Beiträge von ChickenHawk

    Nö das AZ meinte ich jetzt nicht speziell, gibt ja aber mittlerweile genug Urteile und Beschlüsse zu diesem Thema.


    Und klar ist ein "reines" Einwurf-Einschreiben auch noch kein unwiederlegbarer Beweis, ein Übergabe-Einschreiben ist aber anders als der Faxbericht (Indiz) zumindest schon mal ein Anscheinsbeweis der erstmal wiederlegt werden muss.


    Wer ganz sicher gehen will dokumentiert das ganze mit Zeugen (inkl. Inhalt des Schreibens)...

    BGH hat entschieden, dass ein Fax - auch mit positivem Sendevermerk - kein Nachweis bzw. Beweis über den tatsächlichen Zugang des Faxes und dessen potentiellen Effekt (z.B. Fristeinhaltung) darstellt.


    So ein Papier ist max. ein Indiz aber kein gerichtsfester Beweis.

    Also das was da bei schavanplag zu lesen ist ist ja wirklich was schon niedlich...


    Während Herr von und zu G. ja komplette Textpassagen ohne irgendwelche Quellen o.ä. angegeben hat ist bei den meisten (habe jetzt nicht alle "Fundstellen" im Detail gelesen) Punkten die man da so vorgesetzt bekommt bei Fr. Schavan deutlich zu erkennen, dass es sich bei den Abschnitten nicht um eine eigene "geistige Leistung" oder entsprechende Erkenntnisse handelt, sondern sie hat - wenn auch deutlich schlampig - schon herausgestellt, dass die Schlussfolgerungen nicht von ihr selbst stammen.


    Ganz grob gesagt hat sie häufig die Sekundärquelle "unterschlagen" und direkt auf die Primärquelle abgestellt, unsauber und laienhaft keine Frage - aber Betrugsabsicht? Da hätte ich auch meine Zweifel.


    Des Weiteren kann sich wohl kaum jemand von uns hier ein wirklich abließendes Urteil erlauben, hierfür reicht kein Wiki o.ä. sondern man müsste sich hinsetzen und die komplette Arbeit sowie die bemängelten Passagen inkl. Primär- und Sekundärquellen durchackern - insbesondere wenn es darum geht beurteilen und bewerten zu können ob und wie viel dieser Fehler/Plagiate an der eigentlichen eigenen Leistung der Doktorarbeit ausmachen. Sind die kritisierten Passagen wirklich relevant?


    Welche These hat Fr. Schavan eigentlich aufgestellt, wie diese ausgearbeitet und mit welchem Ergebnis? Hierzu schweigt sich auch Schavanplag und Konsorten lieber aus. Spielt es eine entscheidene Rolle ob Nowak zitiert wurde oder nicht? Die entscheidenen Fragen bleiben hier völlig außen vor, Hauptsache man kann medienwirksam jemanden "überführen".


    Ich wage zu behaupten, dass wenn man sich 100 andere Doktorarbeiten von vor 30 Jahren vornehmen würde in min. 95 davon sich ähnliche "Fehler" finden lassen würden. Und dabei müsste man höchstwahrscheinlich noch nicht einmal so weit zurück gehen, ein ähnliches Ergebnis würde wahrscheinlich die Überprüfung von Doktorarbeiten ans Licht bringen die vielleicht gerade mal 5 Jahre auf dem Buckel haben.


    Und so richtig mit Ruhm hat sich die Uni bei der "Aufklärung" hier auch nicht bekleckert:


    "Man muss nur einmal die Plagiatsfälle Guttenberg und Schavan vergleichen: An der Uni Düsseldorf dauerte das ganze Verfahren rund neun Monate. Dass es dabei zu immer neuen Lecks kam und interne Papiere öffentlich diskutiert wurden, war verheerend. Zudem waren von den 17 Mitgliedern des Fakultätsrates sieben nicht selbst promoviert. Gleichzeitig saß in dem Gremium kein einziger Vertreter des Faches Erziehungswissenschaft, in dem Schavan vor 30 Jahren ihre Dissertation verfasst hat. Auf externe Experten hatte man verzichtet, jede Kritik von außen wurde abgewehrt. Im Laufe der Untersuchung hat sich eine ganze Hochschule eingebunkert."


    http://www.zeit.de/2013/07/Sel…nette-Schavan-Doktortitel


    (Ja ja ist aus der Zeit, ändert aber an der Sachlage in diesem Fall mal nichts...)


