenn ein Kunde ohne Dispo ins Minus geht ist das immer mit Überwachungsaufwand verbunden für den Berater. Dann doch lieber Dispo...;)

    Zitat

    Original geschrieben von bastian_S
    Kann es sein, dass ich keinen Dispo bekomme, weil ich am Ende des Monats das übrige Geld auf ein anderes Konto transferiere? Und von dem her relativ wenig Guthaben auf den Girokonto habe. Spielt das insofern eine Rolle, dass das Risiko, dass ich den Dispo brauche, höher ist?


    Sollte es eigentlich nicht spielen. Eher ein positives Kriterium. Wer spart schon konsequent das Geld, was er übrig hat auf nem andern Konto. Wenn Einkommen vorhanden ist und die Schufa ok, sollte normalerweise nichts gegen einen Dispo sprechen. Vor allem nicht, das Risiko den in Anspruch zu nehmen. Dafür ist er ja schliesslich gedacht ;)

    Beim Dispo entscheiden i.d.R. monatliches Einkommen und die Schufa und wenn man schon länger Kunde ist, die bisherige Kontoführung.


    Letztendlich bildet sich dann daraus eine Scoring-Entscheidung, die dann maßgebend für den jeweiligen Berater ist. Denke mal, dass dürfte überall ähnlich sein.

    Zitat

    Original geschrieben von hollyj
    Sofern meine Kenntnisse rund um Basel II richtig sind dürften die dort verankerten Kriterien doch nur für die Beurteilung von Krediten für Unternehmen, insbesondere Unternehmen des Mittelstandes von Bedeutung sein. Eine Anwendung im Verkehr mit Privatkunden wäre mir neu. :confused:


    sie ist nicht verpflichtend, wird aber u.U. auch angewandt. Keine Ahnung, ob das bei der Postbank so gehandhabt wird. Aber dass man nicht sagen kann, warum ein Dispo abgelehnt wird, finde ich auch höchst merkwürdig. Die würfeln das doch auch nicht einfach so aus. Oder doch? :confused:

    Es gibt für die WJT-Zeit freien Zugang zum ÖPNV mit nem entsprechenden Ausweis. Bei Bedarf würden wohl auch Unterkunft und Logis gestellt, so wie ich das verstanden habe, aber da ich eine Massenunterkunft 5 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung betreuen werde, entfällt das bei mir. Aufwandsentschädigung gibt es ansonsten keine, wohl wenn ich das richtig verstanden habe.

    In knapp 4 Wochen geht er ja los, der Weltjugendtag 2005 . Wollte mal nachhören, ob es hier auch Leute gibt, die daran teilnehmen als Aktive oder als Freiwillige Helfer / Volunteers...


    Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, wie das wird, wenn auf einmal 800.000-1.000.000 Jugendliche aus aller Welt das Rheinland bevölkern. Kann es mir momentan nur schwer vorstellen, wie das wird... habe mich selbst als Freiwilliger gemeldet und betreue dann wohl eine Massenunterkunft, weiss aber noch nicht, wieviele kommen, aus welchem Land, wie das alles abläuft und und und... wird bestimmt spannend...


    Gibts von Euch auch Leute die dran teilnehmen?


    Was schön wäre, wäre wenn dieser Thread nicht auch wieder in eine Diskussion pro / contra Glauben und Kirche ausartet...dafür gibts genügend andere...