Was die Sache mit dem Stolz angeht, so muss ich sagen, dass ich nicht unbedingt stolz bin, ein Europäer zu sein aber ich finde, man kann ja auch stolz auf JEMANDEN sein. Und ich muss zugeben, dass ich schon ein bisschen stolz darauf bin, was die Herren Chirac und Schröder in den letzten Tagen an Ergebnissen zuTage gefördert haben, auch wenn letzterer sich in Sachen Innenpolitik in letzter Zeit doch etwas tölpelhaft benommen hat.
Ich denke, dass Europa sich in den kommenden Jahren noch viel mehr emanzipieren muss, was das Verhältnis zu Amerika angeht. Wir Europäer sollten ein Vorbild an Humanismus, Toleranz und Verständigung, sowohl für die USA, als auch für den Rest der Welt sein.
Ich finde es gut, dass Europa erwacht und bemerkt, dass es in der Weltpolitik mit einer Stimme sprechen muss. Dazu gehört allerdigs auch, dass Europa militärisch mündig wird. Es kann meines Erachtens nämlich nicht angehen, dass Europa weiterhin, auf die militärische Hilfe der USA angewiesen ist um Konflikte zu lösen, die nur Europa was angehen.
Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Ich finde nicht, dass Europa den Amerikanern nacheifern soll und mit einer eigenen Armee durch die Welt pflügen. Ich finde es aber wichtig, dass Europa selbst in der Lage sein sollte, sich ohne US-Hilfe gegen Feinde von aussen (wer immer das auch sein mag) zu verteidigen.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass Europa sich der militärischen Neutralität verpflichten sollte und sich endlich eine eigene Verfassung geben und zu einem föderalistischen Staatsgebilde nach dem Vorbild der Schweiz werden soll.
Dies würde natürlich bedeuten, dass die NATO-Mitgliedschaft gekündigt werden müsste.
Vielen von Euch werden diese Ideen wahrscheinlich z.T. zu weit gehen. Aber ich glaube, dass nur so Europa die Möglichkeit hat, von den USA nicht wie eine Provinz im Imperium Americanum behandelt zu werden und zu internationaler Glaubwürdigkeit gelangen kann.
Was wir allerdings mit dem EU-Mitglied Grossbritannien machen sollen, weiss ich auch nicht...:confused: