Der Euro oder: Geiz is geil!
Tja, der liebe €uro.
Vor der Einführung konnte ich die Angst und das Misstrauen der neuen Währung gegenüber kaum verstehen.
'Es sind doch nur Zahlenspiele, es wird doch nix teurer dadurch.' Meine Worte, die ich bitterlich bereue, denn innerhalb des letzten Jahres wurde ich schmerzlich vom Gegenteil überzeugt.
Prinzipiell ist mir egal, ob wir Euro und Cent oder Mark und Pfennig haben.
Aber der Rattenschwanz, den die Währungsumstellung nach sich zog, auf den könnte ich getrost verzichten.
Statistiken hin oder her, rein subjektiv sind zumindest die normalen Lebenshaltungskosten doch deutlich gestiegen.
Früher hab ich beim einkaufen 20,-DM bezahlt und hatte alles was ich brauchte.
Aber es wäre Illusion, zu glauben, für 10€ würde man eben genau die gleichen Waren bekommen.
Mittlerweile kaufe ich dann eben für 20€ ein, hab aber genausoviel wie früher im Wagen.
Und wo ich am Wochenende für Bar, Kino, McDonald's und Co. mit 50-60 DM auskam, sind es eben heute eher 50-60€.
Und wo ich früher mit nem Zwacken (also 20DM) n paar Tage auskam, was so Nebenbeieinkäufe und Kleinigkeiten angeht, würde ich heut mit 10€ kaum über einen Tag kommen.
Selbst wenn mir jemand haarklein vorrechnen würde, das meine laufenden Kosten eigentlich genau die gleichen sind wie zu DM-Zeiten, am Ende jeden Monats bin ich froh, wenn ich nicht ins Minus auf meinem Konto rutsche. Das Problem hatte ich früher eigentlich nie.
Im Kopf umrechnen tue ich hin und wieder schon, aber eigentlich ist es meiner Meinung nach eh sinnlos.
Man sollte eher schauen, was einem zur Verfügung steht an Geld (in €) und danach entscheiden, was man sich leisten kann oder auch nicht.
Es hilft letztenendes kaum, zu wissen, dass ein Produkt zu DM-Zeiten billiger war als jetzt. Deswegen hab ich ja nicht plötzlich mehr Geld in der Tasche.
Es ist halt nur gefährlich, Euro wie DM zu behandeln, denn 50€ sind eben nicht 50DM... (obwohl bei manchen Preisen scheinbar doch...da wurde dann halt nur das Währungszeichen getauscht :D)
Mit dem was ich netto im Monat verdiene, komme ich lange nicht soweit, wie ich es früher mit dem entsprechend umgerechneten DM Betrag geschafft hätte.
Aber mit dem Euro müssen wir nunmal leben. Statt mich an die 'achsotollen' DM Zeiten zu erinnern, versuche ich schlicht mit dem klarzukommen, was ich jetzt halt habe 
100%ig eingelebt hab ich mich damit noch nicht, aber das wird schon noch...
Positiv ist natürlich der Wegfall von Währungsumtausch.
Solange ich mich in den entsprechenden Ländern aufhalte, kann ich auch immer mit dem gleichen Geld bezahlen und brauch mir um Umtauschkurse keinen Kopf zu machen. Zumal es Preisvergleiche enorm vereinfacht.
So long...