Beiträge von ChickenHawk

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    Original geschrieben von scaleon
    Hinzu kommt, daß als eingeschriebener Student man sich das alles erst mal erarbeiten muß und zwar mit Studentenjobs, wo mal eben RV abgezogen wird, wo mal eben die KV steigt wenn man mehr als 20Std. jobbt usw. Wie man sieht ist die Problematik zu komplex, als das man pauschal die Menschen in "gute" und "böse" aufteilt... ;)


    Du hast das Eingangsposting aber schon gelesen oder? Ausgangssituation war, dass jemand der nach seinem Studium in einer normalen Vollzeitbeschäftigung steht sich neben seiner Arbeit noch mal immatrikuliert um eben nur das günstige ST abzugreifen anstatt sich eine reguläre Monatskarte o.ä. zu kaufen. Also nichts mit Studentenjob oder 20 Std.. Und an dieser Thematik ist überhaupt nichts komplex.

    Gegenfrage:


    Was würdest Du erwarten wenn Du einen solchen Fehler machst oder wie würdest Du es finden wenn Dein gegenüber Dir dann mitteilt: "Pech gehabt?"


    Wg. der 5,- € würde ich deswegen keinen Aufstand proben, zumal er ja auch nett gefragt hat und nicht einfach nur gefordert. Also zahlen und glücklich sein und nicht kleinkarriert jetzt auf Fehlern von anderen rumreiten.

    Man kann sich ja alles immer so hindrehen wie es einem gerade gefällt gell? ;)


    Aber damit die liebe Seele Ruhe findet: Es möge sich jeder der sich irgendeinen Vorteil davon verspricht als Student einschreiben auch wenn man nicht wirklich studieren will, möge das Mensa-Essen munden und Gewissensbisse muss auch niemand haben sind ja nur Promille...

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    Original geschrieben von LordExcalibur
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ticketpreise zu einem Verlust führen. Es gibt doch auf der anderen Seite auch eine große Anzahl von Studis die das Ticket zwar kaufen aber nicht nutzen.


    Jetzt dreht sich die Diskussion im Kreis, dass die Kalkulation bei den Verkehsbetrieben die Nichtnutzerquote bereits berücksichtigt ist ja hinreichend dargelegt worden. Man kann es daher drehen und wenden wie mal will: Die Nutzung eines ST durch Scheinstudenten wird im Endeffekt durch die Mitstudenten querfinanziert und führt langfristig zu einer Erhöung sowohl der regulären Fahrpreise wie auch zu einer Erhöhung der ST Preise.

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    Original geschrieben von Sliders
    Ich denke der Fehler liegt darin, "Studenten" nach ihren Absichten zu unterscheiden. Jeder hat andere Absichten. Der eine ist tatsächlich Student, der andere will hier aus dem Ausland legal nach Deutschland kommen, der andere studiert irgendwie, kommt aber nie voran, weil er doch irgendwie mit Nebenjobs zu beschäftigt ist und andere tun es nur wegen Tickets oder halt weil das Essen so billig ist oder auch nur wegen der Krankenversicherung (ein GKV als Student ist billiger als eine freiweillige Versicherung , die mind. 150€ pM kostet). Und ein anderer tut es, weil er im Alltagsleben Vorüge hat.


    Nein der Fehler liegt einzig und allein darin, dass scheinbar einige glauben den Studentenstatus für ihre persönlichen Bedürfnisse/Vorteile ausnutzen zu können.


    Länder und Bund lassen sich Bildungseinrichtungen wie Universitäten und FH`s eine Menge (Steuer)Geld kosten.


    "2008 investierte Deutschland etwa 1,1 % des Bruttoinlandsproduktes in den tertiären Bildungsbereich – 1,7 Milliarden Euro kamen vom Staat, 18,6 Milliarden Euro wurden von den Ländern getragen und 0,3 Milliarden Euro steuerten die Kommunen bei."


    http://www.bildungsxperten.net…n-hochschulen-finanziert/


    Das Geld und die damit verbundenen Vergünstigungen für Studenten wird dafür bereit gestellt, dass sich die Studentenschaft aus- und fortbildet und idealerweise dann nach Abschluss des Studiums ins Berufsleben einsteigt um so wieder selbst einen Teil zum BIP beitragen zu können. Insofern finanziert also die Allgemeinheit die Vergünstigungen für die Studenten mit - auf der Basis des Prinzips "Geben und Nehmen".


