Beiträge von Joe2

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    Original geschrieben von Olzge
    Was ich vielmehr sagen will ist, dass der Artikel doch eindeutig zeigt, dass die USA in keinster Weise an einer friedlichen Lösung des Irak-Problems interessiert waren, die Welt für dumm verkaufen wollten und sich dabei über sämtliche Konventionen des internationalen Miteinanders hinwegsetzten um ihren Krieg zu bekommen. Das ist in meinen Augen ein Kriegsverbrechen.


    Ohne jetzt hier Partei für einen der beiden Kontrahenten ergreifen zu wollen, aber es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass Saddam die gesamte Welt seit Jahren für dumm verkauft hat, immer wieder Finten und vermeintlich Schritte auf den rest der Welt zu gemacht hat, und bei der kleinsten Entspannung war er wieder der Alte mit allem was sein Regime ausgezeichnet hat. Diskussionwürdig ist die o.g. Meldung sicher, aber vorschnell daraus zu schließen, dass die USA gar kein Interesse daran hatte, eine friedliche Lösung zu finden, ist mir zu voreilig. Der Fuchs, der in der Falle ist, frisst auch Kreide und verspricht, fortan keine Schafe mehr zu fressen.

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    Original geschrieben von Olzge
    Ich muß es einfach nochmal aufwärmen, weil mir schon wieder die Hutschnur hochgeht, wenn ich [URL=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,272774,00.html]so etwas[/URL] lese.
    Hoffentlich findet sich mal jemand, der dieser Junta den Prozeß macht!:mad:


    Einen Großteil der Leute haben sie ja schon, aber Saddam für den Prozess zu bekommen, wär natürlich die Krönung ;)

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    Original geschrieben von Doc-b
    Wenn man davon ausgeht, daß ein Studium Bildung (und keine Berufsausbildung) ist, kann man Studiengebühren nicht rechtfertigen.


    Versteh' ich nicht, wo ist die Logik?


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    Original geschrieben von Doc-b Und wen stören eigentlich die Langzeitstudenten? Die sind eh kaum an der Uni, machen vielleicht ein, zwei Scheine pro Semester. Belegen also eher selten mal einen Platz im Hörsaal.


    Der Platz im Hörsaal ist der geringere Kostenfaktor, bedeutender sind Kosten, die für die allgemeine Verwaltung der Studis und die threoretische Vorhaltung von Kapazitäten (Prof./Bücher/etc., die Verteilung der Mittel erfolgt zum teil nach eingeschriebenen Studentenzahlen) anfallen. Aber auch andersherum gefragt, was für ein Interesse hat der Staat daran, solche Leute ein kostenloses Studium zu ermöglichen?


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    Original geschrieben von Doc-b
    Joe2 Und ein "schönes Leben" kann man sich als Student schon lange nicht mehr machen! Versuch mal in Frankfurt innerhalb der Regelstudienzeit fertig zu werden und gleichzeitig ein Zimmer (ca.350 EUR/Monat) zu bezahlen. Essen musst Du auch noch. Dann noch ein paar Bücher. Im Schnitt kostet ein Monat in FfM 800 EUR. Damit gehört FfM zusammen mit München zu den teuersten Studienorten in D.:mad:


    Und wenn man schnell (<> Regelstudienzeit) studiert, dann muss man sogar keine Studiengebühren bezahlen - also wo ist das Problem? Dass München und Frankfurt teure Pflaster zum leben sind, steht außer Frage - aber auch das ist doch nicht Problem des Staats/Bundeslands, oder?


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    Original geschrieben von Doc-b
    Aber offensichtlich hast Du ja eine Druckerei im Keller oder eine Oma im Altenheim (besser gesagt: Du hast die Kontovollmacht !:D


    Es wird immer argumentiert, dass man an der Bildung nicht sparen dürfe, dem würde ich sogar zustimmen. Aber nur unter der Bedingung, dass die vorhandenen Gelder effizienter und effektiver eingesetzt werden: zum einen durch Straffung der gesamten Uni-Verwaltung, zum anderen eben durch eine bessere Verteilung unter den Studierenden.
    Natürlich ist es schwer, sich von Privilegien zu trennen, protestfrei ging das noch nie.

