Beiträge von BenediktW

    Letzten Herbst gabs das schonmal. Ich habs per Zufall entdeckt, als ich mir kurz vor Ladenschluß noch eine Dose Rasierschaum kaufen wollte.


    Das ist im übirgen genau die ironische Distanz, die es mir ermöglicht hat, mir einen schönen Kamelhaarmantel von RL Polo anzuschaffen, ohne mich wie ein richtig fieser Popper zu fühlen ;) Zum Thema Ralph Lauren-Markenkult gab es hier ja schonmal einen Thread... IMHO noch schlimmer als Lacoste in den 80ern. Zwar überwiegend schöne Sachen, aber durch gewisse Kreise von Afficionados einfach fast untragbar... Zumindest diese Kleidungsstücke, die in erster Linie dazu dienen, den gesticken Polospieler zu präsentieren. Am schlimmsten die Baseball-Caps...


    Naja, bin über meinen konsumkritischen Schatten gesprungen und hab den Mantel richtig lieb.

    Meinen hab ich immer "Schiffsdiesel" genannt, weil er nagelte als wär er früher mal Zimmermann gewesen... Das klang echt wie die Hamburger Hafenrundfahrt.


    Also bei uns war es schon ein gewisser Grad der Coolness, nach Lust und Laune rumfahren zu können, ohne daß es finanziell wehtat. Und die 55PS-Polos hab ich mit dem Teil an der Ampel auch stehenlassen.


    Mittlerweile fahre ich im Wechsel entweder den Volvo V40 meiner Eltern, 1,6l Benziner, oder unseren alten Mercedes 260E. Praktisch doppeltes Familien-Car-Sharing. Der Volvo ist ziemlich cool, voll ausgestattet, optisch sehr nett usw. Aber vom Fahren her macht der keinen Spaß, trotz 109PS. Die Katalogangabe von 7,7l Benzin auf 100km ist im übrigen DERMAßEN gelogen, daß einem schlecht werden kann. Mit wirklich sparsamer Fahrweise kommt man auf 9,5l, sonst 10. Der einzige Vorteil ist, daß der Wagen trotz Anfahr- und Durchzugsschwäche auch munter über 180 läuft, und dabei (völlig unverständlicherweise) auch nur 10l verbraucht.


    Ich wollte damals eigentlich wieder einen Diesel haben, aber der Volvo war ein sehr gutes Angebot als Jahreswagen, vom Vertragshändler, und dann war halt der Benziner im Haus. Frustrierend schlechtes Geschäft auf lange Sicht, zumal ich dank Unzuverlässigkeit der Bahn usw. viel häufiger mit dem Auto zur Uni fahre als ich vorhatte...


    Der Mercedes übrigens ist - gemessen an Alter und Leistung - eigentlich vorbildlich. 2,6l 6Zyl., 160PS, Automatik. Man denkt, es handle sich um ein spritfressendes Monster. Aber überhaupt nicht, mit 10-10,5l läßt sich der Wagen fahren, und das bei 160PS und G-Kat ab Werk, trotz Bj. 88. Und seine Öko-Bilanz ist allein schon dadurch gut, daß er seit 16 Jahren hält, während andere Karren in der Zeit schon dreimal neu hergestellt werden mußten ;)

    Ne Freundin von mir hat einen 54PS Golf II Diesel, ich finde der zieht ganz souverän. Zwar nicht auf der Autobahn, aber Drehmoment hat der schon.
    Und mit 6l Diesel lässt sich schon gut haushalten.


    Ich hatte früher einen Golf II 1,3 Benziner, der war lahm und versoffen... Dann einen Golf II GTD (!) mit 70PS, 6l Verbrauch, mächtig Durchzug, aber die Kiste war drumherum schon nicht mehr so frisch, und die Steuern waren der Wahnsinn.

    Ich kann das auch nachfühlen, was du denkst.


    Ich reagiere auch oft mit Unverständnis, daß viele Leute, denen es "ach so schlecht" geht, für automobilen Extremismus immer noch Geld übrig haben.


    Das Problem ist aber, daß man diese eigentlich nie über die Benzinpreise erreicht. Die einzigen, die den Benzinpreis auf Gedeih und Verderb zahlen müssen, sind die jenigen, die keine praktikable Alternative haben.


    Daher sollte IMHO eine Regionalklasse in die KFZ-Steuer eingeführt werden, als Ersatz für die Kilometerpauschale, die nicht mit einbezieht, was für Wege man im Alltag zurückzulegen hat. Das würde Strukturgerechtigkeit schaffen.


    Aber zurück zum von dir angesprochenen Thema, also ich finde, daß die Akzeptanz von sparsamen Autos stark zugenommen hat, einfach daruch, daß der Turbodiesel-Motor so eine rasante Entwicklung genommen hat. Früher hatten Diesel-Fahrer schon ein anderes Image als heute. Vergleichen mit den subventionierten Spritschluck-Monstern in USA, die aus 5L und mehr Hubraum weniger Leistung ziehen als mein 15 Jahre altes Benzle, und das bei halbem Verbrauch, da denkt man sich schon, daß wir von einem generellen Fortschrittsbedarf Anfang der 80er zu einer globalen Schieflage gekommen sind...


    IMHO sollte man den Wirtschaftsaufschwung nicht durch den Benzinpreis bremsen, da er sich auf die gesamte Volkswirtschaft niederschlägt, und jegliche überzogenen Regulierungsversuche führen punktuell zu starken Ungerechtigkeiten. Ich wiederhole nochmal, global muß einiges getan werden. Denn wenn das Entwicklungstempo in pcto. Motorentechnik so weitergeht wie in den letzten 10 Jahren (wohlgemerkt in Europa!), dann muß man gar nicht so beunruhigt in die Zukunft sehen.


    Aber wo ich drüber nachdenke, hey, ich hätte eigentlich vor ein paar Jahren damit gerechnet, daß im Moment schon deutlich mehr Wasserstoffgetriebene Autos rumfahren. Was ist an dieser Front passiert? Also den BMW 7er mit V12 und Wasserstoffantrieb fand ich schon cool ;)

    Matze:


    Zitat

    Das seh ich genauso wie Du. Spritsparen ist in Deutschland immer noch nicht salonfahig geworden. Folglich sind die Spritpreise meines Erachtens noch zu niedrig...


    Ja, super Spruch. Daß es Leute gibt, die auf das Auto angewiesen sind, und nicht nur zum Spaß nachts durch die Gegend heizen und in der Innenstadt zum Angeben ihren 3er auf 100 km/h beschleunigen, das wird dabei wohl vergessen. Wenn ich aufs Auto angewiesen bin, dann hilft mir das alles nicht.
    Die Sau lassen sowieso nur die Leute raus, die entweder einen Firmenwagen oder generell genug Geld haben. Und Leute, die sich alle 2 Jahre Neuwagen im 40.000€-Bereich leisten können, schockt man nicht mit Benzinpreisen.


    Und noch viel wichtiger als der letzte halbe Liter auf 100km hier in Deutschland wäre, daß man das Kyoto-Protokoll weltweit, oder zumindest in den USA durchsetzt. Und daß zukunftsweisende Antriebstechnologien stärker gefördert werden... Aber es ist ja viel einfacher, den normalen Bürger erst wie blöde zur Kasse zu bitten, und dann auch noch ständig als Sündenbock zu präsentieren.


    Daß viele Leute ihre alte Karre schon längst gegen einen verbrauchsgünstigen neureren Wagen hätten tauschen können, wenn sie in der aktuellen Wirtschaftslage nicht auch noch jedes Jahr weit überproportional ihre alltäglichen Fahrstrecken finanzieren müßten? Außerdem würde dann die Nachfrage nach anderen Produkten steigen, weil nicht soviel Kaufkraft für Benzin draufgeht. Und gleichzeitig wird mehr Mobilität und Flexibilität gefordert, wow super...


    Daß nicht jeder die Chance hat, gleichermaßen auf den ÖPNV umzusteigen, wird dabei geflissentlich vergessen. Die strukturelle Ungerechtigkeit im Lande wird gerne verschweigen, und erst recht nicht behoben.


    Aber hey, es wundert mich eigentlich, daß die Regierung noch nicht soweit ist, zu behaupten, die Arbeitslosigkeit sei erwünscht, als Umweltschutzmaßnahme, da so weniger Leute auf dem Weg zur Arbeit CO2 emittieren...


    :rolleyes:

    Mit meiner 9100er Radeon funktioniert es auch mit 2 unterschiedlichen Auflösungen. Ich habe für meine Freundin einen 12,1" TFT von Macom als Ausweichmonitor für Palettenwerkzeuge usw. bei eBay besorgt, und bei mir den Funktionstest gemacht. Bevor ich den Macom auf die 1024 gestellt hab, lief er mit 800x600, während mein Eizo auf 1024x768 stand. Ist aber natürlich nicht besonders interessant.


    Ich denke, daß für die meisten Einsatzzwecke diese Art von 2-Monitor-Ansteuerung optimal ist. Ich denke auch in erster Linie an Statusfenster, Werkzeugpaletten usw.

    Meines Wissens nach klappt das aber nicht, beide GraKa´s zeigen nämlich das gleiche Bild.


    Ich würde mir eine ATI-Karte mit sowohl DVI als auch VGA-Ausgang holen und dann per DVI -> VGA-Adapter zwei analoge Signale herauszaubern. Dann kannst Du auch ganz sicher den Desktop verbreitern.


    Ich würde im übrigen die beiden GeForce-Karten bei eBay verkloppen und das Geld in eine vernünftige Karte stecken, die das unterstützt. Die günstigste Variante wäre eine gebrauchte Radeon 9100, die gibt es bei eBay mit Glück schon für ca. 35 Euro, und die ist schneller als die GeForce 3 Ti.

    Es gibt schon sehr viel guten Lesestoff. Was für mich jedoch aus dem, was ich in den letzten 2 Jahren gelesen habe, heraussticht, sind die Bücher von Christian Kracht. Der gelbe Bleistift, Faserland, Ferien für immer und 1979 sollte man gelesen haben.


    Auch sehr beeindruckend, wenn auch ziemlich aggressiv gegen Geschmacksgrenzen, ist Plattform von Michel Houellebecq. Sehr lohnendes Buch...


    Des weiteren mag ich recht gerne die Mankell-Krimis, in erster Linie weil ich Schweden gut kenne, und immer wieder erfrischend finde ich Max Goldt.

    Mmh... Das wäre aber eher was für eine schräge Party, nicht für die Hochzeit. In meinen Augen wirkt das Teil wie ne Mischung aus Knight Rider und Tanzschule :p