Beiträge von ChickenHawk


    Ja spätestens seid sich Schell im Interview "verplappert" hat auch wenn sein Vize am nächsten Tag im Frühstücksfernsehen krampfhaft versucht hat zurückzurudern. Ein eigener TV ist durch den Auftritt von Schell für die GDL in weite Ferne gerückt, war auch nie ein realistisches Ziel und wird auch in den weiteren Verhandlungen kein großes Thema mehr sein.


    Und was die Zeitfrage angeht: Bei Deiner Aussage würde es in jeder BWL/VWL Prüfung jetzt heißen: Setzen Sechs.

    Zitat

    Original geschrieben von Siemensanier
    Soll ich jetzt mal eine fundamentalistische These ins spiel bringen:
    Im Grunde bedeutet dies doch: Wir bewerten die Lebensstunde eines jeden Menschen mit unterschiedlichen Maßstäben. Es ist also nicht jedes Leben gleich viel Wert, auch ohne Berücksichtigung des jeweiligen Leistungsfaktors. Oder?


    Nö so kannst Du das nicht sehen, schließlich ist Gehalt nicht gleich dem Wert einer Lebensstunde. Zeit ist im Prinzip nicht bezahlbar, auch wer viel Geld hat kann sich davon keine Lebenszeit kaufen.


    Der AN "verkauft" nicht seine Zeit sonder lediglich seine Arbeitskraft und die ist eben nach dem von mir beschrieben Beispiel einem Arbeitgeber einen bestimmten Betrag wert.

    Zitat

    Original geschrieben von elena661
      hasenhirn.... hab ich das nun richtig verstanden, das all die Menschen/Arbeitnehmer die nicht lange genug studiert haben, es nicht wert sind ein bisserl mehr verdienen zu dürfen ?!


    Der eine hat mehr, das andere weniger Verantwortung.... aber selbst der "in manchen Augen" unwichtigste Job, hat eine enorme Bedeutung und trägt wohl genauso zu Erfolg bei wie die des Hochstudierten !!!


    Was der Hase dazu jetzt meint weiß ich nicht, aber es ist nun einmal so, dass man Arbeit nicht nach Wunschdenken des AN oder AG bezahlen kann sondern man muss das schon an harten Fakten koppel. Soll heißen jemand der einen Realschulabschluss und eine "normale" 3 jährige Berufsausbildung hat muss zwangsläufig damit leben, dass er in der Regel nicht soviel verdienen kann/wird wie jemand mit Abi und Studium. (Wobei ein Studium auch kein Garant für einen Topverdienst ist.)


    Hauptsächlich ist das eben eine Frage der Substituierbarkeit, im Prinzip kann (fast jeder) der die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt Lokführer werden, man braucht nur jemanden der einem das beibringt. Jobs wie z.B. Nuklearphysiker können aufgrund der persönlichen Leistungsfähigkeit nicht von jedem ausgeübt werden, da fehlt es einfach an Voraussetzungen die nicht durch meachnisches lernen beigebracht werden können.


    Beispiel:
    Von 1000 Arbeitnehmern können als 950 Lokführer werden aber nur 10 Nuklearphysiker. Ergo sind die Lokführer wesentlich substuierbarer (austauschbarer) als die Physiker, was wiederum dazu führt, dass ein Physiker immer mehr Geld verdienen wird als ein Lokführer.


    Das heißt nicht, dass die Arbeit eines Eisenbahners weniger "wertvoll" ist oder weniger geschätzt werden sollte, nur sollte man auch als AN oder Gewerkschafter immer ein realistisches Bild vor Augen haben, was die eigenen Arbeitskräfte anbieten können und was für ein Gehalt dafür angemessen ist.


    Beide Fragen lassen sich durch das lesen dieses Beitrages durchaus beantworten, by the way man kann auch innerhalb eines Beitrags nach Stichwörtern suchen lassen.


    Und dem Zoll gibts Du natürlich das an, was im Paket drin ist sowie die richtigen Wert. ;)

    Zu der ganzen Kiste bzgl. Qualifikation, Verantwortung und angemessener Vergütung habe ich in einem anderen Beitrag schon einiges geschrieben, dass hier alles immer wieder und wieder durchzukauen, nö da habe ich keinen Bock drauf.


    Fakt ist aber:
    So wie es momentan aussieht hat sich die GDL wie vorhergesagt deutlich verzockt, da haben sich Schell und Co. mit Mehrdorn den falschen zum spielen rausgesucht.
    Wäre der gute Mann gerade mal so 45 und frisch im Amt hätte das ggf. anders aussehen können, aber Mehdorn steht eh kurz vor der Pension und hat daher nichts mehr zu verlieren wenn der den "harten Hund" gibt.


    Seit der Vorstand ihm auch noch den Rücken gestärkt hat ist doch schon erstaunlich wie schnell die GDL von ihrer Hauptforderung einem eigenen TV abgerückt ist. (Mal ganz davon ab, dass es durchaus möglich wäre die Lokführer in dem großen TV der Transnet einzubauen (auch als eigene "Gruppe" mit eigenen Tarifvertretern), die Forderung eines eigenen TV ist daher inhaltlich nicht notwendig sondern beruht wohl eher auf internen Querelen der verschiedenen Gewerkschaften.)


    Solange die GLD nicht eine verhandlungsfähige Forderung stellt wird die Bahn hart bleiben, das ganze Theater geht noch 4-6 Wochen weiter und dann gibt es eine Einigung unter dem Dach der Transnet bei 7,5 % mehr für die Lokfahrer und in 6 Monaten spricht keiner mehr drüber. Ergo hätte man sich den ganzen Affentanz sparen können und hätte sich dadurch nicht ohne Not noch mehr Kunden verprellt wie sonst schon durch den "Normalbetrieb"...

