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Original geschrieben von arne
Sehr provokativ, denn jeder hat da einen anderen Weg, um hier zu ich selbst zu finden. Ich würde den Weg definitiv nicht ohne GPS Gerät machen, allerdings nicht um zu navigieren sondern um meinen Weg hinterher nachvollziehen zu können und mir die zurückgelegte Strecke anzeigen zu lassen.
Und um mal provokativ zu bleiben: Genauso könnte ich mich in den Linienbus vor der Haustür mit dem GPS setzen um festzustellen welche Strecke ich gefahren bin und ob die km-Angaben der Stadwerke zur Strecke auch passen. Der Jakobsweg hat in den letzten Jahren einen unglaublichen Boom erlebt, durch die vielen Touristen und nicht auch zuletzt durch einiges an Fördergeldern aus Deutschland ist der Jakobsweg in der Tat einer der am genauesten beschriebenen und kartographierten Wanderwege die es derzeit gibt. Für jede Etappe gibt es ein Höhenprofil und ich würde fast vermuten für jede einzelne GPS Koordinate mindestens 1 Bild bei Google.
Wer nun seinen persönlichen Spaß daraus zieht bereits vielfach gemachte Feststellungen durch das eigene GPS zu bestätigen soll sich bitte keinen Zwang antun, nur genauso kann man einen schnelle Blick in den Reiseführer werfen und hat genau diesselben Erkenntnisse... (Der eine schaut halte wenn er nach dem aktuellen Wetter gefragt wird bei http://www.wetter.xx, der andere schaut einfach aus dem Fenster.) Aber: Auch wenn heutzutage "die Massen" über den Jakobsweg trotten darf man den Weg nicht unterschätzen. 800 km oder mehr (für diejenigen die die Hardcorevariante wählen) haben so manchen Hobbywanderer schon die Tränen in die Augen getrieben. Und das letzte an das man denkt wenn man sich in sommerlicher Hitze die Pyrenäen oder den Oceibreo hochgeschleppt hat ist sich vom GPS bestätigen zu lassen was man denn den Tag über geleistet hat. Das werden Dir Deine Knochen schon von ganz allein erzählen.
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Original geschrieben von real_proximus
Gut gebrauchen kann man:
- Blasenpflaster (!!)
- Gute Socken (sehr wichtig)
- eine trennbare Hose (verschiedene Beinlängen per Reißverschluss)
- Hirschtalg für die Füße
- eine kleine Reiseapotheke
- 2 verschiedene Reiseführer, weil nicht in jedem alles gut ist, 2 verschiedene ergänzen sich prima
- Wasserreinigungstabletten, weil man das Wasser aus dem Wasserhahn nicht trinken soll
- einen Flaschenöffner
- ein gutes Messer
- Sonnencreme
- Wasserflasche oder besser ein Wasserbeutel mit Schlauch für den Rucksack
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Hierzu einige Erfahrungen aus der Praxis:
- bitte nicht die von Hansaplast, besser Compede oder in der Apotheke fragen was die vorrätig haben
- genauso wie Schuhe, nicht blind kaufen oder bestellen, lieber im Shop vor Ort beraten lassen
- kann man so unterschreiben, allerdings auch hier auf Qualität achten, es muss nicht das 120 € Modell von Fjällräven sein, aber evtl. auch nicht das 19,99 € Angebot von Ebay
- hier scheiden sich die Geister, die einen schwören drauf die anderen halten es für den größten Mist. Letztlich muss man selbst austesten und entscheiden ob es einem eher hilft oder die Sache nur schlimmer macht
- vor allem auf Gewicht achten und nur das nötigste mitnehmen, auch wenn man glaubt sich irgendwo im nirgendwo zu befinden - ja auch in Spanien gibt es Apotheken (man beachte bitte bei der Frage nach dem Weg die korrekte Aussprache "Pharamacccciaaaaa"
)
- imho völlig überflüssig, auf dem Weg gibt es genügend trinkbares Wasser. Bevor ich mir mit irgendwelchen Tabletten ungenießbares Wasser halb ungenießbar mache kaufe ich mir beim Dorfkiosk eine abgefüllte Gallone und gut ist
- "dieser Zaun sei mein Flaschenöffner..."
- kann nicht schaden, aber auch hier ist weniger mehr, Klinge und Schere reichen hin, das 73teilige Armeemesser mit Lupe und Teleobjektiv braucht kein Mensch
- neben dem Sonnenschutz für die Haut vor allem auch den Kopf nicht vergessen, wer im Frühjahr oder Sommer läuft sollte immer etwas auf der Platte haben
- wer Flaschen mit sich trägt trinkt erfahrungsgemäß erst wenn er Durst hat (nach 20 km wird das absetzen des Rucksacks doch echt lästig) Streamer sind besser weil man einfacher und kontinuierlich Flüssigkeit zuführen kann bevor das Durstgefühl aufkommt