Beiträge von ChickenHawk

    Zitat

    Original geschrieben von kinslayer
    In der Regel werden Abtrünnige gemieden von den ZJ wie die Pest.
    Aussteiger die vom psych.Druck berichten,tun dies meist oft weil sie enttäuscht, wütend sind das alle früheren Bekannten (ZJ) den Kontakt abbrechen.


    Aber würde mich nicht wundern wenn hier gleich ein Aussteiger berichtet wie er fertig gemacht wurde. Aber zurzeit sind hier 2 ExZJ die ohne Problem „relativ“ rausgeflogen sind.


    Also sind alle Berichte von Aussteiger oder "undercover" Reportern nur erstunken und erlogen, weil sie bockig sind, dass sie nicht mehr bei dem Verein mitspielen dürfen? Schon klar. Und die Mutter die ihre 3 Kinder nicht mehr sehen darf, weil sie bei den ZJ ausgestiegen ist stellt ihre Lebensgeschichte auch nur ins Netz, weil sie mal etwas Aufmerksamkeit wollte?


    Im Prinzip läuft es doch darauf hinaus. Die ZJ sind eine furchtbar liebe und aufopfernde Gemeinschaft die nur von der bösen bösen Welt und den fiesen Menschen die auf ihr leben drangsaliert wird.


    Niemand wird behaupten, dass alle ZJ gemeine Stalker sind, die Personen die sich von der Organisation lossagen verfolgen, aber genausowenig kann man auf der anderen Seite so tun, als seien derartige Vorgehensweise nicht existent.


    Allein schon die Vorgabe "Wer nicht mehr nach unseren Regeln spielt den habt ihr als Mitglieder zu meiden" ist doch völlig paradox. Warum darf/kann ich keinen Kontakt mehr mit einem langjährigen Freund haben, nur weil er nicht mehr ZJ sein will? Bei einer echten Freundschaft sollten solche Nebensächlichkeiten keine Rolle spielen, alles andere müsste man sonst eher Zweckgemeinschaft statt Freundschaft nennen.


    Und ja natürlich kann man sich über eine Bluttransfusion mit Krankheiten anstecken. Genauso kann man beim überqueren der Straße vom Laster überfahren werden. Beides sollte nach Möglichkeit nicht passieren, lässt sich aber trotzdem leider nie verhindern. Das jetzt aber als "Contra" Blutspende-Argument zu verwenden ist einfach lächerlich.


    Ob ich eine "verseuchte" Blutkonserve erwische, darauf habe ich keinen Einfluss (mal ganz davon ab, dass hier in D der "Skandal" in den 80er Jahren war. Mittlerweile gibt es ganz andere Kontrollsysteme und Sicherheitsstandarts.) Die Chance nun gerade der Unglücksrabe zu sein liegt aber im Promillebereich. Bei bestimmten Operationen braucht man eben Konserven, sonst stirbt der Patient.
    Lehne ich derartige Dinge also ab, bin ich definitiv dran Aus Ende.


    Deine Argumentationskette würde sich daher auch so beschreiben lassen:
    Ich sitze auf einer einsamen Insel ohne große Vorräte und werde das wohl nicht überleben. Jetzt kommt ein Schiff vorbei. Mein Glauben verbietet mir aber Schiffe zubenutzen, denn schließlich könnte so ein Schiff ja auch untergehen.
    Ich verzichte also auf das Schiff und hoffe darauf, dass ich durch eine göttliche Fügung oder spontane Selbstverbeamung doch noch gerettet werde.
    Und das sowas mit Verlaub doch eigentlich Humbug ist, dass hat nichts mit Glauben zu tun sondern dass sollte einem eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen.



    Ansonsten findet man hier auch noch einen netten Bericht was die Führungsetage des Vereins denn so mit ihren Geldern macht:
    http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGFin2.pdf (Achtung 3,5 MB 32 Seiten)
    Und jaja ich weiß, keine seriöse Quelle und eh wieder nur Geschwafel von frustrierten Exmitgliedern die nicht mehr gerettet werden.


    EDIT
    Da habe ich zu lange geschrieben, die Quellenthematik ist bereits erörtert worden.

    Zitat

    Original geschrieben von subbasebbel
    Aber die Leute dann als gestört hinzustellen, finde ich für falsch und übertrieben. Sie gefährden immerhin nur sich selbst dabei und keinen ausenstehenden.


    Und das ist so einfach nicht richtig. Es gibt genügend Aussteiger die aufgrund der Anschauung der ZE nach ihrem Abschied massive Probleme bekommen haben und auch unter psychischen Druck gesetzt und bedroht wurden. Da werden durch dieses Weltbild eben auch Leute "gefährdet" und verletzt die nicht mehr dazu gehören wollen.


    Und spätestens an dieser Stelle hört es auf. Ja jeder soll glauben können was er/sie für richtig hält. Und wenn jemand meint er muss sich selbst Schaden zufügen weil das Gottgewollt sei, von mir aus, solange er damit auch wirklich nur sich selbst schadet. Was aber nicht sein kann, dass Personen die sich von dieser Gruppe abwenden wollen dann auf verschiedenste Weisen fertig gemacht werden.


