Freundin, Frust und Fernbeziehung oder: Über 7 Brücken musst Du geh'n!
Da war doch mal was: Fernbeziehung 
Zitat
Original geschrieben von chung77
und obwohl wir erst rund 2 monate zusammen sind, sind wir uns sowas von sicher, dass das was richtiges fürs leben ist, dass wir uns unseren eltern vorgestellt haben. sowas macht man eigentlich nur dann, wenn man sich schon länger kennt. denn wenn eine beziehung kaputt geht, dann will man zumindest nicht die eltern enttäuschen. wir haben auch sofort den segen unserer eltern bekommen.
Sicher, soetwas ist Ansichtssache und auch eine Frage der Einstellung, bzw. zuweilen der Kultur.
Und ich gehe einfach mal davon aus, dass, nach allem was ich so glaube zu wissen, speziell in den asiatischen Kulturen die Familie bzw. die Eltern einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen, als bei einem durchschnittlichen Mitteleuropäer.
Aber: Ich für mich kann nur sagen, dass mir ganz grundsätzlich gesagt die Meinung meiner Eltern zu meiner Freundin und meinem Liebes- und Beziehungsleben absolut egal ist.
Wenn ich ihre Hilfe möchte, kann ich mich jederzeit an sie wenden, aber reinreden lasse ich mir ungefragt bestimmt nicht.
Und ihren Segen brauche ich ebensowenig.
Deswegen wäre mir auch egal, wie lange ich ein Mädel kenne, bzw. wie ernst es mir mit ihr ist. Wenn sie meinen Eltern über den Weg läuft, ist das ok, speziell vorstellen muss ich sie bestimmt nicht.
Zumal meine Eltern glücklicherweise sowieso den Standpunkt haben: "Is' deine Sache, Jung. Mach, was du für richtig hälst." Sie würden deshalb auch nie auf die Idee kommen, mir ungefragt in meiner Beziehung rumzupfuschen.
Ein Kumpel von mir stellt seine Freundinnen generell nicht vor (außer, es lässt sich nicht vermeiden), egal, wie lange die Beziehung womöglich schon läuft.
Sei es drum, Fernbeziehung ist immer wieder ein spannendes Thema, mit dem ich mich notgedrungen tagtäglich auseinandersetzen muss (bzw. möchte). 
Nach 2 Jahren Beziehung, bzw. 3 Jahren Bekanntschaft mit meiner Freundin läuft es heute eigentlich besser denn je, wenigstens was direkt die Beziehung angeht.
Nur soviel: Es mag sein, dass ihr beide euch nach so kurzer Zeit sehr sicher seid, was eine gemeinsame Zukunft angeht. Und das ist auch gut so.
Dennoch: Nichts überstürzen!
Wenn ich daran zurückdenke, wie lange es eigentlich gebraucht hat, bis ich (auch wegen der Entfernung) meine Freundin wirklich gut kannte und sie mich ebenfalls, dann kann ich nur sagen: Lasst euch Zeit!
Ein Freund von mir lernt auch gerade die Tücken dieser Beziehungsform kennen, und glaube mir: es ist nicht wirklich einfach.
Ganz wichtig ist zum Einen natürlich, dass beide Seiten auch 100% Willens sind, diese Beziehung einzugehen, und zwar mit allen! Konsequenzen.
Es muss wirklich ein ganz grundsätzliches Vertrauen zum Partner vorhanden sein, ansonsten funktioniert eine Beziehung auf Entfernung nicht.
Dazu gehört auch, dass man jederzeit offen und ehrlich mit dem Partner reden kann, insbesondere auch über eure Gefühle, Gedanken und Ansichten zu eurer Beziehung. Gerade in einer Fernbeziehung ist es wichtig, aufkommende Probleme und Spannung sofort mit dem Partner zu bereden, und nicht erstmal abzuwarten.
Dabei fällt mir ein: Auf Dauer, insbesondere wenn beide Seiten ein reges Verlangen nach der Stimme des Partners haben, geht das schnell ins Geld, aber soetwas muss man a) mit einkalkulieren und b) sich im Ernstfall auchmal einschränken können. 
(ich persönlich telefoniere eigentlich mind. alle 2 Tage mit meiner Freundin und dann selten weniger als 1 Stunde, meist mehr...
)
Falls all das zu pessimistisch klingt: Eigentlich wollte ich euch nur viel Glück wünschen. 
Meine sonstigen Erfahrungen mit der Thematik kannst du ansonsten auch in oben genanntem Thread nachlesen. 