Mensch, Maschine, Militär oder: ...und es hat 'Booom' gemacht!
"I'll be back!" Ja, und so taucht auch dieser Thread nach kurzer Versenkung wieder auf...
Ich komme nun auch gerade aus "Terminator 3", und ehe ich alles wieder vergessen habe, werde ich nun mal schnell meine Eindrücke schildern.
Zuerst: Am Ende dachte ich auch "Hey, da muss auf jeden Fall noch ein 4ter Teil kommen!", aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger Gründe sprechen eigentlich dafür (abgesehen von kommerziellen).
In allen 3 Teilen wurde nie etwas über den endgültigen Ausgang des Kampfes Menschen vs. Maschinen gesagt. Es heißt immer nur, dass John die Rebellion anführen wird.
Und mittlerweile weiß man sogar, dass er noch während dieses Krieges durch einen Terminator umgebracht wird und dann Kate wohl die Rebellion weiterführen wird (da sie die Nr. 2 ist).
Desweiteren bleibt als logische Konsequenz der bisherigen 3 Teile nur ein Thema übrig für einen potentiellen 4ten Teil: Der Kampf gegen die Maschinen.
Letztlich möchte ich somit behaupten, dass keine echte Notwendigkeit für eine (oder mehrere) Fortsetzungen besteht. Denn Science-Fiction-Action-Filme, in denen Menschen in die Schlacht gegen Maschinen ziehen, sind nicht allzu neu.
Zudem wäre all das etwas, was mit der eigentlichen Thematik der Terminator Filme nicht unbedingt zu tun hat, denn bisher ging es immer um den Kampf gegen eine Maschine in der Vergangenheit.
Wenn sich jetzt aber die Story quasi selber einholt (oder anders ausgedrückt, sich die Katze in den eigenen Schwanz beißt), dann fehlt da irgendwie dieses gewisse Flair, die ganze Angelegenheit droht ganz schnell in Bedeutungs- und vor allem Belanglosigkeit zu enden.
Außer gigantischen Materialschlachten darf man dann kaum mehr etwas erwarten.
Was mich auch direkt zum aktuellen Film bringt, der "Rebellion der Maschinen".
Zu Arnies Rolle muss man garnicht viele Worte verlieren, außer diesen hier: Er ist die Rolle, er ist der Terminator!
Sein Gegenpart, der T-X, wurde absolut emotionslos-technisch-kühl von Kristanna Loken gespielt. Im Prinzip weder besonders gut, noch irgendwie schlecht, denn das wären unpassende Attribute für eine derartige Rolle.
Also tue ich dem T-X gleich, und sage garnichts. :p
Die übrigen Besetzungen waren in Ordnung, wenn auch Nick Stahl, alias John Connor, bei Weitem nicht das Charisma eines Edward Furlong besitzt.
Und Claire Danes ist in erster Linie mal eine nette Augenweide.
Was bleibt zu sagen: Die Action war grandios, nur selten durfte man als Kinozuschauer derartig umfassenden Zerstörungsorgien beiwohnen.
Zumal einem eigentlich während des gesamten Films kaum echte Atempausen gegönnt wurden. Dafür ein klares :top:
Der Humor, der ja die Fans offenbar in 2 Lager spaltet, war, denke ich, keinesfalls überzogen, sondern einigermaßen dezent (gut, T-X einstellbare Oberweite war alles andere als das), aber wirkungsvoll (ganz ähnlich den Energiezellen des Terminators :D). Immer wieder gab es Grund zu schmunzeln, wenig später dann zog einen das Feuerwerk aber wieder in seinen Bann.
Leider ist der Film irgendwie 2-geteilt: Mit Beginn der Szenen im Militärkomplex ging es mit dem gesamten Film langsam, aber stetig, bergab (bzw. ja sogar in den Berg).
Plötzlich gab es ein Gemetzel sonder gleichen, welches aber gänzlich lieblos dahingeballert wirkte. Die T1-2 rollten halt wild um sich feuernd durch das Gebäude (oder im Hintergrund durch's Bild) und die Mitarbeiter rannten hysterisch kreischend in ihr Verderben. Man hatte irgendwie den Eindruck, die Statisten hatten keinerlei Anweisungen, sondern rannten nur. Und auch aufgrund fehlender visueller Effekte (für mich gehört eine gewisse offensive Darstellung der Gewalt dazu) saß man nun irgendwie etwas gelangweilt vor der Linwand. Und andere Szenen im Film waren blutig (teilweise schon eher purer Splatter) genug, um auch in diesen Szenen einen verstärkten Kunstbluteinsatz zu rechtfertigen.
Irgendwann dann der unausweichliche Showdown im Stollen (und wer Kates Vater genau zugehört hat, wusste, was kommt ;)), ein paar Bilder des Atomkrieges (die fast schon als romantisch-verklärt durchgehen würden) und aus die Maus.
Alles in allem nettes Popcorn-Kino auf durchaus hohem Niveau, wenn auch mit gewissen Schwächen.
Denn inhaltlich und visuell bleibt "Terminator 2" wohl ungeschlagene Referenz, an dem Meisterwerk beißt sich auch eine Maschine mit Humor und Sternchenbrille ihre Zähne aus.
In diesem Sinne...I'll be back! :cool: