Beiträge von Chevygnon

    Arbeitssuche oder: Hier ist ihr Preis!


    Zitat

    Original geschrieben von DrSchwob
    jedenfalls wenn er wenig Flexibilität örtlich und thematisch zeigt. Die muss man aber einfach mitbringen: man kann doch nicht alles nach persönlichem Wunsch planen.


    Prinzipiell gebe ich dir durchaus Recht, aber:
    Grade die örtliche Flexibilität ist in etlichen Fällen ernsthaft eingeschränkt, zB wenn man bereits eine Familie hat, ganz besonders dann, wenn die eigene Frau am Ort einen Arbeitsplatz hat.


    Sicher, sowas wie 1Std Fahrt zur Arbeit oder dergleichen machen mir nichts aus, aber ich kenne auch Leute, denen schon eine halbe Stunde Weg zuviel wäre.
    Aber so wie es oft verlangt wird, innerhalb ganz Deutschlands flexibel sein zu müssen, halte ich für nicht ernsthaft machbar.


    Ich selber bin momentan auch davon bedroht, in absehbarer Zeit arbeitslos zu werden (Firmeninsolvenz), aber auch, wenn ich hier dann nichts finden sollte ist es nicht ganz einfach, mal eben so weiter weg zu gehen (Hamburg oder Berlin zB). Denn allein schon ein Umzug kostet wieder Geld, welches ich nicht habe. Zudem verzögert soetwas einen Arbeitseintritt erneut, und das ist je nach Arbeitgeber nicht unbedingt eine Erleichterung bei der Arbeitsfindung.


    Was die thematische Flexibilität angeht: Ich bin alles andere als auf meinen ursprünglich erlernten Beruf festgelegt, das Problem ist aber, andere Berufe zu finden, die zu meinem Profil passen.
    Zudem bin ich durch Krankheit (Diabetes) von vornherein eingeschränkt, ernsthafte körperliche Arbeit zB fällt von vornherein aus (zumal ich dafür auch anderweitig nicht die Voraussetzungen mitbringe).


    Im Moment lass ich mich mal überraschen, nebenbei schau ich schon regelmäßig auf den AA-Seiten und anderen Jobsuche-Seiten vorbei.


    So long...

    Arbeit, Faulheit, Geld vom Staat oder: Wie man's macht...


    Zitat

    Original geschrieben von Mundi
    eine freundin von ihr bekommt stütze , die hat 2 kinder die bekommt locker mal eben 1000€ im monat, wohnung 600 € wird bezahlt, telefon gesponsert, tv gez frei und und und


    dann geht die auch noch schwarz arbeiten, leute die hat im monat 2000 € bar auf der hand wenn schon alle nebenkosten weg sind


    Frag die gute mal bitte genau, wie sie das macht, würde mich mal interessieren.


    Meine Freundin hat nämlich 3 Kinder, ist arbeitslos und lebt von ein paar hundert Euro im Monat. Für die Wohnung gibt es kaum Zuschüsse, dann halt Kinder- und Erziehungsgeld und das war's. Sie lebt wirklich unterste Schiene und muss sich einschränken, wo es nur geht.
    Arbeit, selbst Teilzeit, ist nicht drin, da sie ein fast 2jähriges Kind zu versorgen hat und eine Tagesmutter bezahlt das Amt nicht, da es billiger ist, wenn die Mutter zuhause bleibt.
    Wenn dann die Gelder regelmäßig unpünklich gezahlt werden sieht es richtig böse aus.


    Ich kenne allerdings genauso auch Leute, die das Amt verarschen wo es nur geht und dann auch auf sehr stattliche Beträge kommen.
    Dummerweise ist meine Freundin dafür wohl zu ehrlich...


    So long...

    kazaa, Chat und fremde Menschen oder: Zieh und Schreib!


    Tjaja, die gute alte Napsterzeit :rolleyes:
    Damals hab ich mehr gechattet dort als irgendwas gezogen.
    War auch mein Einstieg ins Chatleben ganz generell und dort hab ich auch meine Freundin kennengelernt. Die Sache mit den einzelnen Chaträumen war schon ganz ok, zumal vieles nach Ländern bzw. Sprachen sortiert war.