    Nach Lesen des von Mekong verlinkten Artikels frage ich mich "so what?". Wo liegt das Problem, wenn Langzeitstudenten oder Studis, die ein Zweit-Studium machen wollen, Gebühren zahlen sollen? :confused: Es ist doch sicher nicht Aufgabe des Staates, Dauerstudenten den bequemen Lebenswandel zu finanzieren? Selbst wenn das Zweitstudium fachlich zum Erststudium passend gewählt wird (warum kombiniert man sich die Fächer nicht gleich passend?), warum soll der Staat denn alles vorfinanzieren? Die im Artikel genannten Gebühren machen keinen Studenten arm, brauchbare Nebenjobs sollten selbst für Soziologiestudenten möglich sein. Interessant ist zudem, dass häufig vor allem Studenten aus Studienrichtungen aktiv werden (ASTA & Co), deren Berufsaussichten sowieso nicht zum Besten stehen, unabhängig von der konjunkturellen Lage. Es kann doch nicht Aufgabe des Staates sein, jedem Möchtegern-Intellektuellen einen möglichst hindernisfreies Aufenthalt in der Alma Mater zu ermöglichen.


    Und warum soll überall gespart werden, nur nicht an den Ausgaben für die "Bildung"? Hier muss man sich doch auch fragen, ob die Investition Nutzen stiftet. Die "billigen" Parolen, dass nicht an der Bildung gespart werden solle, sind doch nur ein schwaches Argument, jeder kann immer noch ("erst-")studieren, was seinen Neigungen liegt, ohne dafür zu bezahlen. Und was eingespart werden soll, sind allem Anschein nach häufig Investitionen, die kaum Gewinn (materiell & immateriell) für die Gesellschaft abwerfen.


    Dass natürlich vor allem in den Uni-Verwaltungen (wie in fast allen öffentlichen Verwaltungen) gespart werden müsste, steht in der aktuellen politischen Situation natürlich auf einem andern Blatt. Denn Rationalisierungen hier würden unweigerlich höhere Arbeitslosenzahlen mit sich bringen, was daher leider immer noch nicht von den Politikern offen angesprochen werden kann.

    Ich denke, das Problem von SE ist, dass bislang keine interessanten billigen Handys (prepaid und knapp drüber) im Programm sind. Würden Anteile für den Bereich der (preislichen) Mittelklasse (T610) und für den Smartphone-Sektor veröffentlicht, sähe es bestimmt wesentlich besser aus. Aber neben hohem Marktanteil (Image, das vermeintlich höhere Preise rechtfertigt & Degressionseffekte) zählt v.a. der Gewinn je verkauftem Handy. Und der dürfte im Billig-Segment wohl nicht allzu hoch sein.

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    Original geschrieben von danny
    Also die "Screenshots" sehen schon echt super gut aus.


    Was mich jetzt noch interessieren würde ist wie man per PDA günstigst ins Internet gehen kann.


    Gibt es so etwas wie eine Flatrate??


    Da du explizit nach günstigst fragst und das evtl. auch für einige Deiner Einsatzzwecke genügt: mit dem Palm Tungsten T3 geht das rel. problemlos über eine Bluetooth-Verbindung zum PC. Nutz ich ganz gerne während Besprechungen zum Mailabruf. Hängt natürlich von der Entferung zum PC ab, ab 7 oder 8 Metern siehts schlecht aus...


    Ich jedenfalls würde die Kombination Palm T3 & Bluetooth jederzeit weiterempfehlen, wenngleich man zugestehen muss, dass das Surfen über ein Subnotebook doch um einiges angenehmer ist, als über den Palm. Gleiches gilt aber genauso, wenn man Subnotebook-Surfen mit PPC2003, SE 800/900 oder Nokia 9210 vergleicht, die Displays haben nunmal alle keine 800x600-Auflösung, von vollwertiger Tastatur ganz zu schweigen. Aber um mal eben Mails abzurufen, eine Auktion zu pushen oder gar die neuesten TT-Beiträge abzurufen reichts mit dem Palm allemal.

