Spider-Man 3
Kurzfassung: Bockmist.
Aber wieso das denn?
Schnulze, Musical, Comedy (eher Klamauk), Action, Drama: von Allem wurde eine Prise in den großen Topf geworfen [small](von Ersterem leider etwas zu viel)[/small], dummer Weise wurde das Umrühren und das Abschmecken vergessen.
[small](Zudem mag ich keinen Eintopf.)[/small]
Die Story als solche bietet dabei durchaus einiges an Potential.
3 Bösewichte, 2 hübsche Frauen, außerirdischer schwarzer Schleim, ein Held mit Selbstzweifeln, Beziehungsprobleme und noch vieles mehr.
Hilft leider alles nichts, wenn man all das nur unzureichend miteinander verknüpft, einiges im Dunkeln lässt und einfach hofft: der Zuschauer wird es schon verdaut kriegen.
Von vorne.
Alles gut, alles toll. Spider-Man ist Held von Jung und Alt, die Stadt ist sicher und M.J. kommendes Sternchen am Musical-Himmel.
Also erstmal eine Runde abhängen und Sternschnuppen gucken.
Das dabei mit lautem Knall auch ein Brocken ganz in der Nähe des Liebes-Netzes niedergeht, bekommt man ob der hormonell bedingten Taubheit natürlich nicht mit.
Sei es drum, das Böse ist gelandet, let the show begin!
FFW >>
M.J. fliegt bei Popstars raus, Onkel Ben ist zwar wirklich tot, aber es war jemand anders, was Peter furchtbar böse macht. Was den schwarzen Schleim auf den Plan ruft.
Dieser "jemand anders" ist auf der Flucht, fällt in ein Loch und zerfällt zu Staub.
Harry ist immer noch sauer und sinnt auf Rache, kann sich daran aber nicht mehr erinnern, darum macht er mit M.J. erstmal Zahnpasta-Reklame.
Und so weiter, und so fort.
Was daran nun so schlimm ist?
Es wird geheult. Viel zu oft.
Es wird rumgeulkt. Viel zu oft.
Es werden dumme Sprüche gerissen. Viel zu oft.
Es wird getanzt und gesungen. Viel zu oft.
Es wird gut geschauspielert. Viel zu selten.
Zeitweise kommt man sich vor wie bei Spider-Man: Das Musical, wenig später dann wie bei Peter Parker: Zotenzausel mit Zottelfrisur. Soviel saudumme Sprüche in so kurzer Zeit gab es selbst bei Scary Movie und Manta Manta nicht. Richtig schlecht.
Nicht zum Lachen, nur lachhaft.
Der Film will einfach viel zu viel und das in zu kurzer Zeit [small](wobei die gefühlte Spieldauer etwa 6 Stunden beträgt...)[/small].
Dabei wurde dann ausgerechnet die Geschichte von Venom massiv vernachlässigt (Die eigentliche Geschichte des Schleims fiel der Schere zum Opfer, in den ersten Trailern war noch einiges mehr zu sehen. Armseelig.), die in meinen Augen überflüssige Sandman-Situation krampfhaft mit in das löchrige Konstrukt namens Handlung eingewoben, dazu dann noch an allen Ecken und Enden auf die Tränendrüse gedrückt.
Und zum Weinen ist der Film letztlich auch. Es fehlt eine klare Erzählweise und eine saubere Handlung, immerhin die Effekte sind größtenteils ganz ansehnlich. Aber eben auch nicht mehr.
Die Mimen stolpern mehr durch den Film als dass sie spielen und liefern Schauspielkunst auf Niveau einer Laienspielgruppe. Hölzern, unmotiviert, unglaubwürdig, übel.
Allen voran dabei Tobey Maguire, der gerne böse gucken können würde, es aber nichtmal im Ansatz hinbekommt.
[small](Zudem hätte man dem Team sagen sollen, dass ein paar vor den Augen hängende Stränen, schwarze Schminke und eine schon in den 60ern und 70ern ausgesprochen fragwürdige Mimik und Gestik niemanden cool machen. Schon garnicht Peter P. / Tobey M. Die beiden sind lieb, selbst wenn sie blutverschmierte Grimassen schneiden würden.)[/small]
Der Endkampf entschädigt da letztlich auch nicht mehr wirklich.
Natürlich könnte man sagen, der Film nimmt sich nicht allzu Ernst [small](Dieser Verdacht liegt bei Sam Raimi ja durchaus nahe)[/small]. Aber es gibt eben einen Unterschied zwischen "sich nicht Ernst nehmen" und "sich lächerlich machen".
Für mich ist Spider-Man 3 auf jeden Fall DIE Enttäuschung des Kinojahres 2007. :flop:
2/5 Punkten
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Shooter
Patriotischer Scharfschütze wird im Kampf alleingelassen, später aber für eine Verschwörung wieder gebraucht.
Attentat gelingt, aber das Opferlamm entkommt.
Es kracht und scheppert pausenlos, das ganze technisch hervorragend inszeniert.
Die Story alles andere als neu, aber solide umgesetzt, dazu gute und glaubwürdige Charaktere und Schauspieler.
Einzig das Ende ein böser Fehlschuss, ansonsten aber durchaus sehenswert.
Gutes Actionkino.
3.5/5 Punkten