Ich kann das auch nachfühlen, was du denkst.
Ich reagiere auch oft mit Unverständnis, daß viele Leute, denen es "ach so schlecht" geht, für automobilen Extremismus immer noch Geld übrig haben.
Das Problem ist aber, daß man diese eigentlich nie über die Benzinpreise erreicht. Die einzigen, die den Benzinpreis auf Gedeih und Verderb zahlen müssen, sind die jenigen, die keine praktikable Alternative haben.
Daher sollte IMHO eine Regionalklasse in die KFZ-Steuer eingeführt werden, als Ersatz für die Kilometerpauschale, die nicht mit einbezieht, was für Wege man im Alltag zurückzulegen hat. Das würde Strukturgerechtigkeit schaffen.
Aber zurück zum von dir angesprochenen Thema, also ich finde, daß die Akzeptanz von sparsamen Autos stark zugenommen hat, einfach daruch, daß der Turbodiesel-Motor so eine rasante Entwicklung genommen hat. Früher hatten Diesel-Fahrer schon ein anderes Image als heute. Vergleichen mit den subventionierten Spritschluck-Monstern in USA, die aus 5L und mehr Hubraum weniger Leistung ziehen als mein 15 Jahre altes Benzle, und das bei halbem Verbrauch, da denkt man sich schon, daß wir von einem generellen Fortschrittsbedarf Anfang der 80er zu einer globalen Schieflage gekommen sind...
IMHO sollte man den Wirtschaftsaufschwung nicht durch den Benzinpreis bremsen, da er sich auf die gesamte Volkswirtschaft niederschlägt, und jegliche überzogenen Regulierungsversuche führen punktuell zu starken Ungerechtigkeiten. Ich wiederhole nochmal, global muß einiges getan werden. Denn wenn das Entwicklungstempo in pcto. Motorentechnik so weitergeht wie in den letzten 10 Jahren (wohlgemerkt in Europa!), dann muß man gar nicht so beunruhigt in die Zukunft sehen.
Aber wo ich drüber nachdenke, hey, ich hätte eigentlich vor ein paar Jahren damit gerechnet, daß im Moment schon deutlich mehr Wasserstoffgetriebene Autos rumfahren. Was ist an dieser Front passiert? Also den BMW 7er mit V12 und Wasserstoffantrieb fand ich schon cool 