Beiträge von MarkusMeissner

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    Original geschrieben von newage_02
    In diesem Zusammenhang weiß ich nicht ob es sinnvoll,dass T-Mobile sein GSM-Netz für einige Mrd. modernisieren will.
    Sie investieren womoglich viel Geld für ein Netz,das in 5 Jahren viele nicht mehr wollen.


    Meine These ist nach wie vor, dass die Masse der Nutzer aus wirtschaftlichen Gründen in erster Linie Sprachdienste nutzen wird. Insofern ist eine Modernisierung des GSM Netzes, dessen Lizenzen bis 2017 laufen werden, durchaus sinnvoll, zudem die Indoor Versorgung GSM aufgrund der verwendeten Frequenz deutlich besser ist als bei UMTS.


    Zu UMTS: Ich hatte neulich die Gelegenheit VF UMTS im Rheinland und im Ruhrgebiet zu testen, beides bekanntlich Ballungsräume. Generell hat VF die beste UMTS Abdeckung von den vier NB, dennoch ist die Indoor-Versorgung deutlich schlechter als bei GSM. Einen Datenabruf im Auto oder im Zug ohne Unterbrechungen könnt ihr getrost vergessen.... Es kommt permanent zu Unterbrechungen der Verbindung. Selbst VF müsste sein Netz hier also deutlich verdichten und das im Ballungsraum, hier ist noch garnicht diskutiert, wie es im ländlichen Bereich aussieht...


    Es stellt sich also die Frage, ob es für einen NB wirtschaftlich sein kann, vielleicht 50000 UMTS BTS aufzustellen um eine 99%ige Netzabdeckung wie GSM zu erreichen, oder UMTS nur da auszubauen, wo im ländlichen Bereich auch eine entsprechende Nachfrage nach Datendiensten besteht.


    Insofern finde ich die Strategie von TM nicht so schlecht.


    Bestätigen kann ich allerdings, dass TM in den letzten Jahren in Bezug auf Netzaufbau GSM und UMTS wesentlich schlechter alas VF gewesen ist. Sollte das sich in 2006 nicht ändern, wird es Zeit, langsam über einen Wechsel des NBs nachzudenken... Fair ist es hier allerdings, als Wechselgrund eine schlechtere Netzversorgung als die Konkurrenz anzugeben, vielleicht wacht dann der eine oder andere TM Manager endlich auf...



    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von mungojerrie
    Eine Frage muss doch lauten: wer braucht UMTS eigentlich und wer nutzt es?


    Ich wohne hier selber auf dem Land. Was würde mir hier UMTS bringen? Nichts. Wir haben hier keine größeren Firmen, bei denen Berater mit ihrer UMTS Laptopkarte vorfahren und neue Powerpoint Präsentationen herunterladen müssen/sollen/wollen.


    Ich glaube, das ist der entscheidende Punkt. Die große Masse der Nutzer wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch mittelfristig keine Datenintensiven Mobilfunkdienste Nutzen und sei es nur, weil viele Haushalte angesichts höherer Steuern und geringeren Realeinkommens ihre Ausgaben für Mobilfunk nicht steigern wollen/können. Insofern ist der von den Mobilfunkmanagern gewünschte permanente Download kostenpflichtiger Videos, Musikstücke etc. doch eher ein Wunschtraum.


    Was m.E. kommen wird ist die mobile Verfügbarkeit von EMails a la Blackberry und der mobile Zugriff auf das Internet z.B. am Arbeitsplatz um nicht auf dem Firmenrechner zu surfen oder im Kaffee/Schwimmbad mal eben was bei eBay ersteigern. Beides sind aber keine so Datenintensiven Dienste, das ich dazu unbedingt UMTS bräuchte. EMails sind jetzt schon flott über GPRS runtergeladen zumindest wenn keine Fotos o.ä. angehängt sind. Geht das in Zukunft über EDGE 3x so schnell sehe ich für den normalen Nutzer keinen subjektiven Performancenachteil ggü. UMTS. Ebenso verhält es sich mit dem Abruf von Internetseiten, das geht über WebandWalk aufgrund des verwendeten Kompressionsverfahrens über GPRS jatzt schon recht flott, über EDGE dürfte für den User ebenfalls kein merklicher Unterschied ggü. UMTS oder DSL feststellbar sein.
    Klar, das das nicht bei datenintensiven Downloads ebanfalls funktioniert, aber ich wollte in meinem Beispiel mal die Sicht eines Durchschnittsnutzers einnehmen, der nicht bereit ist, seine Mobilfunkrechnung wesentlich in die Höhe zu treiben...


    Gruß


    Markus

    Hi,


    lt. folgendem Artikel:


    http://www.teltarif.de/arch/2005/kw45/s19371.html


    wird die Vermutung geäußert, dass TM zukünftig den weiteren UMTS-Ausbau in die Fläche stoppen will und außerhalb der derzeit UMTS versorgten Gebiete eine beschleunigte Datenübertragung via EDGE realisieren will.


    Abgesehen davon, dass es sich hier um eine Vermutung handelt, was haltet ihr von einer solchen Strategie?


    Ich finde den Ansatz garnicht so falsch aus folgenden Gründen:


    - Durch den Netzausbau UMTS in Ballungsgebieten werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen und GSM dort entlastet


    -Auf dem Land, wo GSM nicht überlastet ist ist durch EDGE zumindest die dreifache ISDN-Geschwindigkeit gegeben


    - Die Problematik einer vernünftigen Indoor-Versorgung durch UMTS wird in der Fläche vermieden, die dadurch gesparten Kosten können in eine deutliche Netzverdichtung UMTS in den Ballungszentren investiert werden, was auch dringend nötig ist, um UMTS attraktiv zu machen.


    Schreibt mal, wie eure Meinung dazu ist.


    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von Martyn
    Es ist einfach so, das die Netzbetreiber abgesehen von E-Plus und teilweise T-Mobile keine hohen Standorte verwenden, und die anderen Standorte zum Teil auch noch so tilden, das die Basisstationen nicht weit reichen.


    Ich zweifle nicht daran, das das so sein könnte. Welche Motivation hätte jedoch ein NB, die einzelnen Stationen so zu tilden und somit die Reichweite künstlich weiter herunterzusetzen, dass die Netzversorgung dann schlechter ist, als sie sein müsste?


    Oder ist das UMTS typische Problem der atmenden Zellen mit den damit verbundenen Interferenzproblemen immer noch nicht entgültig gelöst?


    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von Martyn
    Aber wenn man wollte, könnte man mit WCDMA auch die Netzabdeckung von GSM erreichen.


    Klar, technisch geht alles. Ist nur die Frage, wie wirtschaftlich das ist. Ich gehe jetzt von WCDMA auf 2100 MHZ aus. Wenn man berücksichtigt, dass die D-Netze z.Z. jeweils ca. 20000 Standorte GSM 900 in Betrieb haben und so ziemlich jeder hier im Forum ein Liedchen davon singen kann, dass es selbst in Großstädten Stellen mit schlechter Indoor, teilweise Outdoor Versorgung gibt, ist fraglich wieviele Stationen WCDMA 2100 ich brauche um zumindest eine gleichwertige Versorgung sicherzustellen.


    Ich nutze selbst UMTS und schätze aufgrund der schlechteren Durchdringung des Signals, dass es ca. doppelt so viele Stationen braucht um die gleiche Indoor Versorgung wie GSM 900 zu gewährleisten.


    Sinnvoll könnte es allerdings sein, WCDMA über 900 MHZ einzuführen, dann wäre das geschilderte Problem gelöst....


    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von hotte
    Denn die GSM Teile haben ja so oder so bald ausgedient, könnte man schon fast sagen.


    Schau dir mal an, wie dicht UMTS gebaut werden muss um eine vernünftige Indoor-Versorgung zu gewährleisten und du wirst sehen, dass das wirtschaftlich nur in Ballungszentren machbar ist. Insofern wird GSM 900 mit EDGE in der dünn besiedelten Fläche auch in Zukunft sinnvoll sein. Ich gehe davon aus, dass uns GSM 900 auch langfristig weiter erhalten bleiben wird und wenn es langfristig gesehen nur ein Backbone Netz zur Garantierung einer Grundversorgung im Indoor-Bereich außerhalb der Ballungszentren sein wird....


    Markus

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    Original geschrieben von fpo220873
    Weiss jemand ob die "neuen" Basisstationen dann auch GSM1800 unterstuetzen ? Das waere ja mit Blick auf die Kapazitaet eine schoene Sache.


    Bei mir in Düsseldorf ist es so, dass die hochgelegenen GSM 900er Stationen durch GSM 1800 erweitert wurden, wahrscheinlich um die Kapazität zu steigern (Bsp. Wilhelm-Marx-Haus an der Heinrich-Heine-Allee)


    TM baut aktuell endlich GSM 900 weiter aus, bei mir in der Umgebung sind in den vergangenen Monaten mindestens 10 Stationen neu ans Netz gegangen bzw. aufgebaut worden. Erkennbar ist, dass der Ausbau primär zur Kapazitätserweiterung erfolgt (A3), bzw. zur Indoor Versorgung von stark frequentierten Bereichen (IKEA, Kaufhof, Karstadt).



