Beiträge von Dingens

    Moin
    ihr wollt es nicht verstehen, oder?
    Der Erzeuger Eurer LM hat doch die gleichen Probleme wie ihr (und ich):

    Zitat

    (Miete, Benzin, Auto, Kleidung etc.); die Preise dieser weiteren "Nebensächlichkeiten" sind ja teilweise extrem gestiegen und gleichzeitig soll man noch für die Altersabsicherung private Vorsorge treffen, flexibel bei der Arbeitsplatzsuche bleiben, aber nicht sparen sondern konsumieren , vielleicht brauchen Kinder auch Nachhilfeunterricht, Mitglied iin einem Verein wäre auch nicht schlecht (sollen ja nicht ständig vor dem Fernseher sitzen!) usw.usw.


    Daher kann es ja nicht sein, dass, wenn es so ist wie ihr schreibt, die Preise steigen, der Erzeuger dann nicht mehr bekommt. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz. Wenn also alles steigt, der Lohn auch, dann muß auch der Lohn für den Erzeuger steigen. Tut er das im gleichen Maße?
    Nein.


    @Admin: Mal über den Tellerrand hinausschauen hilft: Was soll ich denn zur Grundlage nehmen? Dein Einkommen?
    drago: Ich sehe es schon so, dass von all den von Dir aufgezählten Dingen die LM eine sehr hohe, wenn nicht die höchste Priorität haben, oder? Wolltest Du noch auf die unterstellte Lüge eingehen, oder hast Du das eingesehen?
    hirschi: Kennst Du den Unterschied zwischen relativ und absolut? Wieviel der Vater wirklich verdient hat, ist völlig egal. Er hat 50% seines Einkommens für LM ausgegeben, wir heute 11%. Natürlich ist unser Einkommen gestiegen, aber offensichtlich die Preise für die LM nicht im gleichen Maße, was für die Erzeuger ein Problem darstellt, s.o.. Nur darum geht es, nicht darum, welche Löhne unsere Väter hatten.


    Ich lasse mich sicher nicht gerne melken, aber mal ehrlich: 5 Liter Milch und 2 Stücke Butter im Monat macht wieviel?
    Danke
    Der Dingens


    Edit: Zu schnell gepostet und eine Seite übersehen:
    Was ich nicht verstehen kann ist das einige hier jetzt mit den gesamten Lebenhaltungskosten kommen, die bei unserem heutigen Standard sicher höher sind, aber dann vergessen, dass die Erzeuger ja die gleichen Sorgen haben. bernbayer und Printus: Wenn ihr für Euch den Standard reklamiert müßt ihr ihn auch dem Erzeuger zustehen, sonst gehts ja nicht. Und wenn der Fleischpreis und der Getreidepreis seit 20 Jahren sich auf ähnlichem Niveau halten, fällt der Standard beim Erzeuger eben ab (richtig, der braucht ja auch den ganzen Elektronikkram nicht, dafür hat er ja eh keine Zeit, weil er ja um 5:30 melken gehen muß.)
    Ihr seid doch sonst nicht so weltfremd ;)
    Grüße
    Der Dingens

    Moin
    also rund 400€ im Monat für 2 Personen? Das findest Du viel? Das ist IMHO normaler Durchschnitt, inkl. Dingen wie Klopapier, Müllbeutel und sonstigem Kleinkram. Wenn man ein Durchschnittseinkommen von 40.000€ brutto annimmt, bleiben davon nach Abzug der Abgaben ca 1800€ übrig. 200€ pro Nase sind dann die berühmten 11%, die man für LM momentan ausgibt. Wie gesagt, seit den 50er Jahren (da waren es 50%!!) geht dieser Anteil kontinuierlich zurück.


    Danke
    Der Dingens

    Moin
    Einzelbeispiele belegen nicht die generelle Aussage "Alles ist teurer geworden"


    Siehe hier, hier und hier.


    Das einzelne Dinge teuerer geworden sind, bezweifelt keiner. Aber ein tiefgefrorenes Hähnchenschnitzel zu 2,39 ermöglicht keine Qualitätsproduktion, bei dem es dem Tier auch nur einigermaßen gerecht gemacht wurde.


