Re: Meine Bewerbung (was könnte ich besser machen?)
Zitat
Original geschrieben von snoop
Bewerbung um die Stelle als Mediengestalter
Sehr geehrter Herr XY,
mit großer Motivation bewerbe ich mich um Ihre momentan angebotene Stelle als Mediengestalter!
Den Satz würde ich anders formulieren, genauer gesagt: das "mit großer Motivation" würde ich weglassen. Ebenso das ! am Ende, sowas nehme ich immer als Anschreien wahr, was bei einer Bewerbung eher unvorteilhaft wäre [small](sofern der Ansprechpartner in der Firma es genauso empfindet)[/small].
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Ich habe dieses Jahr meine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien in den Fachbereichen Print(-?) und Mediendesign abgeschlossen. Das Angebot meines Ausbildungs-betriebes zur Übernahme habe ich nach gründlicher Überlegung abgelehnt.
Der Grund dafür war, dass ich es in meinem Beruf für notwendig halte, sein Können und seine(n) beruflichen Werdegang immer weiter zu verbessern(,) indem man sich neuen Herausforderungen stellt und sich neuen Aufgabengebieten widmet. [Dies ist einer der Gründe, weshalb ich mit großer Motivation auf Ihre Stellenanzeige reagiere.]
Den Abschnitt, dass du eine Übernahme abgelehnt hast, würde ich komplett weglassen. Die Begründung dafür würde ich umformulieren, und zwar dahingehend, dass du schlichtweg deine Motivation für die Bewerbung darlegst.
"Seinen beruflichen Werdegang" ist unpassend formuliert, dort würde sich ein Begriff wie "Wissen", "Fähigkeiten", etc. pp. besser machen.
Die erneute Formulierung "mit großer Motivation" sagt mir persönlich immer noch nicht zu. Egal wie du es meinst, auf mich wirkt es immer irgendwie künstlich, gestellt, unpassend einfach. Du bewirbst dich ja nicht, weil du unmotiviert bist, oder? 
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Ein weiterer Grund ist, dass ich von Ihrem Verlag(,) sowie von Ihrer Geschäfsphilosophie sehr beeindruckt bin (informiert unter http://www.xy.de).
Den Abschnitt würde ich evtl. etwas ausbauen: Warum bist du von deren Philopsophie und dem Verlag ansich denn beeindruckt? Ein Satz mit einigen Stichworten wäre da sehr hilfreich.
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Hinzu kommt, dass ich mir sehr sicher bin, Ihren Anforderungen für diese Stelle gewachsen zu sein, da ich alle in Ihrer Stellenbeschreibung gestellten Voraussetzungen erfülle, besonders ein sauberes und erfahrenes Arbeiten mit den Programmen QuarkXPress und Adobe PhotoShop.
Darüber hinaus bringe ich fundierte Kenntnisse in den Programmen Adobe Illustrator sowie Adobe InDesign mit.
"Besonders" würde ich durch "insbesondere" ersetzen.
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Kenntnisse im Web-Publishing habe ich bereits seit sieben Jahren, da ich in diesem Bereich schon vor meiner Ausbildung tätig war. Somit bin ich auch im (in diesem) Gebiet erfahren obwohl ich während meiner Lehrzeit zum Mediengestalter im Fachbereich Print ausgebildet wurde.
Den Abschnitt ab "obwohl" würde ich streichen. "Obwohl" klingt einschränkend, also negativ, und eine Bewerbung sollte ausnahmslos positiv sein.
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Ich würde mich äußerst freuen, wenn Sie mir die Möglichkeit geben, meine beschriebenen Fähigkeiten anhand einer Probe-Arbeit in Ihrem Verlag auch praktisch unter Beweis zu stellen.
Den Abschnitt mit deinen Gehaltsvorstellungen halte ich für komplett unpassend.
Nicht der Zahlen ansich wegen, vielmehr, weil ich Gehaltsverhandlungen erst während eines Vorstellungsgespräches führen würde.
Das "äußerst" ist auch unpassend, ein simples "sehr" reicht vollkommen.
Den zitierten Abschnitt würde ich evtl. umformulieren, zB dahingehend, dass du dich sehr freuen würdest, wenn du auch im Rahmen einer Probearbeit oder eines Praktikums deinen Fähigkeiten unter Beweis stellen könntest.
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Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem einem persönlichen Gespräch!
Das ! empfinde ich auch hier als unpassend.
Hinweis: falls ich an deinen Sätzen etwas geändert habe, habe ich es in () gesetzt.
Grundsätzlich gilt: keine langen Schachtelsätze. Es sollte zwar auch nicht in Richtung einer reinen Aufzählung tendieren, aber unübersichtliche Satzkonstrukte gelten als ausgesprochen unvorteilhaft.
Auch muss eine Bewerbung nicht zwingend irgendwelchen vorgegebenen Mustern folgen.
Kreativität ist immer gut [small](abgesehen von einer "kreativen" Rechtschreibung ;))[/small], gerade wenn es um einen Job in einer kreativen Branche geht.
Du bewirbst dich, also setz dich auch entsprechend in Szene.
Zu verlieren hast du nichts, insofern trau dich ruhig auch was. Und wenn deine Bewerbung am Ende ein Kurzgeschichte, ein Zeitungsartikel oder sonstwas wird...mit einer Bewerbung willst du dich für den Verlag interessant machen, also lass dir was einfallen. 
Ich weiß, solche Phrasen hört man überall, aber es hilft. Außerdem zeugen unkonventionelle Ideen auch von Selbstbewusstsein, und das sollte man im Berufsleben definitiv mitbringen.
Ich hoffe, ein paar meiner Anmerkungen helfen dir weiter.
Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg. :top: