Hunde und andere Pelzträger oder: Wau!
Zitat
Original geschrieben von Zeus
Hunde gelten aber doch im allgemeinen als unterwürfig und kriecherisch. Deshalb wird "Hund" ja auch von vielen Menschen als Schimpfwort gebraucht. Angeblich mögen viele Hundehalter auch keine Katzen weil Katzen selbständiger sind und sich nicht so deutlich dem Menschen unterwerfen.
Unterwürfig im Prinzip ja, aber nur wenn man sie so erzieht, dass sie Respekt vor ihrem Herrchen/Frauchen haben.
Es sind halt ursprünglich Rudeltiere, stellt sich ihnen niemand ernsthaft in den Weg werden sie die Rudelführung übernehmen.
Insofern ist die Erziehung ganz entscheidend für das Verhalten eines Hundes.
Man kann aus einem Hund vom absoluten "Weichei" bis hin zur echten Bestie eigentlich alles machen, was deren Wesensausprägung angeht.
Sie wurden nunmal aus einem wilden Tier gezüchtet, um für den Menschen da zu sein, ihn zu beschützen und ihm zB bei der Jagd zu helfen.
Kriecherische Hund kenne ich keine. Die die ich so kenne (ua ein Beagle, ein Stafford-Dalmatiner-irgendwas Mischling und ein Staffordshire) wissen zwar sehr genau, wenn sie etwas falsch gemacht haben und verhalten sich dann entsprechend, indem sie sich halt versuchen, beim Herrchen "einzuschleimen", aber das zeigt nur, dass sie so gut erzogen sind, dass sie durchaus wissen, was erlaubt ist und was nicht.
Ich selber habe keinen Hund und möchte auch keinen haben, da es mir zu zeitaufwändig wäre.
Wenn überhaupt würde ich gern eine Katze haben.
Aber trotzdem liebe ich es, mal mit den Hunden von Bekannten zu spielen, ihnen einfach nur zuzuschauen, denn Hunde haben ein derart vielfältiges Wesen und soviele verschiedene Gesichtsausdrücke und Verhaltensmuster, dass es ungemein faszinierend und auch unterhaltend sein kann, sie nur zu beobachten.
Und es ist einfach auch ein schönes Gefühl, wenn ich zB bei meiner Mama von diesem freudig schwanzwedelnden kleinen Racker empfangen werde und merke, dass er mich mag.
Und sowas hat absolut nichts mit fehlenden sozialen Kontakten zu tun, ganz im Gegenteil. Grade durch die täglichen Spaziergänge mit Hund lernt man schnell ne Menge neuer Leute kennen.
Und was unhygienisch angeht: Ist ein Hund gut erzogen, dürfte das einzige echte Problem sein, dass halt überall Haare rumfliegen.
Stinken tuen die Hunde, die ich kenne, kein Stück, denn Haushunde nehmen mit der Zeit auch quasi den Wohnungsgeruch an und duften oft richtig gut.
In der Stadt ist Hundekot ganz klar ein Problem, aber dafür können die Tiere nichts. Dort wäre es sinnvoller, die Halter zur Rechenschaft zu ziehen.
Und das Hunde menschliche Sprache verstehen (logischerweise nicht so, wie Menschen, aber sie verstehen zum Teil sogar erschreckend genau, was man von ihnen will...), steht eigentlich außer Frage und sie können auch Gefühle ihres Herrchens wahrnehmen, wissen ob es ihm gut oder schlecht geht und verhalten sich entsprechend.
Letztlich muss jeder selber wissen, ob er ein Haustier haben möchte oder nicht. Es gibt viele Pro's, aber genauso auch entsprechende Contra's.
Ich finde es nur immer wieder etwas armseelig, wenn man, nur weil man Hunde nicht mag, über sie in einem Ton herzieht, als seien sie wirklich nur Abfall und ihre Halter total verblödet (geht gegen Niemanden in diesem Thread aber ich kenne solche Konsorten...).
In diesem Sinne...Hund, Katze, Maus.