    Es ist weder vorgesehen oder gewünscht, dass der Studentenstatus dazu "mißbraucht" wird sich persönlich eine günstige GKV zu verschaffen (wer kein Einkommen hat für den übernimmt der Staat die GKV - wer aus welchen Gründen auch immer sich freiwillig in der GKV will oder muss, muss dann eben auch mit den dafür entstehenden Kosten leben), etwaige Einreisehürden zu umgehen (welchen Sinn macht es ein spezielles Fach in einem Land zu studieren dessen Sprache ich nicht verstehe?) oder sich sonstwie auf Kosten der Allgemeinheit an diesem System zu bereichern wenn dabei von vornherein klar ist, dass ich selbst meinen "Beitrag" später nicht in der vorgesehenen Form an die Allgemeinheit zurückgeben werde oder will.


    Derartige Auswüchse werden momentan noch toleriert, zum einen weil bisher kaum die Möglichkeit hat hier wirksame Riegel vorzuschieben zum anderen hält sich die Zahl der "Studi-Schmarotzer" glücklicherweise noch in Grenzen. Aber wie auch bereits geschrieben: Systeme die auf der Solidarität aller Beteiligten beruhen funktionieren nur solange wie das Gleichgewicht einigermaßen aufrecht erhalten werden kann. 1, 5 oder 10 unberechtigte Nutznießer fallen da zunächst sicherlich nicht so sehr ins Gewicht, verschieben sich die Zahlen aber nach oben kann das ganz schnell anders aussehen.


    Und die wirklichen Studenten würden sich mit Sicherheit bedanken wenn es irgendwann dazu kommen sollte das als Gegenmaßnahme zum Scheinstudententum bspw. eine Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen eingeführt wird oder die Studienordnungen dahingehend verschärft werden das pro Semester zwangsweise eine bestimmte Anzahl Prüfungs- oder Studienleistungen bestanden werden müssen bzw. die Scheinfristen drastisch verkürzt werden da sonst die Zwangsexmatrikulation folgt...

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    Original geschrieben von scaleon
    Ja gut, aber der jeweils ausgehandelte Preis für das Semesterticket ist ja nicht auf Verlust aus. Also wird am Ende so kalkuliert, daß man auch Gewinne damit macht.


    Sowohl bei Bus und Straßenbahn als auch im Nahverkehr der DB wird eher darauf kalkuliert, dass man keinen Verlust einfährt. Wer da am Jahresende mit einer schwarzen Null rausgeht hat schon das Ziel erreicht. "Gewinn" wird in den wenigsten Fällen eine Rolle spielen, erst recht nicht bei der Kalkulation für die Semestertickets - da geht es eher darum zu schauen das man als Verkehrsbetrieb nicht noch was drauflegt - verdienen wird man an den Studenten i.d.R. aber nicht.



    Aber davon mal ganz ab: Viele scheinen das Prinzip einer Solidargemeinschaft schlicht nicht verstanden zu haben - oder sie wenden es nur an wenn es für sie einen persönlichen Vorteil bedeutet.


    Jeder der arbeiten geht zahlt im gewissen Umfang Steuern und Abgaben um damit vorrangig auch die Allgemeinheit mitzufinanzieren. Macht man das freudestrahlend und gern? Mit Sicherheit nicht viel schöner wäre es doch wenn die sauer verdiente Kohle bei einem selber landen würde. Aber es gehört nun einfach mal dazu - klinken sich zuviele aus diesem System aus bricht selbiges irgendwann zusammen.


    Und was den moralischen Punkt angeht: Wenn sich Sportler wie z.B. die Schumacher Brüder auf den Weg ins Ausland machen um vor dem deutschen Steuersystem zu "flüchten" wird das in der Boulevardpresse genüsslich breitgetreten und das Volk empört sich über diese Unerhörtheit.
    Letztlich haben aber auch die Schumis nichts anderes gemacht als sich aus der Solidargemeinschaft in der sie groß geworden sind herauszulösen um damit einen persönlichen Vorteil zu erzielen.


    Nichts anderes ist es wenn jemand dann im kleineren Maßstab irgendwelche Schlupflücken sucht um sich seinerseits einer solchen Gemeinschaft zu entziehen oder sich unrechtmäßigerweise an ihr zu bereichern. Das die Beträge über die man dabei spricht völlig verschieden sind spielt dabei keine Rolle.
    Moralisch ist es genauso "falsch" oder verwerflich für 500,- € oder 1000,- € zu bescheißen als wenn man es für 1 oder 5 Mio. € macht.

