Bahn, Benzin, Beziehungssinn oder: Love is in the air...
Zitat
Original geschrieben von TSA
Ist das euch es wirklich wert?
Um es kurz zu machen: JA. 
Erstens Mal: Wer Liebe in Geld rechnet, macht etwas falsch. Und zwar grundsätzlich falsch. Wer in einer Beziehung gegenrechnet oder eine Kosten-/Nutzenrechnung aufstellt, der sollte keine Beziehung führen.
Ja, eine Fernbeziehung ist teuer, sauteuer sogar (und glaub mir, ich weiß das.
).
Ich schwimme wahrlich nicht im Geld, und oft genug musste ich ein Treffen deswegen auch schon absagen. Sei es drum.
Das Integrieren in den Freundeskreis ist für mich zum Einen eine Sache, die ich für nicht primär relevant halte, egal bei welcher Beziehungsform. Ich bin mit dem Mädel zusammen, was andere von ihr halten, höre ich mir zwar an, beeinflusst aber meinen Standpunkt nicht im Geringsten.
Das Gleiche gilt für meine Familie, auch deren Meinung ist keinesfalls maßgeblich.
Dazu kommt, dass dieser Prozess auch sehr stark vom eigenen Freundeskreis und vom entsprechenden Partner abhängt.
Bei mir ist es so, dass die Leute, mit denen ich meine Zeit vorrangig verbringe, in dieser Hinsicht absolut pflegeleicht sind. Egal wer da wen auch immer mitbringt, er/sie gehört dazu und fertig.
Meine Freundin wiederum hat relativ wenig Probleme, mit anderen Menschen umzugehen. Ich selber bin da zwar zurückhaltender, aber auch auf ihrer Seite hat man mich "akzeptiert".
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Wow, spitze, man selber darf zuschauen, wie sich die anderen Paare amüsieren und einem selber zerfetzt es halber das Herz. Das soll Liebe sein?
Ja! Genau das ist Liebe. Die Fähigkeit, auch solche Schmerzen und Leiden zu ertragen, und nicht den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen, und sich, nur um an solchen Abenden nicht aufzufallen, gleich jemand anders anzulachen.
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aber Leute, die eine Fernbeziehung eingehen, sind schüchterne, zurückhaltende, passive und mit weniger Selbstbewusstsein ausgestattete Personen, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich selbst bin der Auffassung, dass nur solche Leute eine Fernbeziehung führen, die im eigenen ''Einzugsgebiet'' keinen Partner finden, aber trotzdem auf der Suche nach der großen Liebe sind! Alles andere ist für mich unglaubwürdig. In jeder Region gibt es einen sprichwörtlichen Deckel für jeden Topf, und wie heißt es so schön, es gibt genügend Mütter mit schönen Söhnen/Töchtern.
Einspruch, Euer Ehren. Verallgemeinerung. 
Nicht jeder, der eine Fernbeziehung führt, tut das aus reinem Eigenantrieb.
Teilweise kommt soetwas auch erst nach geraumer Zeit, meist dann Job-bedingt.
Und da nicht nur "emotionalen Schwächlingen" soetwas passieren kann, führen solche Leute dann aus diesem äußeren Zwang heraus eben eine Fernbeziehung. Denn im Falle eines beruflichen Ortswechsels eines Partners dann Schluss zu machen, das! wäre wenig selbstbewusst und feige.
Und mal ganz generell gesprochen: Wie kommst du zu der Behauptung, alle Leute, die eine Fernbeziehung führen, wären zurückhaltende, passive, wenig selbstbewusste Leute? :confused:
Liebe ist nicht rational, nichts Logisches oder ernsthaft naturwissenschaftlich Erklärbares.
Wie sagt man so schön: Wo die Liebe hinfällt...
Wo, wie und wann man Jemanden kennenlernt, mit dem man eine Beziehung eingehen möchte, kann man eben letztlich nicht 100%ig steuern (Na gut, die Einstellung: "Ich nehm jede(n)!" macht die Sache zugegebener Maßen erheblich leichter...), es passiert halt einfach.
Ich spreche nicht von irgendwelchen Pillepalle-Beziehungen, sondern von absolut ernsthaften, auf Dauer ausgelegten.
