Ohne auf die ganze Diskussion (Forderungen nach Überregulierung hier, Aussage, Gesetze wären überflüssig, weil sich ja sowieso niemand dran hält) einzugehen, ich finde, viele Tempolimits sollten überdacht werden, ggf. auch nach oben korrigiert (30 sind häufig unrealistisch und überzogen; wenn 50 zuviel ist, heisst das nicht unbedingt, dass 30 richtig sind, Wuppertal macht es IMHO richtig und hat viele 40er Zonen), und dann aber auch konsequent kontrolliert. Denn das Problem bei Tempolimits ist ja, dass häufig gedacht wird, hier wären 50 OK, aber einige halten sich nicht dran, also machen wir 30 draus, dann fahren die Leute 50, und alle 3 Monate wird abkassiert.
Was die Fahranfänger angeht, da sollte man erstmal obszönen Schwachsinn wie diese Gumball-Sendungen wegen Verfassungsfeindlichkeit (o.ä.) verbieten, ich glaube allein das hätte bei der Mischung aus vorherrschenden Langeweile, Einsamkeit, Profilneurose und latenter Blödheit, die man ja doch immer wieder antrifft, zur Folge, dass sich die üblichen Verdächtigen etwas weniger aufgestachelt durch den Verkehr bewegen. Natürlich ist die Aussage übertrieben, aber die Tendenz sehe ich schon als zutreffend an.
Weiterhin sollte man bei grober Fahrlässigkeit (und das sind Tempoüberschreitungen um mehr als 20 km/h meiner Meinung nach) bei Fahranfängern auch über Fahrverbote in Wochenschritten nachdenken, und wer dann dagegen verstößt, für den darf es auch gerne richtig teuer werden.
Grundsätzlich sehe ich das Problem einerseits auf der Seite der Fahrerpsychologie, andererseits in der Art der Beschilderung begründet; die Schwankungsbreite der Tempolimits liegt zwischen viel zu lasch über angemessen bis hin zu völlig unberechtigt und übertrieben. Und letztere sind durchaus gefährlich, weil sie die Leute auf Dauer dazu bringen, Geschwindigkeitsbegrenzungen generell weniger ernst zu nehmen.
viele Grüße
Benedikt