Beiträge von ChickenHawk

    Weil der Aufwand den das TT Team da betreiben müssten wenn sie für 3 Monate pro User 3 € einsammeln, incl. der Verwaltung etc. pp. in keinem Verhältnis mehr zu den Einnahmen steht?


    Der PremiumAccount ist als Goodie für die User sowie für die finanzielle Unterstützung von TT Gedacht, bei 1 € im Monat könnte man das ganze gleich völlig vergessen.


    TT ist nun mal kein kommerziell orientiertes Unternehmen die Kosten sowas privat nebenbei zu betreiben sind entsprechend hoch. Also entweder das Geld kommt durch Werbung (die i.d.R. auch nur Kohle bringt wenn sie geklickt wird) oder eben durch Sponsorenlinks und die Premiumaccountbeiträge. Wenn die Premiumaccounts jetzt "verschleudert" werden gehen damit dann auch automatisch die Einnahmen für die Werbung runter und man hat doppelt die A-Karte.


    Aber Premium nutzen wollen und nur Holzklasse zahlen, sorry das geht nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Ganz nachvollziehbar ist das aber nicht, was die Herren Ragnitz und Thum da so schreiben.


    Niedriglohnempfänger konsumieren ihr ganzes Einkommen (in Deutschland). Das kann man sicher nicht von den Arbeitgebereinkommen behaupten.

    ´


    Jein, da spielen andere Faktoren auch noch eine Rolle, abstrakt (so sind sie die Wirtschaftswissenschaftler) hier mal erklärt (Punkt 6.2):


    http://www.wiwi.uni-muenster.d…Arbeitsmarktoekonomik.pdf

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Das hast DU jetzt gesagt, und warum, versteht außer Dir selber wahrscheinlich niemand... :confused: Da mich sowas ohne Ende aufregt, ich aber keine Lust habe, in diese ausgelegte Falle zu laufen und den Thread nun endgültig zu ruinieren, indem ich mich auf dieses Niveau begebe (hinab wohlgemerkt), ist die Diskussion mit Dir an dieser Stelle beendet. Zumal es ja auch ohnehin nichts bringt.


    Die Polemikschublade auf persönlicher Ebene hast nun mal DU aufgemacht und dann nun mit gespielter moralischer Empörung über Niveaustufen zu referieren entbehrt jeder Grundlage. Wir sind uns zumindest dahingehend einige, dass das weder dem Beitrag noch der gesamten Diskussion zuträglich ist.


    Leider sind wie vor ein paar Seiten bereits angemerkt bestimmte Themen einfach nichts für TT oder das Internet, die sachbezogene Diskussion steht im Hintergrund hauptsächlich geht es darum die eigene Meinung durchzuboxen oder ums "Recht haben". Schade, aber das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.


    Zum Thema:
    Es ist ja schon mal ein Fortschritt in der Diskussion wenn ein potentieller Arbeitsplatzverlust nicht vollends negiert wird, sondern zumindest als zu zahlende "Zeche" billigend in Kauf genommen wird. Die Frage ist ja weniger ob sich das negativ auswirkt sonder eher wie stark.


    "Der Anspruch, möglichst allen Bürgern durch Erwerbsarbeit ein ausreichendes Einkommen zu verschaffen, ist durchaus gerechtfertigt. Nur birgt das Instrument des Mindestlohnes die Gefahr, dass die Einkommenserhöhung für einige Arbeitnehmer mit Arbeitsplatzverlusten anderer Geringverdiener teuer erkauft wird. Der Anspruch an den Sozialstaat ließe sich viel eher durch geeignete Kombilohnmodelle realisieren."
    http://www.tu-dresden.de/wwvwl…nitz_Thum_Mindestlohn.pdf


    Und genau das wird aber von den Parteien die den Mindestlohn fordern mal lieber diskret unter den Tisch gekehrt.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Es geht nicht nur um "Nutzen". Es geht vor allem schlicht und ergreifend um ein Mindestmaß an Gerechtigkeit und Würde. Aber das sind Denkweisen, die Leuten, die so denken wie Ihr, fremd zu sein scheint.


    Vollkommener Unsinn und mal wieder typisch BB. Fehlt nur noch das jetzt hier noch jemand mit der sonst so beliebten "Ihr seid alles Nazis" Keule um die Ecke kommt, dann hätten wir die Polemik Rubrik auch wieder vollends erfüllt.


    Nur weil jemand nicht die eigene Meinung zu einem bestimmten Thema (hier Mindestlohn) teilt sondern eine differenzierte Sichtweise auf die Dinge hat, zu unterstellen man hätte keinen Bezug zu "Gerechtigkeit und Würde", ach wie schön sind Politik (und Fußball und Auto) Beiträge bei TT.


    Zitat


    Der Umkehrschluss, sprich also, dass die wirtschaftliche und private Existenz eines Unternehmers nur dann gesichert ist, wenn er Dumpinglöhne zahlt, kann aber auch nicht die Antwort sein. Ich sagte weiter oben ja schonmal, dass ich auch nicht weiß, wie sich das Dilemma lösen lässt; ich weiß nur, dass es SO definitiv nicht laufen kann.


    Nö, aber gedanklich über diese Hürde zu gehen scheint ein echtes Problem zu sein: Der Umkehrschluss bedeutet, dass der Unternehmer eher weniger oder keine Leute einstellt. Damit hätten wir den nun schon vielfach angerissenen negativen Effekt auf dem Arbeitsmarkt der von den Verfechtern des flächendeckenden Mindestlohns ja vehement negiert wird.


    Von daher muss man sich eigentlich vereinfacht nur fragen: Wollen wir 50 Friseure mit Mindestlohn und 50 Arbeitslose oder wollen wir 85 Friseure ohne Mindestlohn (und mit teilweiser Aufstockung durch den Staat) und 15 Arbeitslose.


    Das übliche Dilemma: Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass geht eben einfach nicht. Ob es jetzt besser oder "gerechter" oder "menschenwürdiger" ist 50 Leute in einem Vollzeitjob zu haben (bei dem noch nicht mal sicher ist ob im Ergbnis mehr Geld bei rumkommt) und die anderen 50 schauen in die Röhre (und/oder gehen schwarz arbeiten), oder 85 arbeiten und 15 schauen in die Röhre kann jeder für sich entscheiden. Nur sollte man bei derartigen Diskussionen eben immer beide Seiten der Medailie betrachten oder zumindest die entsprechenden Risiken die vorhanden sind nicht einfach unter den Tisch kehren.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Genau. Aber so funktioniert das nunmal. Es kann ja wohl nicht sein, dass der Unternehmer sein unternehmerisches Risiko auf die Arbeitnehmer auslagert. Ein Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf ein regelmäßiges und akzeptables Einkommen, welches eben gerade NICHT davon abhängen darf, ob die Bude nun gerade spitzenmäßig oder solala läuft.


    Ah ja. Heißt in der Praxis: Der Meister schmeißt den Laden erstmal allein und heuert sich dann bei Bedarf und Spitzenauslastung ein oder zwei Teilzeitkräfte an oder beschäftigt jemandem im befristeten Verhältnis.


    Das ist dann ja auch wieder "böse" weil kein unbefristeter Vollzeitjob...


    Man kann doch aber nicht von jemanden erwarten dessen wirtschaftliche und private Existenz vom eigenen Laden abhängt sich jemanden in den Laden zu stellen der ihm wenn es nicht läuft dann finanziell das Genick brechen kann.


    Die arbeitlosen Friseuere und die Damen aus den staatlichen überbetrieblichen Ausbildungen schneiden dann im Freundes- und Bekanntenkreis die Haare schwarz (was sollen sie sonst auch machen) und der Saloninhaber kann seinen Laden umso schneller dichtmachen, weil er preislich mit der Konkurrenz der Schwarzarbeit nicht mithalten kann.


    Jeap damit ist dann wirklich allen geholfen...


    Zitat


    Gegenfrage: Warum funktioniert dieser "Unsinn" fast überall sonst, nur bei uns und einigen wenigen anderen nicht?


    Natürlich. Es ist schlicht und ergreifend eines: Gerecht.


    Wiki ist zwar nicht wirklich zitierfähig aber:
    "In Frankreich, wo der Mindestlohn so hoch ist, dass 15,6 % der Arbeitnehmer betroffen sind, zeigten sich im Unterschied dazu teilweise starke negative Beschäftigungseffekte, vor allem bei Jugendlichen und Frauen. In diesem Land, das laut SVR „hinsichtlich seines institutionellen Regelwerkes auf dem Arbeitsmarkt am ehesten mit Deutschland vergleichbar ist“, seien die Beschäftigungsverluste aufgrund der Anhebung des französischen Mindestlohns allerdings beachtlich. „So ermitteln Laroque und Salanié (2002) einen signifikanten Einfluss des Mindestlohns auf die Höhe der Arbeitslosigkeit.“ [20] Andere Studien ermitteln allenfalls einen geringen negativen Beschäftigungseffekt des SMIC [21]. "


    Der geneigte Leser kann die weiteführenden Links zu den Studien selber nachverfolgen. Daher ist die Aussage es würde woanders auch wunderbar funktionieren so nicht nachvollzieh- oder belegbar. Hilft an dieser Stelle auch nicht das gebetsmühlenartig zu wiederholen.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    In den beiden Links lese ich ganz exakt die Art von Argumenten, aufgrund derer wir eben DOCH einen Mindestlohn brauchen, weil die Mechanismen des Marktes hier nicht funktionieren. Genau dies geht aus beiden Links deutlichst hervor, insbesondere aus dem Ersten. Das Gelabere dieser Tussi, die das Tinkgeld als Lohnbestandteil verstanden haben will, ist unerträglich. Wegen genau solcher Leute brauchen wir einen staatlich verordneten Mindestlohn.


    So unterschiedlich können Auffassungen sein.


    Was kann man aus den Artikeln rausholen:


    Eine Friseurin bekommt in Thüringen 3,18 € Stundenlohn.
    Daneben bekommt sie 30 % des Umsatzes pro Stunde wenn dieser über 12 € liegt.


    Im Durchschnitt kommt ein Berufsanfänger auf 30 € Umsatz die Stunde.


    Heißt auf die 3,18 € kommen noch 30 % von 18 € also 5,40 €. Macht ein Brutto von 8,58 € und liegt damit 1,08 € über dem viel diskutierten Mindestlohn von 7,50 €.


    Trinkgeld als Bestandteil des Gehalts zu sehen ist so sicherlich nicht unbedingt sinvoll (zumal dieser Betrag in den meisten Fällen eh "schwarz" eingesteckt wird), es kommt aber eben noch mal on top, hier 10 - 20 % des Stundenumsatzes, also zwischen 3-6 €. Rechnet man mal vorsichtig mit 4 € die Stunde auf die 8,58 € drauf (und das ist eigentlich ja schon netto) dann sind aus den 3,18 € mal eben 12,58 € geworden. Macht knapp 2000 € brutto (oder 1900 € brutto + 100 € netto Trinkgeld).


    Warum muss da jetzt so zwingend der Mindestlohn her? Sonst wird immer gefordert mal solle Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligen, hier wird das 1:1 über die Umsatzbeteiligung gemacht und das ist dann plötzlich wieder schlimm?


