Zitat
Original geschrieben von Brainstorm
Auch in Deutschland machen Menschen Fehler. Und Störfälle hat es in D auch immer wieder gegeben. Auch solche bei denen Radioaktivität freigesetzt wurde.
Das ist das Probem wenn man mit AK-Beführworter spricht. Es wird immer behauptet ein Super GAU kann hier nicht passieren. Mal abgesehen daß das falsch ist (O-Ton aus den Achzigern von Politikern "Ja ein Restrisiko bleibt") braucht es den GAU gar nicht, um Radioaktivität freizusetzen, und damit größere Gebiete langfristig zu schädigen. Und das haben Kraftwerksstörfälle in Europa (auch in Westeuropa) ja des öfteren bewiesen.
Und wenn Du die Toten rechnest, rechnest Du auch die Läukemie und Krebsfälle mit ein, die noch Jahrzehnte nach dem Gau Menschen töten? Das ist nämlich das gemeine an der Kernkraft: Die meißten Menschen die bei der Katastrophe in Tschernobyl gestorben sind, leben momentan noch...
Und über die Endlagerung brauchen wir uns ja spätestens seit den Problemen in Asse nicht mehr zu unterhalten. Hier finde ich daß die Kosten für die Endlagerung und die Sanierung auch die Zukünftigen Kosten zu 100% den Kraftwerksbetreibern aufgebrummt werden müssen. Ich muß für meine Müllentsorgung schließlich auch Zahlen.
Was die Nutzung erneuerbarer Enerigequellen betrifft, empfehle ich die Lektüre der aktuelen Ausgabe der "Bild der Wissenschaft". Hier werden einige Konzepte vorgestellt, wie man Enerige so speichern kann, daß erneuerbare Energien langfristig auch die Grundlast decken können.
Ahja die meisten gestorbenen leben noch. Also sterben doch gar nicht so viele daran.
Nein mal im Ernst... es ist richtig, dass kein GAU passieren muss um Radioaktivität freizusetzen. Aber dann ist das ein Unfall bei dem im Normalfall keine Menschen sterben oder nur wenige und vielleicht das Kraftwerk nicht mehr nutzbar ist bzw. Teile davon verstrahlt sind.
Sowas ist zwar auch nicht toll aber in meinen Augen ein Risiko welches man in Kauf nehmen muss.
Einen GAU kann man aber fast schon ausschließen wenn Wasser als Moderator verwendet wird.. Sollten Teile des AKWs in die Luft gesprengt werden oder ein Flugzeug reinstürzen (und wir gehen mal vom schlimmsten aus, dass es in den inneren Bereich kommt) wird kein moderator mehr vorhanden sein und durch den negativen Dampfblasenkoeffizient wird nicht viel passieren (keine Abbremsung der Neutronen mehr, wodurch die eigentliche Kettenreaktion zum erliegen kommt). Was aber nicht heißt, dass nach wievor einige weitere unerwünschte Nebenreaktionen und Spaltungen eintreten können.
Dies würde zwar durchaus zu einer gewissen Verstrahlung in einem kleinen Umkreis und zum Tode einiger Menschen führen aber niemals solch eine Katastrophe wie Tschernobyl annehmen mit Graphit als Moderator. Der positive Dampfblasenkoeffizient war für das Ausmaß der Katastrophe verantwortlich.
Ich halte die Risiken für vertretbar, bin aber selbst gegen eine Verlängerung Laufzeiten (zumindest bei einigen AKW's) und für den Neubau von AKW in Deutschland.
Und mal zum Thema Endlagerung. Denkt hier wirklich jemand, dass es noch einen unterschied macht ob man eine Millionen oder zehn Millionen Tonnen strahlenden Abfall lagern muss?!