Job, Karriere, Kilometer oder: Wie weit würdest du gehen?
Die Entfernung alleine wäre garnichtmal mein Problem.
Interessanter ist die Frage nach der vorhandenen Infrastruktur.
Ist der Arbeitsort nur über eher dichtbefahrene Landstraßen zu erreichen, auf denen man dann womöglich nur stockend vorwärts und frühestens nach 2 Stunden auf Arbeit ankommt, würde ich das Spielchen wohl nur sehr sehr kurze Zeit mitmachen.
Dann wäre wohl (sofern dauerhafter Umzug nicht in Frage kommt) wohl eine Unterkunft am Arbeitsort deutlich angenehmer.
Als ich zuletzt in Lohn und Brot stand, bin ich auch Sonntags an meinen Arbeitsort gefahren, dort habe ich dann die Woche über gewohnt und Freitags ging es dann zurück nach Hause, was etwa 2 Std. Autofahrt (Autobahn:Landstraße 50:50) waren.
Problem war: Die Wohnung wurde zwar von meinem Arbeitgeber komplett gestellt, aber das nur für eine Übergangszeit (ich bin nach Firmeninsolvenz in die Firmenzentrale "versetzt" worden). Danach hätte ich mir also was eigenes suchen müssen.
Da aber der Lohn nicht wirklich hoch war, hätte das, alle Kosten (Lohn, Benzinkosten, Miete, Telefon,....) gegeneinander aufgerechnet, bedeutet, dass ich nur arbeite, um mir die Arbeit leisten zu können.
Und das kann definitiv nicht Sinn der Sache sein, Arbeitsmarkt hin oder her.
Grundsätzlich hätte ich mit etwas größeren Arbeitswegen kein Problem, solange die "Kosten-Nutzen-Rechnung" einigermaßen stimmt. Wenn der Weg dann möglichst noch mit der Bahn machbar ist, wäre das sehr vorteilhaft.
Für alle meine bisherigen Arbeitsstellen musste ich immer mindestens so 3/4 - 1 Stunde fahren, von daher wäre es auch nichts Neues für mich.
Ich kenne allerdings auch Leute, die schon 10min Fahrt im Auto jeden Tag als lästig und eigentlich schon zuviel empfinden. ![]()
So long...