Zitat
Original geschrieben von StebuEx
Ich warte immer noch auf Deine Interpretation.
Dann warte mal schön weiter, denn ich werde hier nichts interpretieren (oder anders ausgedrückt die Glaskugel befragen). 
Mal abgesehen davon, dass es doch etwas sehr gewagt und anmaßend ist ein Schreiben von einer unbekannten Person und Firma beurteilen zu wollen (es ist ja schon ein Unterschied ob das Zeugnis von Liesschen Müller von der Meyer OHG oder von Patrizia Schulze von der Siemens AG geschrieben wurde), stellt sich letztendlich immer noch die Frage nach dem Sinn des ganzen.
Ok wer sonst keine Hobbys hat dem macht das evtl. Spaß, einen wirklichen Nutzen bringt das aber nicht.
Fakt ist nunmal:
1.) Arbeitszeugnisse müssen dem AN gegenüber wohlwollend formuliert sein (vom Gesetzgeber vorgegeben) -> Du wirst nie ein Zeugnis sehen in dem jemandem bescheinigt wird, dass er eine Vollpfeife ist.
2.) Die "Geheimcodes" waren evtl. mal bei denen die sich das ausgedacht haben so in den frühen 80ern geheim. Heutzutage kennt das Prinzip doch nun wirklich schon jeder -> auch hier werden sich AG tunlichst hüten irgenwelche Klauseln reinzusetzen die zum Streit mit dem AN führen könnten bzw. vermeintlich wirklich schlecht Noten rüberbringen
3.) In Zeiten von steigendem Leistungsdruck und der Verfügbarkeit entsprechender technischer Mittel ist lt. Erhebungen etwa jedes 3-4 Zeugnis geschönt um nicht zu sagen gefälscht (man erinnere sich noch an die Dame im HH die als Kinderärztin arbeitet ohne je einen Abschluss in Medizin zu haben).
Soviel also zur Aussagekraft von Zeugnissen.
4.) Bewerber versuchen sich immer im besten Licht zu präsentieren, da wird aus dem bedienen des Kopierers in der Buchaltung schnell eine verantwortungsvolle Tätigkeit im "Finance Management".
Schlechte oder nicht so gute Zeugnisse und Bewertungen werden den Bewerbungen daher gar nicht erst mitgegeben (wobei einige Bewerber die Personaler scheinbar auch für blöd halten, schließlich bemerkt man i.d.R. als erstes die Dinge die nicht dabei sind).
Persönlich lese ich max. die Tätigkeitsbeschreibung der Zeugnisse, den ganzen anderen Schmarn kann man sich aus den o.g. Gründen eh schenken. Sofern ein Bewerber nach dem ersten Durchlauf als potentiell geeignet erscheint wird der Kandidat angerufen und mal fühlt im mal 5-10 Minten auf den Zahn. Das ist mehr wert als die Zeugnisse der letzten 5-10 Jahre und man bekommt sehr schnell einen Eindruck ob der was taugt oder nicht.