    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von newage_02
    @flo1982
    Vodafone setzt voll auf den UMTS-Zug.Darin sind sie in Deutschland Spitzenreiter.Immer mehr wollen auch UMTS.Ich möche mich in Februar auch anschließen und UMTS haben,wenn auch nicht von Vodafone.
    Da Vodafone aber sehr agressive Werbung in diese Richtung macht,werden sie wohl T-Mobile irgendewann überholen,wenn sie nicht gegenhalten.


    Ich glaube, man muss hier unterscheiden.
    Will ich UMTS um von irgendwelchen Portalen kostenpflichtig Klingeltöne, Videos und Nachrichten möglichst schnell runterladen zu können oder


    will ich UMTS um jederzeit überall mit demnächst (HSDPA) DSL-Geschwindigkeit das Internet nutzen zu können.


    Strategie 1 wird von VF gefahren, die hunderttausende von hoch subventionierten UMTS-Geräten unter das Volk bringen und nun das Problem haben, das die Masse der Gerätebesitzer die angebotenen Dienste so gut wie nicht nutzt und nur einen niedrigen Umsatz generiert.
    Strategie 2 wird von TM gefahren und ist m.e. die bessere. Ich denke der Teil der User, der neben der reinen Gesprächsfunktion (und hierzu reicht GSM völlig) ein Mobilfunknetz auch zum Austausch von Daten nutzen will (Email Internet), will sich nicht vorschreiben lassen, welche Inhalte er über ein Portal vorgekaut haben will, sondern selbst entscheiden, was er sich aus dem Internet zieht.


    Allerdings gebe ich dir recht, dass VF im Moment beim UMTS Netzausbau und beim Marketing eindeutig die Nase vorn hat,. Das kann sich durch Einführung von vernünftigen Volumentarifen (5 GB 19,90 €, Flat 39,90, 1GB 9,90) und einen intensivierten Netzausbau UMTS seitens TM schnell ändern...
    Ich kann mich erinnern, dass die D-Netze zu Boom-Zeiten Anfang 2000 bis zu 4000 GSM BTS pro Jahr errichtet haben. Insofern kann die Strategie von TM, den Netzausbau UMTS erst zu intensivieren, wenn der Eintritt in den Massenmarkt geschafft ist (davon kann noch keine Rede sein), schon Sinn machen, als wie bei VF ein super UMTS-Netz hinzustellen, das nur zu 20% (?) ausgelastet ist...


    Gruß


    Markus

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    Original geschrieben von Schach!
    Relax 100 eco für 15.- EUR / Monat = 0,15 / Minute, bei Buchung bis zum 31.08.05 gelten die Inklusivminuten ohne zusätzlichen Aufpreis auch zu anderen deutschen Mobilfunknetzen (der mtl. Optionspreis der Option Fremdnetze i. H. v. 5,– € entfällt in diesem Fall für die Mindestvertragslaufzeit). Mailbox jeweils auch kostenlos (vorerst bis 31.12.05 befristet)


    Ich finde der o.g. Relax ECO für 15,00 /100 Minuten in alle Netze ist mit der beste Vertragstarif derzeit. Jammerschade, dass er zum einen im Moment nicht mehr verfügbar ist und zum anderen nicht offensiver beworben wurde.


    Wenn TM den Tarif nochmal bringen würde mit zusätzlich übertragbaren Restminuten am Monatsende wäre das echt der Kracher.


    Schleierhaft ist mir allerdings, warum ich nach Verbrauch der 100 Min 30ct/Min Netzintern/Festnetz bzw. 50ct/Min andere Mobilnetze zahlen soll. Überall bekomme ich, wenn ich größere Mengen einkaufe/verbrauche Preisnachlässe, je größer die Menge ist. Ergo müssten die Folgeminuten nach den 100 Min BILLIGER sein und nicht teurer (am besten 13-14 ct.)


    Und weshalb 200 Minuten im Relax eco (38,50) mehr kosten pro Minute als im Relax 100 ist ebenfalls nicht stringent.


    Man hat fast das Gefühl, die NBs wollen ihren Umsatz nicht steigern. Wenn bei mir die 100 Min verbraucht sind tritt dann halt die Simyo Karte in Aktion. Selbst schuld TM, ich würde das Geld ja liebend gerne auch bei euch ausgeben....


    Markus