Die heutige Etappe nach Bayonne ins Baskenland wird auch aus sprachpolitischer Sicht interessant. Baskische Vertreter, unter anderem von "Hierri Batasuna", dem politischen Arm der ETA, haben zusammen mit gemäßigten baskischen Nationalisten mit der Tourleitung zuerst die Übereinkunft getroffen, dass die Kommentierung der Etappe und des Zieleinlaufs neben Französisch auch auf Baskisch erfolgen darf.
Darufhin hat die spanische Regierung protestiert, dass es sich bei "Hierri Batasuna" um eine terroristische Vereinigung handle, die seit März 2003 in Spanien verboten ist und dass man mit solchen Leuten nicht verhandle. Daraufhin hat die Tourleitung die Erlaubnis des Baskischen als "Tour-Sprache" wieder zurückgezogen, obwohl die "Hierri Batasuna" in Frankreich nicht verboten ist.
Das Nachsehen haben hierbei die gemäßigten Nationalisten.
Hintergrundinfo gibt's hier .
Allerdings frage ich mich, was denn passieren würde, wenn nun doch auch auf Baskisch kommentiert würde. Nichts vermutlich. Somit darf man gespannt sein-sofern einen solche "Randerscheinungen" der Tour interessieren. ![]()