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    Original geschrieben von scaleon
    Man muß das mal auch anders sehen: Die Verkehrsunternehmen machen doch richtig Kasse, da alle Studenten einzahlen, aber viele dieses Angebot gar nicht nutzen, weil sie neben der Uni wohnen, mit Fahrrad fahren oder sogar mit Auto.


    In der Sache richtig, nur die Schlussfolgerung daraus ist schlichtweg falsch. Die Verkehrsbetriebe bieten dem Studentenwerk (oder der entsprechenden stud. Vertretung) Semestertickets zu den bisherigen Konditionen an, gerade weil in der Kalkulation berücksichtigt wird, dass zwar alle Studenten zahlen, aber nicht alle die Leistung in Anspruch nehmen werden - würden 100% aller Studenten mit dem ST fahren wäre dies um einiges teurer.


    Insofern ist die Gruppe der Studenten primär untereinander solidarisch, derjenige der das ST zahlt aber nicht nutzt finanziert damit dem Studienkollegen der auf den Ö-Verkehr angewiesen ist ein günstiges Ticket. Eine in sich geschlossene (wenn auch teilweise erzwungene) Solidargemeinschaft also.


    Wer sich jetzt also als "Nichtstudent" immatrikuliert schadet damit vor allem den anderen Studenten, diese müssen die Nutzung des ST durch den "Nichtstudent" hier mitfinanzieren da in der Nutzerstatistik der Verkehrsbetriebe zum einen ein Vollzahler wegfällt aber dafür ein "studentischer" Nutzer hinzukommt. Beides spiegelt sich letztendlich in der Kalkulation der Verkehrsbetriebe wieder (wie von Andreas schon richtig geschrieben: öffentlicher Personennahverkehr ist in den wenigsten Fällen ein rentables Geschäft).

    http://www.welt.de/vermischtes…betrunken-in-den-Tod.html


    Fast 2 Promille und 200 km/h = Jackass im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist nie schön wenn ein Mensch sein Leben verliert und das den Angehörigen Beileid ausgesprochen wird steht außer Frage, Mitleid mit dem Fahrer ist hier aber verfehlt, insbesondere wenn dann Freunde und Fans auch noch massiv Roger Ebert angreifen der - zu Recht - getwittert hatte: " "Friends don't let jackasses drink and drive", aber wie es beim Kommentar des Stern so schön heißt " "wahr" will eben gerade niemand hören." http://www.stern.de/lifestyle/…-jackass-tod-1698105.html

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    Original geschrieben von autares
    Wo sind in solchen Threads eigentlich immer die Kandidaten, die von "Moral" sprechen?


    Rechtlich eine Grauzone,, moralisch verwerflich würde ich sagen...


    Bringt doch eh nichts, dass ist der berühmte Kampf gegen Windmühlen. Reiche jemand den kleinen Finger und er nimmt die ganze Hand.


    Ist auf dem selben Level wie darüber zu diskutieren, dass es Unternehmen wie Amazon, Media Markt oder Saturn ja überhaupt nicht kratzt wenn diese - wie auch immer - durch den Kunden übervorteilt werden, ist ja schließlich der böse Großkonzern mit Millionenumsätzen, dem tut es ja nicht weh wenn der kleine gebeutelte Kunde 200,- € oder 1.000,- € einsackt.


    Oder die eigenen Kinder mal eben 2 Jahre jünger machen um billiger mit der Bahn zu fahren oder in den Zoo zu kommen oder oder oder...


    Es spricht allerdings schon für eine gewissen Lebenshaltung wenn jemand mit abgeschlossenem Studium und einem Vollzeitjob dann meint er müsse sich so verhalten nur um noch mit einem Semesterticket fahren zu können. Das sind dann dieselben Leute die in ihrer Lohnsteuererklärung bei den Fahrtkosten immer noch mal 5 km draufschlagen. Letztendlich müssen sie sich morgens selber im Spiegel anschauen können - und da es heutzutage ja scheinbar vollkommen normal geworden ist mit einer "Erst komme ich, dann lange nichts und dann der Rest der Welt" Attitüde durch die Gegend zu laufen wird das viele nicht wirklich kratzen.