Die Rache der Sith oder: Hau den Lucas!
Ich stehe mit meiner Meinung zu "Episode III" zwar vermutlich relativ alleine da, aber ich muss sagen, ich fand den Film einfach nur gruselig.
Von den ersten Szenen an wusste ich "Das wird nix."
Warum? Weil blödelnde Droiden und asthmatische Androiden irgendwie...vollkommen bescheuert sind. Zumindest in diesem Umfeld.
Grundsätzlich sei gesagt: die Story ist ok, der Kreis zu den Episoden IV - VI schließt sich, ohne allzuviele Fragen offenzulassen oder neue aufzuwerfen.
Aber genau das ist eines der Hauptprobleme: Der Film ist zwar relativ lang, aber nicht lang genug, um das ganze nachvollziehbar und vor allem glaubwürdig darzustellen.
Wie die Story in etwa aussieht, konnte man sich denken.
Aber der Film drückt beim Erzählen dermaßen aufs Gas, dass einem schlecht werden kann.
Alles fügt sich in Null-Komma-Nix so wie es sein muss.
Vom guten Jedi zum bösen Sith in unter 5min...Respekt!:top:
Es finden in dem Film kaum echte Entwicklungen statt, es passiert einfach alles.
Man wird vor vollendete Tatsachen gestellt, keine Zeit für Fragen.
Die Jedi sehen plötzlich aus wie die allerletzten Luschen und lassen sich binnen weniger Filmminuten fast vollständig auslöschen. Von Macht und Können keine Spur, stattdessen werden sie alle ohne Probleme von einfachen Klonkriegern in Attentaten, die selbst unter El Kaida Niveau wären, abgeschlachtet.
Gut gemacht, und auf zum nächsten Tagesordnungspunkt.
Anakin grübelt kaum, erforscht ein wenig seine Gefühle und Zack!...Darth Vader ist da.
Im Kampf mit Obi Wan sieht er allerdings schon deutlich armseeliger (und beinloser) aus, von großer Macht keine Spur.
Immerhin reicht es ja, um dann wenig später ein paar Blechdosen zu zerdrücken.
Andere können das auch ohne Rüstung und an ihrer blanken Stirn.
Zumal Darth Vader in den Episoden IV - VI tatsächlich den Charme und die Ausstrahlung eines Oberbösewichtes hatte, hier taucht er aus dem Nebel auf und wirkt verdammt...affig.
Die Liebesgeschichte (die ohnehin irgendwie Sackgang war, zumal ich Amidala einfach nervig fand mit ihrem dauer-Weltschmerz-geplagten Schmollmundgesicht) wurde irgendwie so nebenbei zu Ende gebracht, aber Ex- und Hopp-Beziehungen sind ja keine Erfindung der Zukunft.
Ani-Bär ist weg, da nützen dann nichtmal mehr 2 Kinder von ihm, um auch nur einen Funken Lebenswillen in ihr zu entfachen.
Aha, tolle Mutter.
Senat mit ein paar hohlen Phrasen um den verkrüppelten Finger gewickelt und von der Jedi-Verschwörung überzeugt, Jedi Nachwuchs erbarmungslos niedergemetzelt, Todesstern in Auftrag gegeben...noch was vergessen?
Ach die Vader Blagen...na so toll ist die dunkle Seite wohl auch nicht, wenn der Herr Imperator davon aber auch so garnichts mitbekommen hat. Nunja...
Die Raumschlachten (und eigentlich alle Kampfszenen) waren vorwiegend was für die Freunde eines gepflegten epilleptischen Anfalls, komplett überladen.
Immerhin die Effekte als solches konnten überzeugen, aber das ist heutzutage wahrlich keine Kunst mehr und bei einem derartigen Projekt eher obligatorisch.
Alles in allem ist meine Meinung: George hätte es bei den Episoden IV - VI belassen sollen.
Episode I, II und III waren jede auf ihre Weise einfach nur neumodischer Murks.
Seelenlos, 0 Charme und in meinen Augen überflüssig.
Ich hatte die Hoffnung, das nach Kleinkind-Kommerz (Episode I) und plüschigem Weichzeichner-Gefühlsgedusel (Episode II) nun ein gewisser Fortschritt erkennbar würde. Immerhin ließen die Schlachten zum Ende von Episode II soetwas hoffen.
Aber die Enttäuschung war groß.
Episode III ist zweifelsohne angenehm düster (was dann durch Slapstickeinlagen gleich wieder zunichte gemacht wird) und zT auch durchaus sehenswert, nichtsdestotrotz ist es in meinen Augen im Hinblick auf die "Star Wars" Thematik eher Müll.
Und eine Freigabe ab 16 wäre in meinen Augen definitiv angebracht, aber das nur am Rande.
In diesem Sinne: "Ich bin dein Vater Luke!" "Dann zahl endlich Unterhalt, damit ich ein besseres Drehbuch bekomme!" (Wobei der hatte ja eins...bzw. sogar 3...)