Weder ich, noch meine Freundin, waren auf der Suche nach der großen Liebe (sie noch deutlich weniger als ich), wir waren uns anfangs nichteinmal symphatisch, ganz im Gegenteil.
Genausowenig konnten wir uns ernsthaft eine Beziehung miteinander vorstellen, selbst nachdem wir uns besser kannten. Nicht wegen fehlender Gefühle, sondern eben wegen der ganzen Umstände.
Und trotzdem haben wir es gewagt.
Heute würde ich fast soweit gehen zu behaupten, dass es Schicksal war, das wir uns kennengelernt haben.
Was dieses Großeltern-Argument mit den schönen Töchtern anderer Familien angeht: Ja und?
Klar rennen mir jeden Tag hübsche Mädels über den Weg, ich kenne etliche symphatische, nette Mädels hier in der Gegend. Aber bisher war nicht eine dabei, die mich ernsthaft interessiert hätte, was den Aspekt Beziehung angeht.
Meine Freundin ist alles andere als einfach (Welche Frau ist das schon?), aber dennoch kenne ich niemanden sonst, mit dessen Eigenheiten ich klarkommen würde. Und das merke ich eben schon innerhalb normaler Freundschaften, eine Beziehung wäre in soeinem Falle von vornherein ausgeschlossen.
Ja, ich beneide Paare, die sich jeden Tag sehen können. Aber warum um Himmels Willen sollte ich deswegen Schluss machen und eine neue Suche beginnen? Abgesehen vom Aspekt der Entfernung wüsste ich nicht, was irgendeine andere Frau mir bieten könnte, was meine Freundin nicht hat.
SIE, alleine und nur sie ist es, mit der ich zusammensein möchte. Wenn dem nicht so wäre, glaub mir, wäre ich schon längst nicht mehr mit ihr zusammen.
Im Gegenzug bin ich auch der Meinung, dass Leute, die Fernbeziehungen für Schwachsinn halten, es nur nicht nachvollziehen können.
Da sie sich soetwas einfach nicht vorstellen können, nicht glauben, dass soetwas funktionieren kann, sind sie auch der Meinung, dass es eben Schwachsinn ist.
Das meine ich nicht beleidigend oder irgendwie negativ, es spiegelt lediglich meine Erfahrungen wieder.
Ausnahmslos alle Leute, die ich kenne, die ähnlich denken wie du, können sich das Ganze im Grunde genommen einfach nur nicht vorstellen.
Aber es geht, man muss es nur wollen.
Wer das nicht kann und will, muss und sollte es auch nicht tun.
Ich würde nie sagen, dass eine Fernbeziehung besser oder empfehlenswerter ist als eine "normale". Aber sie ist auch keinen Deut schlechter, oftmals sogar wesentlich tiefgründiger und ernster.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch direkt bei meiner Freundin wohnen, aber diese Wahl hatte ich nicht, denn ein 'Nein' (also ein Ende der Beziehung vor deren Anfang) war schlichtweg nicht akzeptabel.
Ja, ich vermisse meine Freundin. Ich vermisse sie über alles, jede Sekunde, in der ich nicht bei ihr bin. Ich würde sonstwas dafür tun, sie im Arm halten zu können, ihr in die Augen schauen oder ihren Atem in meinem Gesicht spüren zu können. Aber es geht eben nicht. Und meine Gefühle und Träume beziehen sich ausnahmslos auf diese eine Frau, auf niemanden sonst. Sie ist nicht austauschbar, nicht ersetzbar, durch niemanden, durch keine andere Frau, egal wo diese wohnen würde.
Liebe ist nun mal keine Sache der Entfernung, es ist eine Sache des Herzens.
Wer DAS wiederum nicht verstehen kann oder will, der weiß auch nicht, was Liebe bedeutet.
Insofern ist in meinen Augen auch eine Diskussion darüber, ob eine Fernbeziehung nun Schwachsinn ist, oder nicht, überflüssig.
Wer nicht bereit ist, für die Liebe etwas aufzugeben oder auch gewisse Einschränkungen in Kauf zu nehmen, der liebt nicht wirklich.
Mag hart klingen, aber Liebe ist für mich die höchste aller möglichen Emotionen, und da lasse ich eine weichgekochte und waberige oder verwaschene Definition nicht zu, auch wenn das heutzutage scheinbar üblich ist.
So long...