    Diesen Textfenstern bei kazaa kann ich absolut nichts abgewinnen.
    a) ich bekomme selten Nachrichten und wenn dann meist nichtssagende.
    b) hab ich keinerlei Interesse mit den Leuten in Kontak zu treten, für sowas geh ich in einen richtigen Chat oder nutze für private Unterhaltungen ICQ (sofern ich die Leute dann kenne).


    Einmal hab ich mit einem Südafrikaner in kazaa unterhalten, der bei BMW in München arbeitet, war ganz interessant. Ansonsten: Kein Interesse.


    So long...

    Zitat

    Original geschrieben von kisch
    sorry, dieses Thema wäre wohl bei "Kritik & Anregungen" besser aufgehoben.


    Stimmt auffallend ;)

    Zitat

    ich lese schon länger hier als ich schreibe


    Dann sollte dir ja die Suche bekannt sein und mit der hätte man dann diesen Thread finden können, in dem das Thema bereits besprochen wird...


    Aber was soll das mit der Spende? Willst du dir ein Unterforum für Panasonic kaufen? Oh man...



    So long...

    Zu den Bildern der gefangenen Amerikaner: Einer der zur Schau gestellten Soldaten ist offenbar ein Bekannter des Mannes einer Freundin. (nein, keine sog. FOAF-Tale, leider traurige Realität)
    Ihr Mann ist wohl der Vorgesetzte dieses Mannes (beide sind Mechaniker einer Instandsetzungskompanie).


    So schnell erreicht einen dieser Krieg auch mehr oder minder persönlich :(


    Und die scheinheiligen Kommentare der US Politiker kotzen mich einfach nur an ("Ich weiß nichts von toten US-Soldaten." G. W. Bush)
    Genauso widerlich sind die Bilder der arabischen Sender, bei denen irakische Soldaten am Tigris das Schilf anzünden und blindlings reinfeuern, da sich dort angeblich US Piloten versteckt halten sollen, die abgeschossen wurden.


    Sauberer Krieg: Wer diesen Schwachsinn je geglaubt hat, tut mir leid. Jetzt wird es denn auch endlich sichtbar, was Krieg immer schon bedeutet hat und auch immer bedeuten wird: Es sterben Menschen, ganz egal, wie ach so intelligent die ganzen Waffen auch sein sollen.



    So long...

    Krieg oder Frieden...


    Um das Thema Irakkrieg kommt man ja im Moment nicht herum, auf allen Sendern laufen 24h lang Reportagen, Berichte, Diskussionsrunden.


    Es ist ein seltsames Gefühl, die Bilder aus dem Irak zu sehen.
    Es geht mir durchaus nah, trotzdem bin ich seltsam distanziert.
    Selbst in geselliger abendlicher Kneipenrunde dominiert dieses Thema.
    Raushalten ist nicht, auch wenn ich es versuche, da ich einfach die Diskussionen leid bin.
    Nicht, weil es mich nicht interessiert oder mir gar egal wäre, sondern einfach, weil die Gespräche meist auf dem immer gleichen Niveau ablaufen: Bush ist ein Diktator, Bush ist der neue Hitler, Ami's sind alles Schweine und Idioten, bla bla bla...
    Ich kann es einfach nicht mehr hören.


    Das ganze Thema ist dermaßen umfassend, kompliziert und undurchsichtig, dass es nichts bringt, mit platten Parolen und Pauschalisierungen (egal aus welcher Ecke) um sich zu schmeißen.
    Nach wie vor bin ich gegen den Krieg und definitiv kein Freund der amerikanischen [Außen]politik und deren Vertretern, egal ob Bush, Rumsfeld oder sonstwem.
    Genausowenig bin ich aber jemand, der alle Amerikaner in einen Topf wirft und pauschal für bekloppt erklärt, der Saddam verteidigen würde oder der ernsthaft an die Mär vom Weltfrieden glaubt.


