Zitat
Original geschrieben von Blondinenfreund
Wer hat sowas nicht zuhause.
Ich!
Ich denke daß nicht nur die Politiker zu viele Jugendgang-Filme gesehen haben, sondern auch die Jugend von heute. Woher sonst käme das Bedürfnis, so einen Quatsch wie ein Butterfly-Messer zu besitzen? Das kam bei uns damals ja schon in Mode (meine Schulzeit 1986-1999), aber es wird dann noch forciert durch diesen ganzen oberflächlichen amerikanischen Ghetto-Schrott, dessen kleinster gemeinsamer Nenner sich durch HipHop-Videos und schwachsinnige Filme zieht. Dazu die Verherrlichungen von irgendwelchen crackgeschädigten Typen, die es irgendwann bei einer Schiesserei erwischt hat...
Sorry für die harten Worte, aber der Zusammenhang ist doch wohl klar. Genauso wie das Auftreten und die Sprache aus dieser "Kultur" abgefärbt hat, seit man 24h/day damit im Musikfernsehen terrorisiert wird, so übertragen sich auch die Statussymbole, und dazu gehören nunmal auch irgendwelche plakativen Waffen. Mein Gott, Wurfsterne, und so einen Quatsch verteidigt dann auch noch irgendjemand??
Und mit einem Teppichmesser in der Flosse macht sich doch wirklich jeder WuTang-Wannabe lächerlich.
Der Witz ist doch, daß die Sachen erstmal zum Angeben angeshafft werden, aber dann nunmal einfach "da sind", wenn´s zur Sache geht, werden sie auch eingesetzt. Genauso wie man politisch unzuverlässige Zwergstaaten nicht mit Atombomben beliefert, genausowenig gibt man 15jährigen Ghetto-Freestylern irgendwelche Ninja-Sterne und Butterflys in die Hand.
Auch wenn die Schreie laut werden, daß es doch sowieso gemacht wird, egal ob verboten oder ist, ist doch kein Argument. Wichtig ist, daß es eine vernünftige Grundlage gibt, da einzuschreiten (was man dann auch tun sollte).
Ich kenne allerdings das Gesetz im Einzelnen nicht, ich fürchte schon, daß da mal wieder ziemliche Detailschwächen drinstecken, aus Kompromisszwang und mangelnder Sachkenntnis. Aber es muss doch was getan werden, bevor wir hier amerikaniche Verhältnisse bekommen. Vor allem darf man das Tragen von Waffen nicht zur Alltagsnormalität werden lassen.