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    Original geschrieben von dr zuzelbach
    ...Noch etwas zum Schluß, an einem schlechten Tag hätte ich auf Deine Unverschämtheit, in der Du mir, wenn auch nur subtil eine SED/Stasi-Vergangenheit o.ä. unterstellst, passend gekontert. Nur wegen dem "lieben Frieden hier", erspare ich uns jedoch, das daraus folgende Theater !


    Bitte mach Dir die Mühe und lies, was in meinem Posting geschrieben steht. :rolleyes: Du drehst die Sätze um, wie sie dir passen. Kleiner Hinweis: 50% Erbschaftssteuer stehen in meinem Posting nirgends geschrieben ;)


    Dass Deine politischen Ansichten meinen wahrscheinlich um 180 Grad entgegen stehen, ist dir wohl schon aufgefallen. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn Du versuchst, Dir einen sachlichen Ton anzugewöhnen. Von einer Stasi/SED-Vergangenheit habe ich gar nichts geschrieben, weder direkt noch indirekt. Ich habe lediglich angemerkt, dass Du weiterhin mit dem Vokabular (z.B. "Großkapital") arbeitest, was zu Zeiten des politisch noch relevanten Kommunismus verwendet wurde. Eine Beleidigung von Bewohnern der ehemaligen DDR kann ich beim besten Willen nicht erkennen.


    Herrlich, wenn jemand so gut auf "Knopfdruck" reagiert :rolleyes: ;)


    1/2 BTT: eine Senkung der Steuern bedeutet nicht nur, dass die Gutverdiener weniger abführen, sondern impliziert üblicherweise, dass auch der "kleine Mann" spart. Wenn jemand allerdings nur 3000 EUR Steuern pro Jahr zahlt, sollte klar sein, dass eine Steuerentlastung für diesen betragsmäßig nicht soviel ausmacht wie bei einem, der 100.000 EUR Steuern pro Jahr zahlt. Logisch, oder?


    BTT: einen Michael Schumacher wirst du nicht damit überzeugen können, wieder in D zu versteuern, wenn der Eingangssteuersatz gesenkt wird...


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    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Übrigens, wer hat in der Vergangenheit z.B. die Schulbildung u.ä., auch dieser cleveren Steuerflüchtlinge bezahlt : die hiesige Steuergemeinde, genau die, vor der sie nun (zum Dank) auf der Flucht sind .... :mad:


    Ich glaub', die Schulbildung ist bei Schumacher wohl ein denkbar ungeeignetes Beispiel für Nutznießertum :D

    Re: Selten so viel &quot;verdrehte Realität&quot; gelesen


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    Original geschrieben von dr zuzelbach
    ...gebeutelten Großkapitals ....


    Dein Vokabular scheint noch aus Zeiten zu stammen, als die DDR noch vor den Kapitalismus-Flüchtlingen aus dem Westen durch eine Mauer geschützt werden musste. Seitdem sind mehr als 10 Jahre vergangen, auch die Probleme haben sich geändert.
    Natürlich ist es nicht sozial, wenn Unternehmen Subventionen abschöpfen und sobald dies nicht mehr geht, ins Ausland abwandern, um Steuern zu sparen. Bei dem heutigen Steuersystem mit dem Anspruch eine möglichst gute Verteilung der Lasten zu erreichen beim gleichzeitigem Drang, jeden einzelnen Härtefall abfangen zu wollen, sind eben solche Fehler zum Teil vorprogammiert. Daher erscheint mir eine extreme Vereinfachung und Abschaffung von Sonderregelungen dringend notwendig. Gleichzeitig muss aber eine deutliche Senkung des Spitzensteuersatzes erfolgen, um das "Großkapital" nicht zu vergraulen und dazu zu zwingen, gänzlich ins Ausland abzuwandern.


    Aber zu so einer Diskussion sollte man auch zunächst einmal die eigene Position klarstellen: wenn man die Auffassung vertritt, dass 50% Steuern gerecht sind, dass Erbschaftssteuern, die das (oft auch durch Konsumverzicht) angesparte und erarbeitete Vermögen einer Familie beinahe halbieren, dass Ansprüche von finanziell schlechtgestellten gegenüber den Gutverdienden bestehen, dann ist ein Weiterführen des Threads für mich an dieser Stelle überflüssig.


