Die 10 Mio Frage ist aber mE eine psychologische Angelegenheit. Es wird bei der Haftpflichtversicherung immer vom allerschlechtesten Fall geredet: also ein Mann wird durch dich schwer verletzt oder stirbt und man muss für die Folgekosten einstehen. Das ist das Hauptargument, was man aus jeder Person hört. Klar, zahlt man mehr, sind die 10Mio auch drinnen, aber man muss ja rein theoretisch folgendes überlegen:
1) Wie oft kommt es vor, dass jemand einen so gesundheitlich schädigt? Wahrscheinlichkeit ist gering, kommt aber vor.
2) Zweiter Aspekt: Versicherung wird sich das auch ganz genau anschauen, oder wird einer glauben, dass die mal so paar millionen rausrücken werden. Da werden die auch die Schuldfrage genauer anschauen.
3) Dritter Aspekt: wie oft kommt es in Deutschland vor, dass jemand Millionen Euro Schadensersatz erhält? Wenn man die Zeitung liest, dann sieht man ja eigentlich nur Zahlungen max. in Höhe von 500.000 € und das war es dann auch.
4) Was vielleicht auch zu erwähnen wäre: auch ohne Haftpflichtversicherung denke ich nicht, dass einer lebenslang zum Sklaven wird (also lebenslang Geld an die Opfer zahlen muss). Oder einer belehrt mich mit einem Praxis-Fall das Gegenteil.
Sicherlich kann man durch einen höheren Beitrag auch gegen das versichern, aber der Verkauf der höherwertigen Versicherung erfolgt nur auf Grund dieser psychologischen Aspekte. Das ist ja auch der Grund, warum Versicherungsfirmen nie arm werden.
Ich würde mich trotzdem freuen, wenn mich einer mit Fakten einer anderen Tatsache belehren kann. Was mich interessieren würde und was auch genannt wurde: Kinder unter 7 haften nicht für Schäden, auch nicht die Eltern. Ist das immer so (außer natürlich, wenn Eltern die AUfsichtspflicht verletzten)?