ZitatOriginal geschrieben von wrywindfall
Nun, gerade die Intellektuellen und kritischen Menschen sind besonders anfällig für Sekten oder zumindest heilbringende Organisationen. Gerade das immer wieder Hinterfragen von allem, das nicht Verstehen und Bezweifeln machen anfällig für eben jene Gruppen, da sie eine "Rundumerklärung" ("alles hat einen göttlichen, verborgenen oder wie auch immer Sinn") und auch noch "Exklusivität" ("daran haben nur wir Anteil") bieten.
Ich dachte eigentlich, dass es eher die etwas "einfacheren" Gemüter sind, die Zuflucht bei derartigen Vereinigungen suchen? :confused:
Der Mensch ganz im Allgemeinen hat bekanntlich Angst vor dem, was er nicht versteht.
Und speziell die synaptisch simplen Subjekte verstehen prinzipiell eben nicht übermäßig viel, gerade was naturwissenschaftliche Themen, wie zB Evolution, angeht.
Und da sie es nicht verstehen, macht ihnen soetwas Angst.
Genug Angst, um nur allzugerne die "Weisheiten" der Bibel bzw derer, die sich auf sie berufen, anzunehmen.
Deren Weltanschauungen sind eher simpel gestrickt, Gut und Böse sind klar definiert, auch das "Woher kommen wir?" und das "Wohin gehen wir?" wird anschaulich dargelegt.
Es gibt klare Regeln, Eigeninitiative mentaler Art wird kaum verlangt.
Nur Mund auf, Augen zu und rein mit dem gut vorgekauten Weltanschauungsbrei.
So zumindest wird oftmals der stete Zuwachs von Kreationisten speziell in den USA erklärt.
Auf der anderen Seite kenne ich selber das Phänomen, dass Denken und speziell Nachdenken das Leben oftmals eher unnötig kompliziert machen und man sich zeitweilig dann auch danach sehnt, dass es alles einfacher wäre.


