@Krähe
Ich bin einfach mal so frei und beziehe deine Worte auf mich, da ich ja auch das Thema Bullettime erwähnte.
1) Jean-Claude van Damme mochte ich noch nie, Chuck Norris und auch Steven Seagal Filme schaue ich mir ganz gerne mal zur Entspannung an.
Dass ich sie deswegen für ernstzunehmende Schauspieler halte, kann ich nicht behaupten.
Aber ich lese ja auch die Bild...
2) Ich war und bin sogar gerne bereit, mich auch auf die Story von "Reloaded" einzulassen, dafür in der Lage bin ich meiner Einschätzung nach allemal.
Und Samstag werde ich mir den Film auch ein 2tes Mal anschauen, eben um auch die Story besser aufnehmenzukönnen.
Und die Story war zudem auch nie Inhalt meiner Kritik, nur die Darstellung des ganzen gefiel mir nicht.
Von einem 3-Teiler erwarte ich auch eine Art "Corporate Design", sowohl was die Optik, die Effekte, aber eben auch die Visualisierung der Geschichte angeht. (Auch wenn alle 3 Punkte sich ähnlich anhören, meine ich damit verschiedene Dinge.)
Und bei "Reloaded" hatte ich persönlich einfach nicht das Gefühl, in einem echten "Matrix" Nachfolger zu sitzen.
Vieles wirkte auf mich wie zusammengeschustert, der rote Faden fehlte irgendwie.
Das ganze machte den Eindruck eines Episodenfilmes, nicht den eines zusammenhängenden 2ten Teiles innerhalb eine Trilogie.
Die Verschmelzung von Action und Story war im ersten Teil deutlich besser, jetzt wirkte alles etwas "abgehackt": Action - Story, sprich: monumentale Dialoge - Action - Wortgefechte - usw...
Waren in Teil 1 die Effekte quasi Teil der Handlung, so wurden sie hier eher um ihrer selbst Willen mit eingefügt. So ist wenigsten mein Empfinden.
Ein Problem des Ganzen ist womöglich, dass Teil 1 für sich selbst genommen ein Ende hat, der Film macht auch alleine Sinn.
Nun aber wird es plötzlich alles furchtbar kompliziert, und man fragt sich anfangs, warum eigentlich.
Teil 2 beginnt quasi irgendwann, aber, rein gefühlsmäßig, nicht da, wo Teil 1 endete.
Ich hatte ersteinmal den Eindruck, dass jetzt auf Kraft weitererzählt wurde, ohne dass es zwingend von Nöten gewesen wäre (außer natürlich in finanzieller Hinsicht.).
Und wie gesagt: Wenn ich einen reinen Erzähl- und Storyfilm sehen will, schau ich mir "2001", "Grüne Tomaten", oder weil es zum Thema SciFi passt, "A.I." oder "The Abyss" an.
Von einem "Matrix" Nachfolger erwarte ich aber mehr, einfach weil Teil 1 den entsprechenden Weg so gewiesen hat.
Es ist schön, dass die Story deutlich vielschichtiger wird, aber wenn das Drumherum nicht stimmt, nützen die besten Intentionen der Wachowsky's nichts, dann finde ich den Film eher mau.
Aber wie gesagt: Samstag gibt's die 2te Chance, mal schauen, ob sich an meiner Meinung zum eigentlichen Film noch was ändert. Denn die Story für sich finde ich absolut spannend und auch interessant.
Ich denke zudem auch, dass es vermutlich wirklich das Beste wäre, sich alle 3 Teile zusammenhängend anzuschauen. Denn dabei ergibt sich womöglich dann erst das echte Gesamtbild, welches ja letztlich das entscheidende ist.
So long...