Beiträge von ChickenHawk

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    Original geschrieben von eisi
    Die einzige Chance deiner Freundin sehe ich, falls jemand mit gleichen Konditionen (befristeter Vertrag) trotzdem weiter beschäftigt wird! Da müßte sie dann "nur noch" nachweisen, daß der AG keine (richtige) Sozialauswahl getroffen hat.


    Um Überhaupt in den Bereich der Sozialauswahl zukommen müsste die Dame aber gekündigt worden sein (§ 1 Abs. 3 KSchG), dass ist hier ja gerade nicht der Fall.


    Durch die Verschmelzung von Fa. A und B tritt die übernehmende Gesellschaft in die Rechte & Pflichte der übernommenen Gesellschaft ein. Entsprechend wird das bestehende befristete Arbeitsverhältnis fortgeführt, allerdings mit dem Hinweis, dass es danach unter dem neuen AG nicht erneuert wird bzw. es keinen neuen Vertrag (egal ob befristet oder unbefristet) gibt. Keine Kündigung, keine Sozialauswahl - keine Chance.


    Selbst wenn es andere AN geben würde die ebenfalls eine Befristung bis zum 31.12.09 hätten und danach einen neuen Vertrag bekommen: Hier ist der AG in seiner Entscheidung frei welchen AN er weiterbeschäftigen will und welchen nicht. Ein Recht auf bevorzugte Behandlung wg. Sozialfaktoren gibt es nicht.


    Der befristet Vertrag wird vom AG erfüllt, Anspruch auf irgendwelche Boni oder Abfindungen hat die Dame nicht, hätte sie aber auch unter dem alten AG nicht gehabt, wenn nach Ablauf des befristeten Vertrages keine Verlängerung oder keine Übernahme in ein unbefristetes AV erfolgt wäre.

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    Original geschrieben von muellix
    Wenn man sich einmal anschaut, was die (=die Linke) genau vor Ort machen, sieht man, dass gerade im Osten diese Partei mit ihren Helfern den Menschen hilft, sei es beim Ausfüllen von Anträgen für Hartz IV/Sozialamt, Organisieren von allem möglichen kleinen Verbesserungen vor Ort etc. pp.


    Selbiges gilt für den Wahlerfolg der NPD, Ausrichtung von Familienfesten, Jugendzeltlagern etc. pp.. An sich ja auch keine verwerfliche Angelegenheit, nur die politische Motivation dabei ist (egal ob ganz rechts oder ganz links) problematisch. "Radikalisierung" egal in welche Richtung ist immer schlecht, denn Verhältnisse wie 1930 braucht eigentlich kein Mensch.


    Davon ab ist es ja schön und gut wenn jemand die Zeit hat bei Hartz IV Anträgen zu helfen, aber damit qualifiziert man sich eben noch lange nicht dafür auf bundespoltischer Ebene zu spielen.


    Ist halt die Frage wohin mit der Stimme. CDU und SPD haben nur bedingt überzeugen können, FDP in Ansätzen gut aber auch zu sehr in ihrer eigenen Welt gefangen, Grüne nur erträglich wenn klein genug um von Koalitionspartner eingefangen zu werden, Linke viel Reden ja Inhalte nein, Ausrichtung mehr als fraglich. Sonstige Krauter - erstaunlich was alles ein Partei sein darf.


    Zu Hause bleiben? Wenn man sich die Wahlbeteiligung der letzten Jahre so anschaut scheinbar die am häufigsten gewählte Alternative. Dabei ist es genauso bedenklich wenn 50% der Wahlberechtigten gar nicht erst zur Urne gehen, dass verzehrt dann die Ergebnisse entsprechend. Selbst wenn eine Partei 25% erhält dann hat sie gerade mal 12,5 % Stimmen aller Wahlberechtigten. Und Parteien die nicht mal 1/5 der Wähler repräsentieren dürfen dann den großen Max markieren.

    Zitat

    Original geschrieben von DJ Wisdom
    und als persönliche Beleidung gegen meine und des Volkes Intelligenz.


    Dann kannst Du das aber gleich mit in den Zitat Beitrag schieben.


    Des Volkes Intelligenz ist ein herrliches Sideroxylon bzw. Oxymoron.
    Denn merke: Eine Herde bewegt sich immer nur so schnell wie das langsamste Tier...

    Und wenn die sich alle nichts nehmen warum verlieren die einen Stimmen und die anderen gewinnen hinzu? Weil man einfach alle paar Jahre mal Pest gegen Cholera tauschen muss damit es nicht langweilig wird?


    Und natürlich muss eine Partei gerade vor einer Wahl irgendwas dem Wähler bieten (wäre ja auch zu einfach wenn man mal tatsächlich Inhalte und nicht nur Phrasen wählen würde), allerdings steht bei CDU und SPD zumindest auch ein Konzept dahinter. Klar ist nicht alles von Hr. Steinmeier 1:1 so umsetzbar, aber auch hier sind sich die Experten einig, dass da auch durchaus sinvolle und gute Punkte enthalten sind. Und bei den Linken? Wer hier nicht mit der Sprache rausrückt kann auch nicht an seinen Aussagen gemessen werden. Immer schön nebulös und unverbindlich bleiben, dann kann man hinterher wenigstens nicht drauf festgenagelt werden. Sonst würde man von der berühmten "Katze im Sack" sprechen, allerdings scheint dies für Wahlen nicht von Interesse zu sein.

    Es geht doch gar nicht um DDR reloaded oder nicht (mal davon ab, dass sich scheinbar einige nicht mehr an Fr. Wegener erinnern ;) ).


    Wir haben derzeit die Situation, dass der Durchschnittswähler von den etablierten Parteien entäuscht ist. Und das Stimmvieh rennt nun mal dem hinterher der vor der Wahl die besten Versprechungen macht. Das ist solange unproblematisch wenn sich die Stimmen in % dann nicht in soweit auswirken, als das da irgendein tatsächlicher Einfluss bei rauskommt. Beim Phänomen Linkspartei kann es aber wirklich mal dazu führen, dass jemand mitregieren darf, der außer ein paar schönen Luftschlössern auf dem Papier kein Konzept, keine Inhalte und am schlimmsten vor allem keine wirklichen Lösungen im Ärmel hat um die gemachten Versprechungen auch einzuhalten (und wenn dann nur fahrige aus volks- und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten absturse Konstrukte).


    Wenn CDU oder SPD deratige Wahlkampf betreiben würden wäre ganz D am meckern: "Ja ja kennen wir ja schon, erst viel versprechen und dann nichts halten..."


    Warum aber scheinbar ein Großteil der Bevölkerung dasselbe Konzept bei der Linken nicht durchschaut bleibt ein großes Rätsel. Scheinbar muss der Wähler erst einmal mehr auf die Schnauze gefallen sein bevor er den schönen Worten nicht mehr traut.

    Nun ja die Zahlen die die Linken in den Landtagen in denen sie was zu melden haben vorweisen können sprechen da eine andere Sprache. Desolater geht es kaum noch.


    Und vor allem muss man sich darüber im klaren sein:
    Ja es war in den letzten Jahre alles andere als rosig. Gysi und Konsorten würden aber anders als versprochen nicht für die blühenden Wiesen und Felder sorgen, sondern die Abwärtstrend der Vergangenheit noch rapide beschleunigen.


    Von daher kann man sich aussuchen ob man lieber langsam und stetig oder gleich mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand fahren will. Ich persönlich würde die Variante A bevorzugen.

    Zitat

    Original geschrieben von Akway
    Und was ist mit den Unternehmen die wieder nach D zurückgekehren, weil die gemerkt haben, dass die Qualität im billigen Ausland doch nicht so das Wahre ist :eek:


    Wir reden hier ja nicht über Experimente bei denen irgendwer nach China oder sonstwo in die Weltgeschichte gegangen ist um mit veralteter Technik Schrott zu produzieren.


    Die Qualität in Luxemburg ist bestimmt nicht schlechter als die im Saarland. Oder siehe Nokia in Rumänien, die bekommen dort jede Menge Zucker und Geld in den Hintern gepustet und bauen auf der grünen Wiese ein top modernes Werk. Die Qualität dort ist sicherlich nicht besser oder schlechter als das was in Bochum produziert wurde.


    Es bringt daher auch nichts zu lamentieren wir gemein und unfair das doch alles ist, man muss sich eben einfach mal mit der wirtschaftlichen Realität auseinadersetzen auch wenn es wehtut und das eigene Parteiprogramm ad absurdum führt.


    Reisende soll man nicht aufhalten? Und was machen die Beschäftigten von Boch im Saarland? Wenn sich tatsächlich so ein Trend entwickelt, dann haben wir in D demnächst nicht mehr 4 Mio. Arbeitslose sondern eher so 8-10 Mio. Die wollen auch leben und vom Staat unterstützt werden, blöd nur wenn keiner oder kaum einer mehr da ist, der noch normal arbeitet um damit überhaupt Geld reinzubringen um den Rest finanzieren zu können.

    Ganz ehrlich:
    Was soll man denn auch anderes erwarten? Derartige Überlegungen gibt es seitens der Unternehmen doch schon länger und gerade in der momentanen Situation wird halt häufiger darüber nachgedacht, wenn auch nicht überall so laut.


    Das Problem ist dabei eben auch, dass Politiker (speziell so einige Luftpumpen von den Linken) scheinbar immer noch nicht verinnerlicht haben, dass wir in D eben nicht mehr in einem Tal der Glückseligkeit hocken und die Regierung tun und lassen kann was sie will. Ist zwar prima wenn man Gesetze erlassen kann die in D gelten, dumm nur dass wir mittlerweile eben in der vielzitierten globalen Wirtschaft voll mit drinhängen, ob es uns passt oder nicht. Es gibt genügend Länder die deutschen Unternehmen/Standorten den roten Teppich ausrollen würden (siehe Nokia) wenn sie denn umziehen wollten. Und zwar weil man dort verstanden hat das so ein AG zwar nicht für alle und jeden der Heilsbringer sein kann, aber dort ist man halt schon froh wenn man ein paar hundert Leute mehr in Lohn und Brot hat.


    Sollte die Linke wie auch immer es schaffen bei der Bundestagswahl an eine Regierungsbeteiligung zu kommen wird sich zeigen wohin die Reise geht.


    Entweder sie fahren einen gemäßigten Kurs weil sie eigentlich genau wissen, dass vieles von dem was sie derzeit proklamieren nicht realisierbar ist und verschwinden nach 4 Jahren dann wieder in der Versenkung weil das geneigte Wahlvolk und der kleine Mann entäuscht ist, dass die ach so tollen Versprechen vom Reichtum für alle nicht eingehalten worden oder


    Sie ziehen ihr Ding "voll" durch und dann wird Boch nicht das einzige Unternehmen sein, dass schnellstmöglich die Kurve kratzt. Die Unternehmen sind auf D schon lange nicht mehr angewiesen, D dummerweise aber auf die Unternehmen (auch wenn man es nicht gerne hört). Von daher sollte man sich lieber vorher ganz genau überlegen wie sehr man die eigenen Stützen ärgert - das Beispiel mit den 10 Herren beim Essen ist da schon nicht ganz verkehrt.
    Auch dann wird der Wähler nach vier Jahren diesem Unfug ein Ende bereiten, dummerweise sind dann die Unternehmen aber schon lange weg und werden danach auch sicher nicht wieder zurückkommen.


    Das ist jetzt sicherlich eine etwas überspitzte Darstellung, aber grundlegend nicht von der Hand zu weisen wenn man bei dem was so aus verschiedenen Kreisen auf Unternehmensseite zu hören ist mal zwischen den Zeilen liest.


    Und bevor jetzt hier das Geschrei gleich wieder groß ist:
    Nein das soll nicht heißen, dass man den Unternehmen oder der Wirtschaft absolut freie Hand lassen muss oder sollte damit sie tun und lassen können was sie wollen. Ein Land darf sich da nicht erpressbar machen, aber:
    Derzeit haben wir im politischen Spektrum eigentlich kaum etwas zu bieten was die Realitäten vernüftig einschätzt und maßvoll an derartige Themen herangeht.
    Und das ist leider in vielerlei Hinsicht gefährlich.