Zitat
Original geschrieben von AdministratorDr
Das sie es nur an > 18jährige verkaufen ist okay.
Genau darum geht es ja: Gerade unter Jugendlichen <18 sind die Alcopops nicht nur besonders beliebt, vielmehr können auch Jugendliche sie, trotz gesetzlichen Verbotes, sehr leicht käuflich erwerben.
Und um dies zu unterbinden wird momentan über die Einführung einer entsprechenden Steuer nachgedacht. Denn aktuelle Gesetze, was den Verkauf dieser Getränke angeht, sind offensichtlich wirkungslos.
Und auch das Thema "Einstiegsdroge" ist durchaus nicht übertrieben.
"Alcopops" überdecken durch ihren hohen Zuckergehalt den Alkoholgeschmack sehr stark. Die Jugendlichen finden die Getränke einfach nur "lecker", machen sich dementsprechend auch wenig Sorgen um den enthaltenen Alkohol und dessen Wirkung, sie nehmen ihn ja nichtmal wirklich wahr.
Der Körper aber gewöhnt sich mit der Zeit an den Alkoholkonsum, ob einem das bewusst ist, oder nicht.
Und dass sich die Jugend in Zukunft dann dem Bier oder "offensichtlich starken" Alkoholitäten zuwendet, darf bezweifelt werden.
Denn genau darum sind die "Alcopops" wie gesagt so beliebt: Weil man den Alkohol nicht wirklich schmeckt.
Und viele Jugendliche mögen halt den Alkoholgeschmack nicht, insofern würden sie auch nicht einfach zu Bier, Whiskey, Korn oder Vodka (womit auch immer gemischt) greifen.
Das ganze läuft ja in eine ähnliche Richtung wie die Diskussion bei dem Thema "Alkohol in Kinder-Produkten". Auch wenn er nur in homäopathischen Mengen enthalten gewesen sein mag, es reicht, um im Körper eine gewisse Gewöhnung zu erzielen.
Und dementsprechend sind die Alcopops noch um einiges gefährlicher.
Insofern halte ich eventuelle gesetzliche Schritte, wie die jetzt angedachte Steuer, für durchaus sinnvoll.
Leidtragende sind natürlich Diejenigen, die ganz legal konsumieren dürfen, da sie die entsprechende Preiserhöhung ebenso trifft.
Da ich aber ohnehin Anti-Alkoholiker bin, finanziere ich den Staat auch weiterhin durch meinen Tabakkonsum. 