    Re: Arbeitgeber verlassen vor Ablauf der Kündigungsfrist


    Zitat

    Original geschrieben von tomi78


    Aufgrund ihrer langen Kündigungsfrist ist sie aber noch bis zum 31.03.08 an ihren jetzigen Arbeitgeber gebunden, der sie auch leider nicht vorher gehen lassen möchte.


    Wie Du sagst, pacta sunt servanda und zwar von beiden Seiten. Ist zwar nicht schön aber man muss auch den AG verstehen der braucht auch eine gewisse Planungssicherheit.


    Wenn ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag nicht erreichbar ist hat sie dort kaum (legale) Möglichkeiten vorzeitig rauszukommen. Zwar gibt es immer Mittel und Wege aber in der Regel nicht, ohne ein (zu) hohes Risiko. Wenn sie irgendwie versucht da auf krummen Touren rauszukommen hat der AG einen Schadensersatzanspruch gegen sie und je nachdem wie das Verhältnis bisher war wird ein AG diesen auch versuchen einzutreiben und sei es nur um den ehemaligen AN zu ärgern. Also kündigen und dann nen neuen Job suchen (wenn diese 3 Monate tatsächlich so das Problem sind.)

    Zitat

    Original geschrieben von Korinthenkacker
    Vielleicht weil ALG II selbst eine pauschalierte Leistung ist und im Gesetz die entsprechende Öffnungsklausel für derartige Kürzungen fehlt? :rolleyes:


    Wenn es nach dir ginge, müsste wohl jeder ALG II Empfänger Buch darüber führen, welche Mahlzeiten er auslässt oder bei Freunden und Verwandten zu sich nimmt, damit er sich nicht auf Kosten der Allgemeinheit doppelt rund fressen kann. :rolleyes:


    Um wieder halbwegs BTT zu kommen:
    Daher wünsche ich jedem Politiker, der diesen Mist mitverbockt hat, dies einmal selbst unter realen Bedingungen auf Alltagstauglichkeit hin überprüfen zu müssen!


    1. Das sieht bspw. das Bayrische Landessozialgericht etwas anders (L11 AS 4/07 vom 19.06.2207), eine höchstrichterliche Entscheidung des BSG ist mir hierzu noch nicht bekannt. Es geht dabei in der Begründung nicht darum, ob das SGB II eine Kürzung der Regelleistung zulässt, sondern ob durch die KH Aufenthalt und die dort erhaltenen "Sachleistungen" als Einkommen zu berücksichtigen sind, welche die Hilfebedürftigkeit mindern. Dies wurde vom Gericht bejaht.


    2. Noch etwas mehr Polemik bitte. Du schmeißt hier wild mit Beispielen um Dich die in dieser Form mit keiner Silbe erwäht wurde. Aber ich übersehe an dieser Stelle höchstwahrscheinlich, dass Du Gedankenleser bist...


    3. Wenn man ein durchweg schlichtes Gemüt hat, dann kann man sicherlich so eine Einstellung haben.

    Zitat

    Original geschrieben von TeddybaerW
    Sofort mit der Arbeit dort aufgehört hätte er auch gern, konnte sich das ( trotz gutem Verdienst ) aber nicht leisten, nachdem man ja heut viel Geld an die Kassen zahlt aber im Gegenzug nur einen Bruchteil zurück bekommt.


    Ok wir sind hier ein wenig OT aber trotzdem:
    Wer 30 Jahre lang im Schnitt 3.000 € jährlich in die KK eingezahlt hat kommt auf eine Summe von 90.000 € "Lebensbeitrag". Wenn man anstatt das in das allg. Krankenkassensystem zu zahlen selber anlegen würde um im Falle eines Falles selbst die Rechnungen für die notwendigen Arztkosten aufzubringen, was meinst Du wie lange dann das Geld reichen würde? Nicht wirklich weit...


    Unser Gesundheitssystem funktioniert nun mal so, dass alle einzahlen, damit einige davon versorgt werden können, in dem von Dir geschilderten Fall hat die Frau mit Sicherheit eben nicht nur "einen Bruchteil" dessen bekommen, was sie oder ihr Mann mal eingezahlt haben.


    Und mit dem "Unfug" meinte ich Aussagen hinsichtlich der Streichung des Essensgeldes. Fakt ist das im ALG nun mal eine pauschale enthalten ist, die für Nahrungsmittel gedacht ist. Wer im KH liegt bekommt dort Essen, ergo muss er sich nichts kaufen, wieso sollte dann die Solidargemeinschaft trotzdem zusätzlich noch für das Essen aufkommen? Man könnte höchstens darüber streiten, ob die Sätze die im ALG für die verschiedenen Posten enthalten sind ausreichen um damit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, oder ob gerade für Nahrungsmittel etc. nicht etwas mehr nötig wäre.


    Und ja der Münte wird in seiner aktiven Zeit genug verdient haben, dass er es sich eben "leisten" kann mit 67 in den Ruhestand zu gehen um bei seiner Frau zu sein. Warum ihm das jetzt negativ ausgelegt wird oder dazu genutzt wird über politische Entscheidungen oder den Sozialstaat an sich zu meckern will mir nicht so richtig einleuchten. Ist wie beim Fußball: Nachtreten ist unsportlich und bringt letztendlich doch sowieso nichts mehr.


    Klar ist es auch keine Entscheidung für die man ihm einen Orden anstecken muss, es gibt (leider) genügend andere Personen die nicht im öffentlichen Leben stehen denen es ähnlich geht da kratzt es doch auch keine wieso und warum die sich für oder gegen etwas entscheiden. Wer auf Politiker und die Welt schimpfen will hat doch genügend andere Zielpersonen im aktiven Dienst an denen man seinen Frust ablassen kann.