Zitat
Original geschrieben von D-Love
Es gibt zwei Gründe dafür:
1.) Feste planbare finanzielle Größen und damit effektivere Steuerung der Liquidität
2.) wie schon erwähnt, spekulieren die NBs natürlich darauf, dass ein Teil der Kunden die Minutenpakete bei weitem nicht ausschöpfen, aber trotzdem einen sehr hohen Basispreis zahlen und der andere Teil völlig den Überblick verliert und ohne Ende weit über die Pakete hinaus telefoniert.
Neue Tarife bringen in bestimmt 95% der Fälle dem Anbieter mehr, als einem Großteil der Kunden. Vor allem, wenn etwas so aggressiv angepriesen wird, wie die Minutenpakete oder Relax, sollten beim Kunden alle Alarmglocken schrillen, ob das wirklich der richtige Tarif für ihn ist. Es gibt sicher Kunden, die mit diesen neuen Tarifen besser fahren, aber ich wage mal zu behaupten, dass das nicht die Mehrheit ist.
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Gestern hätte ich das noch blind unterschrieben.
Heute habe ich nun allerdings mal eine O2-Rechnung gecheckt. 10/10-Takt, mobile-Option (29 ct pm), brutto ohne Grundgebühr rund 29€ für etwa 87 min. Gesprächszeit. Nicht weiter überraschend. Gehört einem Studenten, der fast ausschließlich ins Mobilnetz telefoniert.
Für das gleiche Geld bekomme ich aber bei eplus 120 min bei 60/1, für 2,95€ mehr und dann 10/10-Takt wären das 150-160 min - fast das doppelte!
Die Frage ist, wie sich das bei anderen Verträgen rechnet; beispielsweise bei solchen mit City-Option, vielen O2-Duo-Partnergesprächen oder eplus-3ct-Verträgen mit hohem Festnetzanteil.
Die Paket-Tarife sind jedenfalls nicht von vorne herein ungünstig. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei 2-3 Rechnungen mal die Gesprächszeiten zu addieren (bei manchen ist´s gar nicht nötig, weil die Summen ausgewiesen sind) und dann zu vergleichen, was der entsprechende Paket-Vertrag kostet.
Wichtig ist natürlich auch, dass das monatliche Gesprächsaufkommen einigermaßen konstant ist.
Trotzdem bin ich mir sicher, dass die Paket-Tarife für die meisten eher nachteilig sind. Die Marktstrategen der NB´s können schließlich auch rechnen, und sie werden nicht dafür bezahlt, dass sie etwas verschenken.