    Wie lange mußt Du für eine Einkaufswagenfüllung arbeiten? Wie lange mußte Dein Vater dafür arbeiten?
    Grüße
    Der Dingens


    PS
    Mundi: Vielen Dank für Deinen qualifizierten Beitrag! Auf gleichem Niveau: Laßt die Leute doch schreien, die schreien doch immer, wenn was durch die Medien gepusht wird.


    Nur weil man versucht etwas differenzierter die Sache zu betrachten und nicht nur schwarz-weiß zu denken, ist man noch lange kein Ja-Sager. Das meiste in unserer Welt ist nämlich weder schwarz noch weiß...

    Moin
    können wir das Niveau hier wieder anheben?
    Danke
    Der Dingens, der auch denkt, dass vieles beim LM Export in die dritte Welt schief läuft, aber das ist hier ja primär nicht das Thema.
    Die Logik hinter:

    Zitat

    Die Lebensmittelpreise sind keinesfalls zu niedrig-wären sie das, gäbe es Lieferengpässe.


    erschließt sich mir allerdings nicht.

    Moin
    Bitte konkrete Zahlen und nicht so dahergesagtes Zeug:
    Was bitte ist im Lebensmittelbereich 100% teurer geworden? Bitte Zahlen und Fakten. Wir reden hier nicht über die Pizzeria um die Ecke sondern über die Preise im Supermarkt.


    Zur Qualität:
    Wenn ich an das Fleisch aus der Supermarkttheke denke, dann sehe ich das so, ja.


    Die Milch zu 50cent wird nicht schlechter sein, als die zu 79cent, dafür sorgen die LM Kontrollen.


    Grüße
    Der Dingens

    Moin


    Zitat

    Freeport selber kenn ich nicht, aber die oben erwähnte Outletkette kenn ich und die haben meist super Angebote und Schnäppchen. In Maine scheint es auch eins zu geben.


    http://www.premiumoutlets.com/outlets/outlet.asp?id=11


    Jo, das habe ich gesehen, ist mir aber zu weit von unserem Standort (East Dixfield). Wir verbringen schon so Unmengen Zeit im Auto, da reichen mir die 1,5 Stunden nach Freeport schon...


    Zitat

    Original geschrieben von xoduz
    Die kenne ich auch finde ich ebenfalls klasse, ist schon fest eingeplant für die nächsten Wochen. :)
    US-Outlet + Dollarkurs = Geil. ;)


    :D :D Jo!!
    Grüße
    Der Dingens

    Moin
    1. Was No Teen wohl sagen wollte: Kaum schreiben die Medien "bis zu 50%" und schon kaufen alle die Regale leer, als gebe es morgen keine Butter mehr. Die Butter kostet ja nicht 10€ auf einmal ! Von Medienlüge hat hier keiner gesprochen.


    2. Wer bitte kann sich in Deutschland nicht mehr die Lebensmittelpreise leisten? Das sind doch nur extrem wenig Ausnahmen, unsereiner, der hier posten kann (und sich somit Internet leisten kann) nagt doch jetzt nicht mehr am Hungertuch als vorher ;).
    3. Natürlich ist ein hoher Preis kein Garant für gute Qualität. Ein niedriger Preis allerdings ein Garant für schlechte Qualität.


    Immer vor Augen halten: 12% unseres Einkommens geht für Lebensmittel drauf. Diese Zahl sinkt seit Jahrzehnten! Das heißt, das Lebensmittel immer billiger geworden sind, die Löhne sind über die letzten Jahrzehnte (!) gestiegen. Wenn es jetzt 13% würden (was durch die Milchpreissteigerung alleine wohl nicht erreicht werden wird) wäre das wohl kein Drama.


    Grüße
    Der Dingens

    Moin
    Mann, Mann, Mann.


    Da waren sie ja doch die Reaktionen, die ich eigentlich befürchtet hatte. Gut, dass vorher ein paar vernünftige Gedanken kamen, sonst hätte ich wohl nicht mehr reingeschaut. Schöner Vergleich: 1980 mußte man 22 Minuten für einen Liter Milch (??) arbeiten, heute drei (!!). Ab morgen vielleicht 4. Und jetzt? Hat mal jemand ausgerechnet, wieviel Euro die Preissteigerung im Monat ausmacht?


    Sicher, nicht alles kommt beim Erzeuger an, und der ein oder andere hält unterwegs die Hand auf, ob berechtigt oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber unterm Strich zahlen wir zuwenig für unsere Lebensmittel, das bleibt wohl bestehen.


    Grüße
    Der Dingens