    Wer von der Gesellschaft mit seinem Glauben toleriert werden will, der muss genauso bereit sein zu tolerieren und akzeptieren, dass es eben auch Menschen gibt die anders denken und glauben. Und dass ist oft hier nicht gegeben.

    Immer mehr Ärzte setzen sich in Notfällen (zumindest in der Schweiz) über den "Patientenwunsch" hinweg und auch bei uns gibt es die Tendenz auf religiöse Befindlichkeiten im Notfall keine Rücksicht zu nehmen. Wäre bestimmt auch in interessanter Prozess, wenn jemand ein Krankenhaus darauf verklagt, dass es einem das Leben gerettet hat ;)



    Seitens des BSG gibt es z.B. auch ein Urteil, dass wenn jemand nach einem Arbeitsunfall die ihm angebotenen medizinischen Möglichkeiten ablehnt und bei der OP stirbt, die Hinterbliebenen keinen Anspruch auf die Zahlung einer Hinterbliebenenrente von der Berufsgenossenschaft hat. Eine durchaus begrüßenswerte Entscheidung. Wer selbstverschuldete solche Risiken in Kauf nimmt kann dann hinterher nicht dafür auch noch die Hand aufhalten wenn es tatsächlich schief geht.


    Für einen "Normaldenker" sind solche Verhaltensmuster wohl eh nie nachzuvollziehen. Nur weil irgendjemand mal eine Stelle in einer Schrift auf eine bestimmte Art und Weise ausgelegt hat soll man deswegen den Tod in Kauf nehmen? Kritiker vertreten ja auch die Meinung die betreffende Passage sein nur völlig fehlinterpretiert worden.


    Wenn man diesen Gedanken jetzt noch weiterspinnt: Waren es nicht die kath. Christen die der Meinung sind, wer sich selbst tötet kann nur in die Hölle kommen? Ob ich nun von einem Haus springe oder mir in einem Notfall nicht medizinisch helfen lasse, letztendlich treffe ich die Entscheidung ob ich leben oder sterben will selbst, bringe mich also quasi selbst um. Na und auf die Diskussion im Orkus bin ich mal gespannt, wenn den Leuten dann erzählt wird, dass sie aufgrund ihrer Verweigerung nun leider als Selbstmörder gelten und deswegen nur durch die linke Tür dürfen ;)

    Ist nicht so einfach. Denn in der Regel wird vom FA davon ausgegangen, dass wenn Du unbedingt einen Laptop für die Ausübung Deines Jobs brauchst auch einen vom Arbeitgeber gestellt bekommst.


    Die Argumentation, dass man als normaler Angestellter einen privat angeschafften Laptop zwingend und zu 100% für die Arbeit braucht ist nicht gerade einfach hinzubekommen wenn jemand blöde Nachfragen stellt.

    Schon richtig, aber ob man an solchen Vorgaben auch festhält wenn man erstmal blutenderweise auf dem OP-Tisch liegt? Sie selbst war zu diesem Zeitpunkt nicht ansprechbar, wahrscheinlich hatte sie auch nicht wirklich mit diesen Komplikationen gerechnet, frei nach dem Motto "Gott wird es schon richten..."


    Ob sie diese Haltung auch beibehalten hätte wenn der Arzt ihr hätte sagen können: "Frau XY, wenn sie jetzt kein Fremdblut bekommen müssen sie sterben..." bleibt deshalb trotzdem offen.

    Nun ja die Frau hat ja in der Situation gar keiner gefragt, wer weiß wie sie selbst entschieden hätte.


    Viel schlimmer finde ich, dass irgendwelche Angehörige sich das als Entscheider über Leben und Tod aufspielen dürfen. Von den Kindern die jetzt ohne Mutter aufwachsen müssen mal ganz ab.

    Zitat

    Original geschrieben von kinslayer
    Viele haben hier ja schon erlebt das ZJ gestorben sind zufolge Ablehnung von Transfusionen, aber wo bleibt die Presse? Die würde das Thema ausschlachten. Lese täglich die Tageszeitung, wann war der letzte Artikel? Mal ehrlich.


    Z.B.:
    06.11.07
    http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/18702483


    War in diesem Fall nur eben in England und nicht bei uns. Solche Meldungen schaffen es auch nicht in die Tagesschau, aber wer sucht der findet genügend lokale und regionale Meldungen über derartige Themen.

    Mir wären auch 35 € zuviel Geld, wenn die Gegenpartei mit einem einfachen Kreuz auf dem Antwortvordruck "Ich widerspreche der Forderung" und einer Unterschrift die Sache aus der Welt wischen kann.


    Derartige Sachen machen imho nur Sinn, wenn man auch vorhat die Kiste bis zum bitteren Ende, also hier Notfalls bis zur Klage durchzuziehen und das wiederum macht nur Sinn, wenn man auch was in der Hand hat was vor Gericht zieht.


    Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.