Beiträge von ChickenHawk

    Du weißt doch:


    Nirgendwo wird soviel gelogen wie bei der Gehaltsangabe und Größe der Geschlechtsteile ;)


    Die harten Fakten liegen zwar auf dem Tisch, das hindert aber scheinbar viele nicht daran nach eigenen Angaben in ganz anderen Sphären zu schweben. Gehalt ist genau wie der dicke Schlitten von der Tür ein Zeichen von Erfolg und Macht, von daher legt man in der Regel immer eine Schippe drauf um auch ja gut darzustehen.


    Wir haben ein Durchschnittseinkommen der erwerbstätigen Bevölkerung von rund 40.000 € im Jahr als rund 3.300 € brutto monatlich. Man bedenke, Durchschnitt heißt es gibt welche die liegen drüber, es muss aber auch welche geben die drunter liegen und das geht vom 20 jährigen Berufsanfänger bis hin zum 61jährigen in seinen letzten Jahren. Komischerweise trifft man viel häufiger auf Personen die nach eigenen Angaben eher drüber als drunter liegen, auch wenn man aufgrund des Jobs (öffentl. Dienst, Lehrer oder was auch immer) genau weiß was die Person verdient und also weiß das man belogen wird.
    Was nun jemand davon hat sich um ein paar hundert oder tausend Euro nach oben gegenüber seinem Umfeld zu korrigieren bleibt mir zwar schleierhaft, aber scheinbar gibt man lieber zu die eigene Frau/Freundin betrogen zu haben als korrekte Angaben über das Gehalt zu machen.

    Zitat

    Original geschrieben von TM1
    Tja, aber wenn man mal ehrlich mit sich selbst ist, kommt man doch nicht umhin da ein mehr oder weniger grosses Verständnis für die Überlegung aufzubringen, ob man für 200€ (oder weniger!) tatsächlich arbeiten möchte.


    Nun ja aber das ist ja dann auch sehr kurzfristig gedacht, schließlich steigen die Gehälter ja je länger man im Job ist und die "Differenz" wird entsprechend größer.


    Mal davon ab, dass man auch nicht überdramatisieren darf. 1.700 brutto sind bei Lst. Kl. 1 rund 1150 € netto, 2000 € brutto wären um die 1.300 € netto.
    Das man davon keine 3 köpfige Familie ernähren kann oder ein Haus finanzieren ist wohl klar, wir reden hier aber von Berufseinsteigern um die 20.
    Da braucht man eine Wohnung (450 € incl. Nebenkosten/Monat) ein Auto (250€/Monat) und was zu beißen (200 €) und das wars, bleiben also zwischen 150-300 € "Spielgeld" für Handy, Urlaub, Kneipe oder was auch immer. Man kann davon also schon leben, große Sprünge sind da naturgemäß nicht drin.
    Dafür gibt es aber nach spätestens 12-18 Monaten dann ja auch den ersten Gehaltssprung und es bleibt wieder etwas mehr über.


    Natürlich wäre es schön wenn man jedem Berufseinsteiger 2.500 € geben würde, aber das ist eben nicht drin weil das Angebot dann doch immer die Nachfrage übersteigt.


    Und ich denke gerade beim IT-Systemkaufmann darf man das "IT" nicht zu hoch hängen, von wg. die IT Branche sucht gerade viele Leute und zahlt viel. Es ist richtig, dass qualifizierte Spezialisten derzeit nicht den schlechtesten Stand haben, die Systemkaufleute gibt es (nicht zuletzt dank sinnloser Umschulungsmaßnahmen der Arge) aber wie Sand am Meer. Da muss man erstmal dem AG zeigen, das man was auf dem Kasten hat bevor mit den großen Geldbündeln gewunken wird.

    Zitat

    Original geschrieben von Kanalratte
    Hmm... dann hab ich wohl ne falsche Vorstellung für Berufseinsteiger. Dachte eigentlich, dass man im kaufmännischem mit 2500 schon ein Dumpinggehalt hat....