    Es besteht ohne Zweifel eine gesellschaftliche Verpflichtung, den sozial Schwachen zu helfen und so für die dem Vermögen zugrundeliegende Infrastruktur zu bezahlen, aber das von Teilen der Gewerkschaften und sogar auch der Regierung vertretene Raubrittertum, das viele Züge des Marx'schen Kapitals enthält, führt eben zu Fällen wie Schumacher & Co. Leider blockieren tatsächlich die Lobbyisten beider Seiten vernünftige Lösungen, von denen beide Seiten profitieren könnten.

    Zitat

    Original geschrieben von Zeus
    Das vermutest du doch sicher auch nur denn konkrete Zahlen dazu kann es ja definitionsgemäß weder für den einen noch für den anderen Fall geben.


    Das ist richtig, es ist "nur" eine Vermutung. Aber wenn man berücksichtigt, dass man auch über das Ausnutzen des Steuer-Paragrafen-Dschungels etliches an Geld "steueroptimiert investieren" kann, wäre es eine Milchmädchenrechnung, wenn man davon ausginge, dass das gesamte Einkommen alternativ zum ausländischen Steuersitz in Deutschland voll dem Fiskus (zum Höchststeuersatz) zugehen würde.


    Nicht dass ich hier falsch verstanden werde: das Solidaritätsprinzip ist notwendig, ich zahle auch gerne u.a. für sozial Schwache meine Steuern ab. Jedoch ist die Steuerspirale in D einfach zu weit gedreht worden. Wobei natürlich v.a. die extreme Umverteilung durch die Sozialabgaben ein mindestens ebenso großes Problem ist - aber das ist ein anderes Thema.

    Das Problem liegt doch woanders, nicht bei den Steuerflüchtlingen an sich sondern in unserem an Debilität und Regelungswahn kaum noch zu überbietendem Steuersystem. Bei der herrschenden Gesetzeslage ist es doch nur logisch, dass viele der Spitzenverdiener ihren Wohnsitz ins Ausland verlagern, ansonsten könnten sie das Geld auch gleich zum Fenster rauswerfen.


    Ich bin mir sicher, dass Schumi & Co. kein Problem damit hätten, ihren solidarischen Teil zum Steueraufkommen beizutragen, wenn sie das Gefühl hätten, dabei gerecht behandelt würden. Aber der Umverteilungswahn in Deutschland hat zu einem IMO extrem ungerechten Spitzensteuersatz geführt, sodass man quasi gezwungen ist, sich Möglichkeiten zu suchen, diesen auf ein gerechtes Maß zu stutzen. Und wer hier die Nutzung steuerlicher Gestaltungsspielräume mit Steuerhinterziehung gleichsetzt misst mit 2 verschiedenen Maßstäben: die Empfänger von steuerfinanzierten Zuwendungen, die anderen auf der Tasche liegen sind per se die Guten, für die viele verquere Steuergesetze entworfen werden, diejenigen, die dieses System finanzieren, jedoch einige noch nicht geregelte Lücken ausnutzen, sollen die Bösen sein??? Mal ehrlich und ohne rosa Brille: es ist gut, dass wir es uns leisten können, finanziell Schwachen zu helfen, aber das kann doch nicht gleich auf den Anspruch hinauslaufen, den Gutverdienern mehr oder weniger beliebig in die Tasche zu greifen? (btw: Schuld an diesem Anspruchsdenken sind natürlich sowohl CDU als auch SPD, wobei manche noch immer nicht verstanden haben, dass der momentane Weg eine Sackgasse ist)


    Und weil hier die Stammtischpolemik schon zitiert wurde: vom Gesamtbetrag her sind die dem Fiskus durch Exil-Deutsche entgehende Steuereinnahmen nur ein Bruchteil dessen, was durch Streichungen bei Sozialschmarotzern eingespart werden könnte. Der Schaden durch letztere ist weitaus höher. Schliesslich leben diese auf Kosten der Allgemeinheit, was Schumi & Co definitiv nicht machen.