    Es gibt soviele Seiten dieses Themas, dass ich manchmal selber kaum weiß, wie ich dazu stehen soll.
    Einerseits finde ich das amerik. Vorgehen absolut falsch.
    Genauso falsch ist aber eigentlich auch das strikte Nein von Frankreich, Russland und Deutschland.
    Selbst die Gründe für den Krieg sind fast schon bedeutungslos geworden (egal ob Öl, Rache bzw. Beendigung dessen, was der eigene Vater begonnen hatte (dazu hat sich Bush sogar schon geäußert), Friedensbringung und Demokratisierung, usw....)
    Aber all dies sind Dinge, die längst nebensächlich geworden sind, da der Krieg leider längst im Gange ist.


    Aber er verläuft alles andere als planmäßig: Etliche Tote und Verletzte bei den Koalitionsstreitkräften durch Unfälle, Eigenbeschuss (heute wurde ein brit. Tornado vermutlich durch eine amerik. Patriot-Rakete abgeschossen), mittlerweile vermutlich die ersten US Kriegsgefangenen im Irak (offiziell wird die Echtheit der Bilder aber angezweifelt. Dieser Fall zeigt aber offen die Doppelmoral der US Regierung, denn alles was Herrn Rumsfeld dazu einfällt, ist darauf hinzuweisen, dass es nach der Genfer Konvention illegal ist, Kriegsgefangene zu filmen bzw. diese Bilder öffentlich zu zeigen. Das eben dies aber oft genug bei irakischen Gefangen getan wird, zählt nicht), Städte die schon vor Tagen eingenommen gewesen sein sollen sind heute plötzlich wieder schwer umkämpft, ein Zwischenfall in einem US Camp in Kuweit hat einen Toten und etliche Verletzte gefordert (ein Angehöriger der US Streitkräfte hat im eigenen Lager Handgranaten geschmissen), der Vormarsch ist an einem Tag überraschend schnell, plötzlich aber gerät er doch wieder ins Stocken.


    Was man von all den Informationen glauben kann und soll, weiß keiner (es ist aber interessant, dass immer wieder zuerst Berichte von im Irak befindlichen Korrespondenten kommen und erst Stunden später eine offizielle Meldung dazu)...die Propaganda Maschinerie funktioniert beileibe alles andere als zufriedenstellend (aus Sicht des Pentagon wenigstens).


    Es ist nicht möglich, sich ein echtes Bild dieses Krieges zu machen, und das ist vielleicht auch besser.
    Meine Hoffnung bleibt schlicht und ergreifend, dass es wieder Erwarten doch schneller zu Ende geht, als es momentan aussieht.


    Ich verurteile auch nicht, dass jetzt wieder ein Großteil der amerik. und britischen Bevölkerung hinter dem Krieg steht, schließlich geht es denen in erster Linie um ihre Familienangehörige.
    Ich habe auch Mitleid mit allen Leidtragenden des Krieges, auch mit den Soldaten.


    Das ganze Szenario, die Berichte, all das ist seltsam mitzuverfolgen.
    Noch schwerer ist es, dabei wenn möglich sachlich zu bleiben, auch wenn um einen herum oft genug die Gefühle hochschaukeln.


    Die weltweiten Friedensdemonstrationen sind letztlich vielleicht sinnlos, aber sie setzen ein Zeichen, und das ist gut so. Aber genauswenig halte ich die immer wieder gleichen Parolen und die oft recht einseitige Meinung der Demonstranten für Grund genug, seine Meinung zum Krieg zu ändern. In meinen Augen ist soetwas schlicht primitiv, zumindest dumm.
    Ich ändere meine Meinung nicht, weil andere etwas sagen, was mir in der Form nicht gefällt. Ich bilde mir meine Meinung immer noch aufgrund von vorhandenen Fakten (selbst wenn diese nicht immer zweifelsfrei sind) und nicht danach, welche Seite weniger polemisiert (und in diesem Falle nehmen sich da Befürworter (grade die höchsten Stellen) und die Gegener oft nichts).
    Und schon garnicht prahle ich förmlich damit, durch die achso dummen Gegner zu einem noch größeren Kriegsbefürworter geworden zu sein.
    Sowas ist einfach nur traurig :(


    Im Moment warte ich einfach ab, wie sich die Dinge entwickeln und was vor allem am Ende das Ergebnis sein wird (nicht wer "gewinnt", das denke ich steht fest, vielmehr welche mittel- und langfristigen Konsequenzen dieses Treiben haben wird)



    So long...