    Hat Fr. Schavan schlampig gearbeitet? Keine Frage.
    Ist so eine Arbeit ein "magna cum laude" wert? Wohl eher nicht.
    Kann man deswegen aber gleich von "Betrugsabsicht" sprechen? Hier hätte ich meine berechtigten Zweifel.


    Auch ihr ehemaliger Doktorvater sieht das ganze etwas entspannter als die allgemeine Stimmungslage die ja offenbar gerade danach lechtzt irgendjemanden an den nächsten Baum nageln zu können:


    http://www.rp-online.de/politi…fuer-beachtlich-1.3031935

    Hier haben beide Seiten gepennt, es wäre ein leichtes gewesen die RE erstmal unter Vorbehalt zu zahlen und dann auf die Ausstellung der korrekten RE zu pochen.


    So haben sich beide Parteien aber erstmal selbst kräftig ins Knie geschossen und müssen jetzt zusehen wie sie den Karren wieder aus dem Dreck bekommen. Ich würde da aber trotzdem noch mal mit der Buchhaltung des Lieferanten sprechen (ggf. mal den Abteilungsleiter geben lassen) um das Thema endgültig zu klären.

    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Bitte Quelle nachreichen. Verkehrssicherungspflicht gilt also offenbar nicht.


    Klar gibt es die, aber hat der TE die Polizei geholt, den Schaden aufnehmen lassen Fotos gleich nach dem "Unfall" gemacht etc. pp.?
    Wohl eher nicht und damit ist der Drops unabhängig von der Verkehrssicherungspflicht gleich gelutscht. Sonst könnte ja jeder mit ner Macke in der Felge nachträglich zur Gemeinde rennen und behaupten er hätte sich die an Schlagloch XY geholt.



    Und natürlich muss sich der Fahrer die Frage gefallen lassen, warum sein Vordermann aber er selbst nicht in der Lage gewesen ist dem Schlagloch auszuweichen. Bei entsprechendem Abstand etc. ist es nicht damit getan einfach zu behaupten "War für mich nicht verhinderbar..."

    Re: iPad5 - News und Fakten


    Zitat

    Original geschrieben von hawk_nr.1
    Hallo zusammen,
    groß auf Spekulationen stehe ich zwar auch nicht,


    Und warum betitelst Du den Beitrag dann mit "News und Fakten"?


    "Wildes raten und Gerüchte" wäre da deutlich passender... ;)

    Zitat

    Original geschrieben von smile-it.net
    Wenn die Absperrung mit Sinn und Verstand hingestellt wurde macht es für mich keinen Unterschied, ob dahinter eine Genehmigung steht oder nicht.


    Und genau darin liegt das Problem: Bei nichtoffiziellen Absperrungen fehlt eben häufig jeder Sinn und Verstand, sondern es wird nach eigenem Gutdünken und für beliebige Zeiten irgendwas blockiert - da kann man ja auch schon mal 3 Parkplätze für 3 Tage blockieren nur weil man irgendwann in dieser Zeit mal einen Fernseher abholen oder anliefern will.


    Die offiziellen Schilder müssen ein paar Tage vorher aufgestellt werden und regeln dann genau für welchen Zeitraum der Platz benötigt wird, wenn also am Montag zwischen 8 und 16 Uhr der Umzug ist kann ich am Wochenende immer noch auf der Fläche parken wenn ich weiß das ich am Mo. um die Zeit eh weg bin. Bei der "Stuhl mit Flatterbandmethode" wird - wie in diesem Beispiel - eben eine begrenzte Parkfläche für unbestimmte Zeit blockiert ohne das es zwingend notwendig gewesen wäre. Und wenn man jetzt in einer Gegend wohnt wo derartiges Verhalten normal ist kann einem auch schon mal die Hutschnur platzen.