    Was passiert wenn man also medienwirksam 7,50 € oder auch 8 € brutto die Stunde erzwingt?
    1.) Die Umsatzbeteiligung wird kleiner ausfallen oder gestrichen
    2.) Anders als bisher muss der Salon diese Kosten auf jeden Fall tragen, egal ob Umsatz da ist oder nicht. Wenn der Laden nicht läuft was wird der Inhaber dann tun? Genau sich von den "Kostenfaktoren" trennen
    3.) Bei 160 Std./Monat und 8 € kommt die Angestellte dann auf 1280 € brutto und 100 € Trinkgeld hat im Endeffekt also noch weniger Geld als vorher in der Tasche.


    Wem soll so ein Unsinn denn da wirklich helfen? Dem Besitzer sicher nicht und "dem kleinen Mann" doch erst recht nicht. Diese ganze Debatte um Mindestlohn wird viel zu indifferent geführt. Weder ist so etwas der Untergang des Abendlandes aber eben genauso wenig der ultimative Heilsbringer.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Mich würde ansonsten interessieren, wie die Schwarz-gelb-Fans hier im Forum zu Bürgerrechten und Internetzensur stehen. Schäuble und von der Leyen haben ja in der Vergangenheit deutlich vorgelegt - übrigens verfassungsmäßig auch mehr als heikel. Für eine Durchsuchung braucht man einen richterlichen Beschluß. Schäubles Bundestrojaner verstößt gegen dieses Gesetz. Was sagt ihr denn zu diesem Themen?


    Ohne mich jetzt von der politischen Ausrichtung besonders angesprochen zu fühlen:


    Genau solche Postings führen dazu das es hier keine wirkliche Auseinandersetzung zu politischen Themen gibt, wie auch schon von Jochen angesprochen bzw. bemängelt wurde.


    Ein echter Diskurs findet nicht statt sondern es wird mit Monsterpostings vehement versucht die eigene Position zu verteidigen, gepaart mit derartig provokanten Fragestellungen erübrigt sich es für andere User sich da einzuklinken. Genauso könnte man die "Linken-Fans" fragen wie sie es denn finden, dass es innerhalb der Partei Personen gibt die den Mauerbau immer noch für eine tolle Sache halten, wieso die geforderte Verstaatlichung von Banken und Unternehmen diesmal was anderes ist als in der DDR oder warum die auf Ihrer Homepage Zitate von Karl Marx aus "Das Kapital" bemühen wenn sie doch mit Kommunismus nichts am Hut haben wollen....


    Und Nein, darauf soll jetzt bitte keiner versuchen ernsthaft zu antworten, es sollte lediglich ein bildlicher Vergleich sein, warum derartige "Diskussionen" von Anfang an sinnlos sind.


    Interessant (und das ist jetzt völlig wertfrei gemeint) ist die Meinung der Friseuere(Verbände) zum Thema Mindestlohn:


    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    http://www.hairblog.eu/2007/02…tlohn-im-friseurhandwerk/

    Zitat

    Original geschrieben von SvenBln
    Kann es sein, dass man das INF3 nur im Handel, also z. B. Schreibwarenladen, erhält?


    Der Mensch am Zoll-Telefon meinte ich müsse das mitbringen...


    Welcher Mensch? Der vom IWM in Dresden oder beim lokalen Zollamt?
    Der in Dresden hat im Zweifel keine Ahnung ;)


    Am Flughafen sind die Vordrucke i.d.R. vorhanden, aber nicht bei jedem lokalen kleinen Zollamt.

    "Der Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses hat zu enthalten: Bezeichnung von Gläubiger (Bankverbindung nicht vergessen) und Schuldner, die beizutreibende Forderung des Gläubigers (auch Teilbeträge möglich) und die zu pfändende Forderung des Schuldners an den genau zu bezeichnenden Drittschuldner. Die zugrunde liegende Forderung ist genau nach Kosten, Zinsen und Hauptsache aufzuschlüsseln (außer bei Vollstreckung aus einem Teilbetrag)."


    http://www.ag-hanau.justiz.hes…f144e9169fc&shownav=false