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Original geschrieben von superuser_reload
Aber speziell bei höherqualifizierten Aufgaben ist eine Tätigkeit nie ohne langwierige Einarbeitung möglich, das kann ruhig schonmal ein ganzes Jahr oder mehr sein bis man seine Stelle weitgehend eigenständig ausfüllen kann. Die Hire and Fire Mentalität die durch Leiharbeit begünstigt wird nützt an der Stelle weder dem Unternehmen noch dem Mitarbeiter bzw. "Leihkeule".
Aha. 
Ich bin seit geraumer Zeit für so einen "Seelenverleih" tätig, aber von derartigen Einarbeitungszeiten habe ich bis dato noch nichts mitbekommen.
Eine gute Personaldienstleistung zeichnet sich in erster Linie durch entsprechend qualifiziertes Personal aus, und das setzt neben der rein fachlichen Qualifikation natürlich auch entsprechende geistige Fähigkeiten und Flexibilität voraus.
Ein guter Leiharbeiter ist in der Lage, sich schnellstmöglich in ein neues Aufgabenfeld und neue Projekte einzuarbeiten.
Da die Einsätze oft nur 3-6 Monate dauern, wäre eine entsprechend hohe Einarbeitungszeit auch extrem kontraproduktiv.
[small](Wenn dem doch so sein sollte, wäre eine Firma ausgesprochen schlecht beraten, Leiharbeiter zu engagieren, es sei denn, es wird für mehrere Jahre gebucht.)[/small]
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Außerdem ist Leiharbeit für den Mitarbeiter mit hoher Flexibilität verbunden, da kanns dann schonmal passieren, daß man die letzten drei Monate in Stuttgart war, und Freitag nachmittags von seinem Chef hört, daß man ab Montag das nächste halbe Jahr in Hamburg arbeiten soll. Das gilt zumindest für Höherqualifizierte bei bundesweit agierenden Dienstleistern wo man den passenden Mitarbeiter nicht an jeder Ecke findet.
Stimmt. Aber das sollte potentiellen Bewerbern vorher klar sein.
Zumal, zumindest in meiner Firma, dennoch versucht wird, die Mitarbeiter in relativer Wohnortnähe bei einem Kunden unterzubringen.
Ich mag mit fast 1000km Heimweg ein schlechtes Beispiel sein, grundsätzlich aber klappt das recht gut.
Die Firma, für die ich arbeite, ist im Bereich höherqualifizierter Tätigkeiten angesiedelt, genauer gesagt im Bereich Entwicklung und Konstruktion, Schwerpunkt CAD mit Pro/Engineer.
Ich kann aber wahrlich nicht behaupten, nur für "virtuelles Kistenstapeln" oder Schreibarbeiten eingesetzt zu werden, dafür wäre ich auch viel zu teuer. 
Ich selber bin gelernter technischer Zeichner, demzufolge habe ich natürlich andere Aufgabenfelder als ein Ingenieur.
Aber die Mitarbeiter unserer Firma werden gewiss nicht als bessere Tippsen engagiert, sondern in vollem Umfang entsprechend ihrer Fähigkeiten eingesetzt.
Und ich hatte nie das Gefühl, von den Mitarbeitern vor Ort als "Büronutte" oder sonstwie negativ betrachtet zu werden, ganz im Gegenteil.
Wobei das natürlich immer auch von einem selber und den Leuten vor Ort abhängt.
Natürlich ist eine Festanstellung letztlich das Ziel, aber a) werden die (leider) immer seltener, b) ist Zeitarbeit für _mich_ die ideale Möglichkeit, um Erfahrungen in verschiedensten Firmen und Aufgabenbereichen zu sammeln, was sich auf einer Bewerbung immer gut macht und c) bin ich mit meinem Gehalt (Festgehalt, kein Stundenlohn; +Zulagen) durchaus zufrieden.
Ich weiß sehr wohl, dass es durchaus auch andere Firmen gibt, die eher den genannten Klischees entsprechen (speziell im Bereich klassischer Gewerke (Bau, Heizung/Sanitär,...), ich kann über meine Firma und meine Arbeit aber wahrlich nichts ernsthaft schlechtes berichten.
Natürlich muss jeder selber entscheiden, ob die vorhandenen Unannehmlichkeiten hinnehmbar sind oder nicht. Für mich war es das wert, zumal ich noch relativ jung bin, und gerade erst am Anfang meiner (hoffentlich langen und erfolgreichen) Karriere stehe.
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Das wissen natürlich auch die Firmen, und haben schon keine hohe Erwartungshaltung wer denn da von dem Dienstleister geschickt wird und setzen Mitarbeiter von Verleihfirmen auch überwiegend für einfachere Tätigkeiten ein.
Wie gesagt: Blödsinn.
(zumindest in derart pauschaler Form)
P.S.: Falls jemand Interesse an einem Job in genanntem Fachbereich hat, PN. [small](Die Firma sucht händeringend neue Mitarbeiter)[/small]