    Schön wärs, es gibt sicherlich einen Haufen Berufsanfänger die bei 2.500 € vor Freude die Tränen in den Augen hätten, egal ob jetzt Industriekaufleute, Kaufmann f. Bürokommunikation oder selbst die Bankkaufleute.

    Glück muss man eben auch mal haben ;)


    Aber die von Dir vorgeschlagenen 2.600-2.800 € sind da auch noch etwas zu hoch gegriffen. Wenn ich das richtig im Hinterkopf habe ist Systemkaufman ein "normaler" Ausbildungsberuf und im kaufmännischen Bereich startet man eben irgendwo um die 2.000 € aber nicht mit fast 3.000 € (das ist eher dann schon der Einstiegsbereich für FH-Absolventen).

    Mit den genannten 2.100 € brutto liegst Du schon nicht verkehrt oder eben 25.000 €/Jahr.


    Alles was darüber hinaus geht wäre dann doch etwas vermessen, die 3.000 € die hier in den Raum geworfen worden sind in dem Job wohl eher eine äußerst glückliche Aussnahme aber bestimmt kein Maßstab für Berufsanfänger.


    Eine gute Orientierung gibt es auch hier:


    http://www.gehalts-check.de/ge…FE/BG_2/GR_213/GB_M_1.HTM


    http://www.gehalts-check.de/ge…UFE/BG_2/GR_213/B_213.HTM

    Das sich die Dame von sich aus meldet ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Warum daher nicht etwas warten wie die Reaktion der Versicherung aussieht? Sollte da irgendwas komisch sein kann man sich immer noch an den RA seines geringsten Mißtrauens wenden.


    Das nun nachtraglich der Polizei zu melden hilft erstmal nur bedingt die waren schließlich nicht vor Ort und konnten nichts dokumentieren, entsprechend "engagiert" wird der Beamte wohl auch reagieren. Sollte die Unfallverursacherin daher tatsächlich auf Krawall aus sein könnte sie genauso gut behaupten die Darstellung der Geschädigten sei komplett falsch etc. pp.

    Zitat

    Original geschrieben von diger
    Wer aber normal fährt, und es kommt zu einer brenzligen Situation, dann kann es mit ABS nur besser werden.


    Das bestreitet ja auch keiner, die Ausgangsfrage war ja aber ob ABS "Pflicht" sei und die kann man nur mit Nein beantworten. Wenn man es hat schön und gut, wenn man es nicht hat bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass man stürzen wird.


    Man muss da sicherlich auf Differenzieren:


    Eine Vollbremsung ist jederzeit auch mit einem nicht-ABS Motorrad möglich, man muss zwar erst ein Gefühl für die Bremse entwickeln aber dafür gibt es ja schließlich auch die Fahrschule und entsprechende Trainings (beim ADAC wird ja sogar bewusst das Bremsen bis zum blockieren der Räder bzw. bis zum durchschlagen auf den Block geübt).


    Eine Panikbremsung aufgrund einer Gefahrensituation ist nicht planbar und daher wesentlich riskanter als eine gewollte und geplante Vollbremsung.
    Hier hat das ABS sicherlich einen Vorteil, einfach weil ein Teil der Überreaktion des Fahres kompensiert werden kann. Ein Freifahrtsschein ist das aber auch nicht, wenn es plötzlich so eng auf der Straße wird kann das ABS auch nicht alles retten. Das Aufstellmoment in Kurven wurde ja auch schon angesprochen.


    Von daher ist es immer noch am besten so vorausschauend zu fahren, dass man derartige Situationen nach Möglichkeit vermeiden kann.

    Der Spaß an Cruisern oder Choppern vergeht einem spätestens beim fahren ;)


    Und bisher ging es jahrelang für Fahranfänger auch ohne ABS, wieso sollte das plötzlich nicht mehr gehen? Klar ist ABS beim Motorrad "nice to have" aber es ist genauso möglich sich mit seiner Maschine und deren Bremsen entsprechend vertraut zu machen, dass man auch ohne auskommt.


    Solange "nur" das Hinterrad blockiert ist das nicht so wild, das gibt halt ein paar schöne Streifen auf dem Asphalt. Schlimmer ist es das Vorderrad zu überbremsen, wenn das steht liegt man automatisch.

    Zitat

    Original geschrieben von Lobo
    Bei beiden Unfällen trug ich übrigens eine Dainese-Lederkombi mit extra Rückenprotektor, einen 600 Euro Helm und entsprechende Stiefel.


    Trotzdem fahre ich kurze Strecken innerorts schon mal mit Jeans und Motorradjacke, schrieb ich ja auch schon .. wer meint ich sei merkbefreit - auch gut.


    Und was meinst Du wäre los gewesen, wenn Du nicht mit derartiger Bekleidung unterwegs gewesen wärst? Dann wäre nicht der Gehstock sondern der Rollstuhl Dein Freund oder schlimmstenfalls könntest Du hier gar nicht mehr posten, weil Du Dich auf nem Friedhof liegen würdest.


    Ich persönlich kenne leider zu viele Beispiele bei denen die "Ist ja nur eine kurze Strecke und auch nicht schnell" Einstellung fatale Folgen gehabt hat.
    Natürlich wären die entsprechenden Unfälle auch mit anderer Bekleidung passiert, allein die körperlichen Schäden wären wohl geringer ausgefallen.


    Eine junge Dame mit kaputter linker Körperhälfte und ein relativ junger Familienvater mit kaputten Beinen sind mir persönlich "Beweis" genug, dass auch kurze Strecken ausreichen um sich mit Jeans auf dem Motorrad das zukünftige Leben unnötig schwer zu machen.


    Wenn Du der Meinung bist Du kannst das für Dich vertreten ist Dir das ungenommen, Du wirst aber nicht abstreiten können, dass wenn man das objektiv und nüchtern betrachtet es einfach nur leichtsinnig und *Verzeihung*
    etwas hirnrissig ist. Zwischen Risiko und unnötigem Risiko besteht immer noch ein großer Unterschied.

    Zitat

    Original geschrieben von Lobo
    Wie gesagt: dann zieh auf dem Rad am besten auch Vollederkombi mit Rückenprotektor, Kevlaerhandschuhe und Integralhelm an.
    30 km/h fahre ich auch mit dem Rad .. auch mal schneller.


    Stecken wir jetzt also am besten alle 16jährigen Rollerkids in Airbagjacken und Dainese-Rennkombis.


    Bei Deiner Einstellung sollte man generell überlegen ob das Motorradfahren das richtige Hobby ist !? ;)


    Wenn man auf dem Zweirad mit solchen Geschwindigkeiten unterwegs ist sollte man sich in der Tat im Sinne der eigenen Gesundheit überlegen, ob man sich nicht sinvolle Bekleidung zulegt. Ein Helm sollte fast schon Pflicht sein, als Zweiradfahrer ist man immer der schwächere, nicht zuletzt sind die meisten fatalen Fahrradunfälle die mit Kopfverletzungen.


    Und natürlich muss es nicht für jeden die maßgeschneiderte Schwabenleder Kängure Kombi sein, Cordura tut es da ggf. auch. Es gibt zwischen Vollkombi und Jeans&T-Shirt aber für jeden Zweck die passende Schutzkleidung.


    Und wieso sollte so eine Einstellung nicht mit dem Hobby zusammenpassen? Was ist falsch daran wenn man das Risiko bei einem eh nicht ganz ungefährlichen Hobby versucht zu minimieren? Ich finde eher die andere Ansicht:
    "Motorradfahren ist eh gefährlich, da kommt es also auf die Kleidung nicht so an" eher unpassend.


    Ich wurde selbst mal innerorts an einer Kreuzung mit Tempo 40 von einem Auto "erlegt". Dank der entsprechenden Klamotten hatte ich einen Totalschaden an der Maschine, aber körperlich nicht mal nen blauen Fleck. Mit Jeans hätte das wahrscheinlich anders ausgesehen. Und wer sich mal mit einer Jeans und einem Mofa auf einem Schotterweg bei 20 km/h langgelegt hat wird höchstwahrscheinlich auch nicht mehr so durch die Gegend fahren (oder ist sonstwie einfach merkbefreit).