Zitat
Original geschrieben von symbian
Natürlich, es ist halt Krieg...Doch darf man deshalb nicht drüber reden?
Darf man durchaus.
Frage bleibt, ob es wirklich ein so toller Plan ist, durch Entführungen, Geiselnahme, Hinrichtungen, Massaker, Anschläge, Erpressung und andere Gewaltakte zu versuchen, die US- bzw. Koalitionstruppen aus dem Land zu vertreiben.
Richtig, die Aufmerksamkeit der Medien und damit der Völker der Welt ist diesen Gruppen gewiss. Aber ich bezweifle, dass derartige Aktionen wirklich dazu führen, dass immer mehr Menschen zu dem Schluss kommen, man müsse schnellstmöglich alle Truppen dort abziehen.
Wenn jetzt derartige Terrorakte weiter zunehmen, kann es nämlich auch sehr wohl dazu führen, dass das Mitleid für die Iraker schwindet und in Hass umschlägt.
Ob der Krieg rechtens war/ist oder nicht oder ob die anhaltende Irakpolitik in erster Linie durch Abwesenheit gesunden Menschenverstandes glänzt, spielt kaum noch eine Rolle, wenn die Aufständischen anfangen, relativ wahllos Geiseln zu nehmen, sie hinzurichten, Konvois anzugreifen und Menschen zu massakrieren. Denn in soeinem Falle dürfte sich das Mitleid des "normalen" Volkes (in den "westlichen Staaten") für die Iraker sehr in Grenzen halten und eher den getöteten Landsleuten gelten.
Und im Gegenzug macht sich womöglich dann Hass auf den Irak breit im Sinne von: "Wir wollten denen helfen und das ist nun der Dank dafür. Dann haben sie es nicht besser verdient und wir sollten sie alle plattmachen!"
Insofern habe ich, bei aller kritischen Betrachtung des gesamten Irakkonfliktes, keinerlei Verständnis für solche Aktionen.
Zumal sich die ohnehin schon kritische Lage nun noch mehr zuspitzt und sich der Einsatz der Koalitionstruppen eher verlängert, als dass sie schneller das Land verlassen.