naja, der Nordflügel ist doch schon abgerissen, zumindest teilweise, insofern dürfte das mit der Wiederherstellung schwierig werden.
Beiträge von Erik Meijer
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Original geschrieben von ChickenHawk
Das einzige was massiv negativ aufstößt ist, dass in solchen Fällem immer und ausschließlich die Schuld bei der Polizei liegt und mit einem pawlowschen Reflex hier blindwütig im Nachhinein auf die Beamten verbal losgegangen wird.Der Polizei vorzuwerfen, dass sie unverhältnismässig vorgegangen ist, nennst Du "verbal losgehen"?
Im übrigen dürfte klar sein, dass insbesondere die Vorwürfe hinsichtlich des martialischen Auftretens incl. Wasserwerfer sich im Wesentlichen gegen die Polizeiführung richten. Ich glaube nicht, dass der Fahrer des Wasserwerfers mal aus Jux und Dollerei gesagt hat "ach komm, ich hab heute nix zu tun, fahr ich mal zur Demo und gucke, was ich da so machen kann". Da sind Anweisungen von oben gekommen, für so etwas gibt es ja einen Einsatzplan. Es stellt sich mir immer noch die Frage, warum man überhaupt derart schwere Geschütze aufgefahren hat. Die waren die Tage vorher auch nicht da. So etwas mit sich zu führen und dann zu sagen "wir kommen in friedlicher Absicht" passt irgendwie nicht zusammen. Wer diese Geschütze ohne Not (!) auffährt, der hat auch Hintergedanken. Es ist ja nicht so, als hätte es bei den vorherigen Demos Krawalle o.ä. gegeben, derer man nicht hätte Herr werden können.
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Original geschrieben von drueckerdruecker
Die AKWs haben sich bislang als hinreichend sicher erwiesen, sogar einschließlich der Katastrophe in Tschernobyl. Allein bei der Kohlenförderung kamen und kommen wesentlich mehr Menschen um's Leben, von Umwelteinflüssen und Klimafolgen ganz zu schweigen.öh, das versteh ich irgendwie nicht. Was war denn an Tschernobyl "sicher"? Meinst Du das nach dem Motto "selbst mit den Toten und Folgen von Tschernobyl sind es noch weniger Tote als in der Kohleförderung? :confused:
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auch wenn es nicht der Oktober ist...ich überlege über Weihnachten ein paar Tage weg zu fahren und würde dafür gerne "in den Schnee". Einfach, um schneesichere weiße Weihnachten zu haben, nicht unbedingt, weil ich Skifahren will. Kann also auch eine schöne Landschaft ohne Skigebiete sein. Hauptsache schneesicher. Jemand ne Idee? Klar, Österreich / Schweiz kommen in Frage, aber wo z.B. ist es schön, vllt. aber auch ruhig und man kann schöne Schneewanderungen o.ä. machen?
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Original geschrieben von ingo74
Erik - lass es doch einfach gut sein, du wirst sehen, dass der einsatz rechmäßig und verhältnismäßig war, egal welche vorstellung/einstellung du hast und welche vokabeln du benutzt..Ahja.
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Original geschrieben von ChickenHawk
Vollkommen irrelevant. Als Demonstrant hat man mit gar nichts auf Polizisten zu werfen, nicht mal mit Wattebällchen. Wer in solchen Extremsituationen von der Polizei erwartet dass die sich erstmal in aller Ruhe damit auseinandersetzen was denn da gerade an Wurfgeschossen auf sie niedergeht bevor sie auf die potentielle Bedrohung reagieren hat hier eine vollkommen realitätsfremde Sicht der Dinge.Das heisst, die Polizei hat das recht blindwütig loszuschlagen und das Mittel ihrer Wahl einzusetzen, völlig unabhängig davon, wie die Bedrohungslage tatsächlich ist?
ZitatEbenfalls vollkommen irrelevant. Da man wie bereits geschrieben schon mal gar nichts auf Polizisten zu werfen hat ist das wie oft dann gar nicht erst Grundlage einer Diskussion.
Natürlich hat man das nicht, das sage ich auch gar nicht. Aber weil A sich falsch verhält hat B nicht das Recht, das auch zu tun, auch wenn B die Polizei ist.
ZitatEs ist ja nun nicht so als hätten die den Wasserwerfen nur für diesen einen Mann rausgeholt und ihn gezielt damit abgeschossen. Manch einer hat hier auch sehr merkwürdige Vorstellungen von den Aktions- und Reaktionsverhältnissen innerhalb einer solchen Gruppe.
Wenn es tatsächlich nur ein einziger "Störenfried" gewesen wäre der zwischen lauter sonst friedlichen Demonstranten randaliert, dann wäre es ggf. möglich gewesen diesen auch ohne Wasserwerfe zu isolieren.
Fakt ist nun mal aber, dass die Polizei - zahlenmäßig deutlich unterlegen - sich einer großen Gruppen gegenüber sieht von denen eben nicht nur einer sondern mehrere nicht friedlich demonstriert haben. Da ist es schlicht und einfach nicht möglich aus einer Gruppe von 1000 Personen die 30-50 Randalierer gewaltfrei rauszuziehen, zumal hier auch gerade gern die "Anonymität" der Gruppe von den Störerer genutzt wird.
Ich habe ja geschrieben, dass der Mann für mich exepmlarisch für die Gruppe steht. Wenn die Polizei sich einem Mob à la Schanzenviertel, Kruezberg o.ä. gegenüber gesehen hätte, könnte ich diese Maßnahmen durchaus verstehen und dann wären sie auch verhältnismässig. Aber das war hier in Stuttgart nicht gegeben.
ZitatWenn die Polizei das Visier runterklappt und die deutliche (mehrfache) Ansage kommt, dass man jetzt den Wasserwerfen einsetzen wird, dann sehe ich als friedlicher Demonstrant eben ganz schnell zu, dass ich das Weite suche. Wer sich in Gefahr begibt kann darin umkommen oder so ähnlich...
Ich wäre dann wohl auch abgehauen, ja. Wenn ich aber als Polizei schon so martialisch auftrete, dass ich diese Helme dabei habe und Wasserwerfer mitbringe, obwohl bei den vorherigen Demonstrationen keinerlei Anlaß dazu gegeben wurde, dann zeige ich auch vorab, in welche Richtung das ganze gehen soll. Deeskalation sieht anders aus.
ZitatInsofern ist es einfach nur albern (aber mal wieder typsich) das erstmal die Politik und die Polizei die bösen Buben sind, die nur mit dem Vorsatz an dem Tag aufgestanden sind arme Rentner und hilflose Schüler zu verprügeln. Zu einer Auseinandersetzung dieser Art gehören immer 2 Parteien und das müssen dann eben auch mal die Demonstranten anerkennen.
Gehören Sie, das Nicht-Wahren der Verhältnismässigkeit laste ich aber definitiv der Polizeiführung an, auch wenn sich nicht alle Demonstranten im Rahmen der Gesetze bewegt haben.
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Original geschrieben von ingo74
du brauchst das verhalten nicht runterzureden, fakt ist, das die darstellung des friedlichen rentners, der nur helfen wollte und dann von der polizei schwerverletzt wurde nicht stimmt.Das ja. Dennoch ist das für mich kein Krawallbruder wie die Leute aus dem Schanzenviertel o.ä. - und es geht ja auch nicht nur im ihn in der Diskussion der Verhältnismässigkeit. Er war nur ein sehr plastisches Beispiel dafür, an dem man das wunderbar darstellen kann. Aber es gab m.W. eine dreistellige Zahl von Leuten, die in ärztliche Behandlung mussten. Ich bleibe dabei, der Mann und exemplarisch Männer seines Kalibers stellen keine Bedrohung dar, die den Einsatz von Wasserwerfern rechtfertigen.
Bin nichtsdesotrotz mal gespannt, wie er die Szene kommentiert.
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Okay, er schmeisst was. Steine? Kastanien? Nicht zu erkennen. Wie oft? Auch nicht zu erkennen. Dafür ist er so oder so aber in jedem Fall zu belangen, ja, das ist nicht in ordnung, da stimme ich zu. Dennoch bleibe ich dabei, dass auch das keinen Einsatz von Wasserwerfern rechtfertigt. Da dürften auch zwei Polizeibeamte ausreichen, die des Rabauken habhaft werden. Das ist ne andere Größenordnung als die Krawallbrüder aus dem Schanzenviertel o.ä.
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Original geschrieben von ingo74
die quelle = foto/video ist gleich mit den quellen, die die gegner als beweis der friedlichkeit der demonstranten und der gewalttätigkeit der polizei aufzeigen - andersherum, wer bilder als beweis der "brutalität" der polizei benutzt und gleichzeitig bilder zum beweis der nicht-friedlichkeit der demonstranten ablehnt, der "argumentiert" auf dünnem eis...SAT 1 berichtet über ein Video der Polizei, auf dem etwas zu sehen sein soll. Haben die das auch gezeigt? Ich hab dieses Video noch nicht gefunden. Wo ist es zu sehen?
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Original geschrieben von ingo74
die diskussion über verhältnismäßigkeit etc können wir uns gerne sparen - wobei ich da auch noch eine restfrage habe, ist überhaupt eine generelle klage gegen den einsatz bzw die einsatzinstrumente der polizei eingereicht worden..?Es gibt jede Menge Strafanzeigen wegen Körperverletzung gegen die Polizei.
Wer allerdings eine Bild-Meldung, die auf Sat-1-Nachrichten beruht als eindeutigen Fakt nimmt, der argumentiert m.E. auf dünnem Eis. WENN es so sein SOLLTE, dass der Steine geschmissen hat, dann WÄRE es in der Tat anders zu bewerten. Aber Bild und Sat1 sind für mich da offen gestanden nicht unbedingt die Quellen, denen ich ein hohes Mass an Seriösität zubillige. Der CDU-Generalsekretär von Ba-Wü sprach gestern bei stern-TV auch davon, dass man die Polizei auch verstehen müsse, das ssie so reagiert habe, wenn man auf die Polizisten uriniert habe...habe mich etwas geärgert, dass Jauch da nicht nachgefasst hat, denn einfach so mal so eine Behauptung in den Raum stellen und andere damit diskreditieren ist ganz schlechter Stil, wenn ich das nicht belegen kann.
Das Problem in der ganzen Diskussion ist m.E. in vielen Teilen die mangelnde Transparenz. Ich glaube, der ganze Unmut der Bevölkerung richtet sich zwar auch gegen S21 an sich, mittlerweile ist aber m.E. S21 vielmehr ein Ventil für eine Bevölkerung, die sich von der Politik schlecht informiert, hintergagngen und arrogant abgekanzelt, nicht ernst genommen fühlt. Erst jetzt, nach den schweren Vorfällen von letzter Woche hat man das Gefühl, dass man auf die Gegner zugeht und das auch ernst meint. Warum so spät?