Messer, Gabel, Sterne, Licht oder: Klappe zu...
Dass das Tragen von Waffen an Schulen, egal ob Messer jeder Art, Schreckschusswaffen, Stromschocker usw., ein Zustand ist, bei dem dringender Handlungsbedarf besteht, steht sicherlich außer Frage.
Aber die aktuelle Novellierung des Waffenrechtes wird in der Hinsicht nur eines bringen: garnichts.
Die entsprechende Zielgruppe kümmert sich letztlich einen Sch*** um Verbote, egal welcher Art. Denn die Mitführung solcher Gegenstände dürfte bereits aktuell an vielen Schulen verboten sein, unabhängig vom Waffenrecht.
Nur beim Erwerb solcher "Waffen" hat es besagtes Klientel nun etwas schwerer.
Aber: das eigentliche Problem bei der Waffenkriminalität, nämlich illegale Bezugsquellen und illegaler Besitz, werden von diesen Gesetzen nach wie vor überhaupt nicht beeinflusst, und das wird sich auch durch reine Gesetzesänderungen niemals ändern. Denn hier sind schlichtweg Taten gefordert.
Zudem, wenn Jemand eine Waffe mit an die Schule nehmen möchte, wird er sich eben jetzt andere Modelle wählen, die nach wie vor legal sind.
Und seien es "normale" Klappmesser oder sonst etwas.
Was nun speziell das Verbot von Butterfly, Spring- und Fallmessern, sowie Wurfsternen angeht: Schwachsinn³
Wenn mir irgendwer ein ernsthaftes Argument gegen diese Gegenstände nennen kann, nur einen echten Grund, warum sie gefährlicher sein sollen, als andere Messer, dann nur zu.
Ok, Spring- oder Fallmesser öffnen schneller. Na juhu. 
Ein normales Klappmesser mit Einhandbedienung ist vergleichbar schnell offen, und speziell Butterfly-Messer sind eher umständlich in der Bedienung.
Und Wurfsterne? Ich weiß nicht, was die Politiker dabei geritten hat, so einen absoluten Schwachsinn zu verbocken.
Ich würde zugern eine einzige glaubhafte Statistik sehen, die die ach so besondere Gefährlichkeit dieser Waffen nachweist, und vor allem: Ich würde zugerne wissen, wie hoch der %-Satz ist, bezüglich der Nutzung von Wurfsternen bei Straftaten. 
Ich bin mir sicher, wenn sie überhaupt irgendwo mal benutzt wurden, dann ist der Gesamtprozentsatz irgendwo im Promillebereich.
Insbesondere diese Beispiele zeigen einfach nur den absolut blinden Aktionismus der Politiker auf. Man will etwas tun, weiß nicht was, also wird letztlich nur Bockmist verbrochen. :mad:
Aber speziell das Thema Waffen ist ein solch dermaßen rotes Tuch für die Politiker, dass man hier kaum sinnvolle Entscheidungen erwarten darf.
Die echten Probleme sind (leider) nur extrem schwierig zu lösen, also lässt man seinen Regulierungswahn mal wieder am unbescholtenen Bürger aus.
Und speziell in bestimmten Bereichen der Medienlandschaft können derartige Entscheidungen nur zu leicht massenwirksam "begründet" werden.
Ein kleiner Blick über die Landesgrenzen, speziell nach Großbritannien und Australien, sollte, zumindest vernunftbegabte und intelligente Menschen, durchaus davon überzeugen, das insbesondere Verbote in diesem Bereich eher das Gegenteil dessen bringen, was man eigentlich erreichen will (und was auch absolut zu befürworten ist): Sicherheit nämlich. Nur wird die durch derartig stupide Gesetze niemals erreicht werden.
Man hat einfach den Eindruck, die zuständigen Herrschaften hätten zuviele Kampfsport und Jugendgangfilme gesehen.
Aber mit gesundem Menschenverstand hat soetwas schlichtweg nicht das Geringste zu tun.
Es wäre eigentlich an der Zeit, bestehende Gesetze schlichtweg auch mal konsequent durchzusetzen, und dies auch scharf zu kontrollieren, aber soweit reicht der Verstand in gewissen Kreisen scheinbar nicht.
So long...