Ich wäre sehr, sehr dankbar dafür, wenn der gesetzliche Rentenbeitragssatz drastisch verkleinert werden würde und ich damit dann entsprechend mehr Geld übrig hätte, das ich in eine private Vorsorge stecken kann.
Tue ich ohnehin, aber der Betrag wäre deutlich höher, wenn ich in die gesetzliche Vorsorge weniger einzahlen müsste, von deren Seite ich mir ohnehin nur eine Grundrente erwarte.
Ich finde es zudem erschreckend, wie wenig das Thema private Altersvorsorge speziell in den Köpfen junger Menschen eine Rolle spielt.
Aber ich bin ohnehin kein Freund der sog. Spaßgesellschaft, vielleicht fehlt mir deshalb das Verständnis.
Zumal die Rentenentwicklung und die steigende Bedeutung privater Vorsorge ja nicht erst seit gestern bekannt ist.
Meine erste Vorsorgemaßnahme habe ich sicherlich nicht aus reinem Vergnügen schon in den 90ern abgeschlossen.
Ich finde es auch richtig, dass von Seiten der Politik mehr Eigenverantwortung gefordert wird. Dummerweise wissen viele Leute mit dem Wort nicht allzuviel anzufangen.
Viele erwarten vom Staat ein Rundum-Sorglos-Paket, selber etwas tun scheint aus der Mode gekommen zu sein. Dienstleistungsmentalität...nicht nur hier im Forum ein echtes Problem.
Bei einigen Generationen scheint zudem noch das Motto "der Staat wird's schon richten" aktuell zu sein, bei den jüngeren wurde das wohl von "der Staat macht eh nichts" abgelöst, leider in Tateinheit mit "geht doch eh alles den Bach runter, also was soll's?". 
Und dieser grundsätzliche Pessimismus ist in meinen Augen das größte Problem in diesem Land.